#8 Von Meerjungfrauen, 17 Jahren Thalia Bühne und Trallafitti
Shownotes
Hej hej! Bevor es für Julian Greis in die Sommerpause nach Schweden geht, haben wir mit ihm über sein Theaterleben gequatscht. Seit 17 Jahren fest im Ensemble des Thalia Theaters Hamburg, steht er auch unter der neuen Intendanz von Sonja Anders auf den Bühnen des Hamburger Theaters. Dabei singt und spielt er sich mal als glitzernde und schillernde Meerjung-Dragqueen mal als neoliberalistischer Fabrik- und Bankbesitzer und wieder ein anderes Mal als naiver Heiliger in die Herzen der Zuschauer:innen. Wie ist es für ihn, nach so vielen Jahren am gleichen Haus zu spielen? Was sind seine Lieblingsorte im Thalia Theater? Und welche Rolle spielt der Ruhrpott auch nach 17 Jahren Hamburg noch für ihn? Das alles und was genau eigentlich Trallafitti ist, erfahrt ihr in der neuen Folge!
P.S. Die Mantaplatte ist ein Kultgericht im Ruhrgebiet: saftige Currywurst (nachgewürzt), krosse goldgelbe Pommes (nicht EU genormt) und natürlich Mayo!
Wikipedia Julian Greis > mit freundlicher Unterstützung von Bruder Simon Instagram Julian Greis
Julians Stückempfehlungen:
In Hamburg: DIE KLEINE MEERJUNGFRAU. A FLUID FAIRY FANTASY HARD TIMES SANKT FALSTAFF OLE ALLEIN ZU HAUS VERWANDLUNG KEINE AUFSTIEGSGESCHICHTE
In Lübeck: DIE VERWANDLUNG THEATER LÜBECK
In Bochum: DIE RÄUBER > SCHAUSPIELHAUS BOCHUM
In München: MEISTER UND MARGARITA
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00:00:01: Noch dreißig Minuten bis zur Vorstellung.
00:00:05: Dreißig-Minuten-Drama,
00:00:07: Theater
00:00:07: mit Anna und Luca.
00:00:10: Hallo!
00:00:11: Wir sind hier heute mit
00:00:12: Julian Greis.
00:00:13: Julian magst du dich kurz in drei Sätzen vorstellen?
00:00:16: In drei Sätzen... Ich bin Schauspieler Liebe Schweden und ich freue mich auf das Gespräch.
00:00:31: Also mit Schweden hast du uns jetzt schon, ne?
00:00:33: Ja direkt!
00:00:36: Luca Karolina hat Familie in Schweden.
00:00:38: Ich auch meine Eltern wohne.
00:00:41: Also sind die von dem Ruhrport dann quasi nach
00:00:42: Schweden?
00:00:42: Genau die sind da ausgewandert oder
00:00:45: so halb
00:00:46: ausgewandert.
00:00:47: Sollte ich meinen Eltern auch mal sagen, die in Rente gehen?
00:00:49: Dann sollen die Blussbitte vom Robot nach Schweden.
00:00:51: Ich fahre jedes Jahr auch hin!
00:00:54: Kannst
00:00:54: du auch schwedisch?
00:00:55: Ja.
00:00:55: Das kann ich nicht.
00:00:58: Kann Taxomukit?
00:01:00: Was für Gute da!
00:01:00: Jo Heta
00:01:01: d'Anna!
00:01:02: Jo heta Julian!
00:01:04: Julian wir starten mit unserer ersten Kategorien das sind die Flottenfünf und die erste Frage ist ohne was gehst Du niemals aus dem Haus?
00:01:13: Ohne was zu trinken.
00:01:15: Ich habe immer eine Flasche Wasser dabei.
00:01:16: Sehr gut, das ist stay hydrated.
00:01:19: Pornstar Martini oder Espresso Martini?
00:01:22: Ich trinke kein Alkohol so gut wie gar nicht.
00:01:24: aber wenn dann Espresse Martini weil ich so gerne Kaffee mache.
00:01:29: Wenn du einen Sofa-Design müsstest... Wie würdet ihr es aussehen?
00:01:35: Also es ist spezifisch!
00:01:37: Weil es muss so sein dass man darauf fläzen kann.
00:01:39: also richtig gut liegen aber man muss sich auch noch anlehnen können und lesen können und ich finde nicht viele Sofas können das.
00:01:46: Manthaplatte oder Fischbrötchen?
00:01:50: Ich komme aus dem Ruhrport, also Mantha-Platte.
00:01:55: Jetzt wieder gemeine Frage.
00:01:56: Hamburger Schnack oder Ruhrpotschnauze?
00:01:59: Was ist dein Lieblingsruhrportwort?
00:02:04: Oh mein Gott!
00:02:06: Ich habe einen Plakat mit Ruhrpotwörtern und das hing in München in meinem Büro.
00:02:11: Und da stand eine Kollegin vor und war so mei... Und dann haben so zwei jüngere KollegInnen von mir und Freundinnen standen da, und haben sich ihr Lieblingswort ausgesucht.
00:02:21: Und das Lieblungswort von denen war Tralafitti.
00:02:23: Ja auch Tral-a-fitti gehen bis
00:02:24: auf Tral... Bisschen Tralaphiti.
00:02:26: Da gibt es sogar ein T-Shirt von, habe ich den dann geschenkt.
00:02:28: Das heißt die laufen durch München mit Tralapiti?
00:02:30: Ich brauche
00:02:30: eine Besetzung bitte!
00:02:34: Partys sind Teil davon.
00:02:36: Also
00:02:36: ich kenne das so, wenn du auf Tralafiti bist dann bist du unterwegs.
00:02:40: also wenn er so oder halt auch auf Reisen
00:02:42: ja und ist aber
00:02:43: immer mit Spaß verbunden genau und es kann aber auch so kann das nicht sogar als attraktiv benutzt werden?
00:02:49: Das ist so tralafit, ja das geht schon.
00:02:51: Ich wohne schon lange nicht mehr im Pod deswegen so genau weiß ich's nicht.
00:02:54: Ja das kann man bestimmt machen.
00:02:55: Also es fühlt sich
00:02:56: nicht gut an.
00:02:56: Ich mag eigentlich jedes Rohrpott.
00:02:58: Rohrpot ist so schön direkt.
00:02:59: Ja da das wirklich so war.
00:03:01: okay guck mal dass waren schon die Flotten fünf.
00:03:03: Oh
00:03:03: das ging flott!
00:03:05: So, du bist nach deinem Studium in Stuttgart relativ schnell ans Taliatheater nach Hamburg gegangen.
00:03:11: Ja also ich hatte genau hier mit Stuttgard studiert und dann war ich noch drei Jahre im Graz am Schauspielhaus
00:03:16: ja.
00:03:17: Und seit Jahrzehnteinzehn seit der Spielzeit bist du an Talier das sind über sechzehn Jahre.
00:03:23: Das
00:03:24: ist eine ungewöhnlich lange Zeit, siebzehn jahre sogar fühlt es sich für dich genauso lange an.
00:03:31: Oha, gute Frage.
00:03:32: Zum einen ja weil einfach so wahnsinnig viel passiert ist in der Zeit wenn ich viel gemacht habe und ... echt wahnsinnig viele Produktionen gemacht haben.
00:03:42: Und zum anderen aber auch gar nicht, wir hatten ja letztes Jahr den Intendanz-Lex und da musste man sich jetzt zwangsläufig noch mal damit beschäftigen was in den letzten sechzehn Jahren alles war... ...und wir haben so Galas gemacht und nochmal Ausschnitte gezeigt und Stücke hochgeholt die teilweise zwei tausend dreizehnt, zweitausend vierzehn Prämiere hatten.
00:03:59: Und da habe ich irgendwie gedacht naja es war ja eigentlich gestern dass ich angefangen hab hier.
00:04:03: Aber was vor allen Dingen, was ich vor allem empfinde ist das ist einfach so Wahnsinnig Voll war, aber im guten Sinne voll.
00:04:09: Dass es voll mit tollen Erfahrungen war oder auch mit schwierigen Erfahrungen, die aber dann auch was gebracht
00:04:14: haben.
00:04:14: Hast du ein Stück oder eine Inszenierung, die dir besonders am Herzen geblieben ist?
00:04:19: Oh!
00:04:20: Von den siebzehn Jahren überhaupt in meinem ... seitdem ich spiele.
00:04:24: Seitdem du spielst?
00:04:26: Ich würde sagen da gibt's so... Es gibt nicht die einen wo ich sage das ist die beste, sondern es gibt so Wegmarken.
00:04:32: Das eine ist, noch im Jugendclub haben wir Linie eins gemacht am Schauspielhaus Bochum auf der großen Bühne und das war für mich auf jeden Fall der wichtigsten Sachen weil vorher habe ich so Schultheater gemacht.
00:04:42: es hat mir total Spaß gemacht aber da hab' ich so richtig Theater kennengelernt wie's professionell sein kann in einem geschützten Rahmen.
00:04:49: bei Annette Raffhalt hat das junge Schauspielt aus damals da geleitet war wirklich eine tolle Arbeit und die haben wir richtig danach nicht im Spielplan gespielt, aber sehr oft.
00:04:58: Ich glaube so fünfzehnmal was der für einen Jugendclub sehr oft ist.
00:05:02: Und das ist ne wichtige Inszenierung.
00:05:04: Dann in der Schauspielschule haben wir Merlin aus Wüste Land gemacht.
00:05:06: es war einfach ne ganz tolle Abschlussinszenierung wo wir auch auf dem Schauspielschul treffen diverse Preise abgeräumt haben.
00:05:14: dann würde ich sagen in Graz Da hab ich tolle Sachen gemacht, aber dann komm' ich mal nach Hamburg.
00:05:20: Und das war auf jeden Fall Woizek-IX-Mediate-Steckl.
00:05:23: Das war einer der schönsten Arbeiten die ich glaube ich am Talier gemacht habe.
00:05:27: Ach und dann kommen noch tausende andere!
00:05:29: Die meistens mit Jette sind Romeo & Julia oder Pipi Langstrumpf oder das mangelnde Licht.
00:05:36: Oder was auch sehr wichtig war, war mit Antu, Atropa... ...oder auch, da hab ich nochmal Merlin aus Wüste Land gemacht oder jetzt mit Bastian Kraft, die kleine Mehrungfrau, die ich dieses letztes Jahr gemacht habe.
00:05:47: Es ist total gute Frage weil ich merke es kann gar nicht sagen die eine Inszenierung.
00:05:51: Aber schön ganz viele kleine Sternmomente auf deinem Weg!
00:05:56: Ja das ist ja auch gut dass du mich sagen kannst okay das nur das eine.
00:06:00: Das
00:06:01: ist ja viel schöner, dass du so viel... ... aufzählen kann.
00:06:04: Ich habe jetzt genau, ich hab' ... ... einen Sechs Abschluss gemacht also vor ... ... zwanzig Jahren ist ganz gut dass man da mehr als eine ... ... Inszenierung nennen kann.
00:06:10: ja!
00:06:11: Das wäre ein bisschen schade
00:06:12: sonst...
00:06:13: War der Jugendclub auch so dein Start ins Schauspiel?
00:06:16: Oder hattest du vorher schon Berührungen damit?
00:06:18: Nee ich hab', also ich hab'... ... wir hatten das Schultheater gemacht in der ... ... im Gymnasium wo ich war bei Frau Neusen und Frau Maroschek.
00:06:26: die haben die Theater AG geleitet ... ... und da habe ich sozusagen angefangen so zu spielen.
00:06:34: Und dann war ich in den USA ein Jahr und da musste ich ein künstlerisches Fach wählen.
00:06:40: Und wollte dann Theater, es gab so ein Drama hieß das aber das war leider schon voll.
00:06:44: deswegen habe ich dann was hab' ich denn stelle?
00:06:45: Akkur genommen genau!
00:06:46: Und war dann auch da in der Theater gehe, aber das waren super professionell mit so einer richtigen Bühne und dann gab's so richtige Dipaten zu requisiten und bünen bauen alles... Ja.
00:06:57: ...und da habe ich auch gespielt.
00:06:58: und als ich dann wieder kam nach Deutschland in der Oberstufe habe ich dann neben dem Schulteater eben im Jugendclub in Bochum angefangen.
00:07:06: Und das war so der Startpunkt, wo es so richtig los ging.
00:07:12: Sehr schön!
00:07:14: Ja hast du im Theater, im Ort des Taliert theaters ein Lieblingsort, wo du dich vielleicht auch manchmal zurückziehst?
00:07:24: Also mein Lieblinsort, als ich mich aber leider nie ins Rücksehen weil da immer gearbeitet wird ist der Mahlseil, weil das einfach der schönste Raum ist und manchmal kann man da auf den Balkon gehen oder so.
00:07:34: Oder manchmal sind auch Feiern, aber egal wenn ich damit denke, ist das ein schönes Haus!
00:07:39: Ich mag meine Garderobe sehr gern die ist so ganz verwinkelt... Oh sorry jetzt bin ich ja am Tisch gekommen.
00:07:46: Ganz verwinkeln und man muss da so ein bisschen hinlaufen und hat da seine Ruhe.
00:07:51: Die ist leider über der Durchfahrt, d.h.
00:07:53: im Winter ist es manchmal sehr fußkalt Und ich mag, also es gibt auf der Bühne.
00:07:58: Wenn man von unten guckt, von rechts und wenn man drauf steht und ins Publikum guckt links, gibt's einen Durchgang im Portal.
00:08:05: Da hinten steht ein Sitz aus dem Flugzeug ausgebaut.
00:08:09: so ein Flugzeug sitzt.
00:08:11: Und da kann man manchmal sitzen und auf seinen Auftritt warten, dann sieht man sozusagen die Rampe und rüber zum Inspezentenpult auch ein bisschen von der Bühne oder drüber ist sogar noch ein kleiner Bildschirm weil oft sitzt da der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau meistens sehr Feuerwehrmann und den lieb ich einfach.
00:08:28: Da sitzt ich z.B.
00:08:29: feitstaff und vor meinem allerletzten Auftritt, dann sind fast alle anderen Kollegen auf der Bühne und spielen eine Szene und ich lieb da einfach zu sitzen und zu kommen.
00:08:38: Man ist eigentlich aber Bühner, noch im Geheimen.
00:08:42: Schön!
00:08:43: Das sind gute Orte,
00:08:45: das klingt wirklich toll.
00:08:46: Jetzt spielst du in einigen Stücken mit queerem Inhalt?
00:08:50: Ja
00:08:50: Und daher auch queere Figuren.
00:08:52: Wie ist das für dich?
00:08:56: So wie jeder andere Figur ehrlich gesagt.
00:08:59: Es ist lustig, wenn mich Sonja Anders genau das auch gefragt hat in einem Gespräch letztens.
00:09:04: Also ich habe das so gebündelt wie dieses Jahr noch nie gemacht.
00:09:07: also ich hab ja erst Formatanz gemacht wo es da um Andreas Magnus geht der quasi seinen Coming Out in Berlin hat.
00:09:13: dann kam Fallstaff wo es neben eigentlich diesem riesigen Politdrama noch eine Quiere Liebesgeschichte gibt und an die kleine Mehrjungsfrau als Riesen Dragshow Und ich finde für mich ist so richtig, dass das im Mittelpunkt steht eigentlich nur die kleine Meerjungfrau.
00:09:30: Bei den anderen beiden Sachen findest du wahnsinnig toll weil das ist mein Idealbild der Welt, dass es auch Teil davon ist.
00:09:36: und was ich so toll daran finde ist, dass auch Teil von den Geschichten ist aber gar nicht so die Geschichte.
00:09:44: Das finde ich einen erstrebenswerten Zustand, dass man über die Welt erzählt so bunt wie sie ist
00:09:52: extra hervorhebend.
00:09:53: Genau, und wenn man das mal macht wie bei der kleinen Mehrungsfrau ist es auch toll weil das ist ja einfach ein unglaublich toller Arm.
00:10:01: Und für mich ehrlich gesagt also ich bin selber schwul Ich bin mit meinem Mann verheiratet und deswegen ist das denke ich immer so.
00:10:07: Ja das ist jetzt auch nichts Verhonderes wenn man darüber erzählt aber das ist natürlich meine eigene Lebensrealität und ich weiß dass ich in der Welt lebe wo das total anders ist oder Viel anders ist, aber das Schöne an Hamburg ist ja, dass es eine weltoffene Stadt ist.
00:10:23: Das Schöner in meinem Leben ist, dass ich in einem total tollen Umfeld aufgewachsen bin, wo meine Eltern mir nie Probleme gemacht haben, wo ich so immer akzeptiert wurde wie ich bin und ich versuche das ein bisschen mit auf die Bühne zu
00:10:35: machen.
00:10:36: Ja, aber ich finde, das merkt man auch.
00:10:38: Ich glaube, wir haben alle Stücke gesehen, ne?
00:10:41: Fan girl!
00:10:45: Weil es in der heutigen Zeit wird's ja nun mal wieder... doch Thema, das Queer sein und es wird angegriffen.
00:10:53: Es ist nicht mehr oder also so selbstverständlich unbedingt umso toller dass es Teil von Stücken ist wo es so selbst verständlich ist und wo das gezeigt wird.
00:11:07: Das Wichtigste ist glaube ich und da ist gerade die kleine Mehrung Frau ein riesiges Beispiel für dass es ohne Zeigefinger passiert und ohne irgendwie einen Besser-Wissertum auch so ein Opfer-Ding oder so, sondern dass es mit dem Selbstbewusstsein passiert und mit einer Freude und auch mit einer Leichtigkeit und mit der Umarmung.
00:11:27: Und das finde ich bei der kleinen Mehrungsfrau... Also ihr habt's ja gesehen, aber wer es noch nicht gesehen hat sollte sich unbedingt angucken weil es einfach einen Abend, der total ans Herz geht, der auch traurig ist, der teilweise in den Geschichten hart ist wie die kleine Mehrungsfreundsmärchen eben auch, aber eben eine umarmung ist.
00:11:44: Das finde ich immer am besten als wenn man den großen Zeigefilms auspackt
00:11:48: und so belehrend.
00:11:49: Du
00:11:51: hast jetzt ja schon von der kleinen Mehrhäumfrau erzählt, magst du ganz kurz einmal erzählen worum es in diesem Stück geht?
00:11:56: Für all die, die das nicht kennen, aber auch... Es ist ja nicht dass ihr jetzt quasi das Märchen von Hans Christian Andersen OG zeigt.
00:12:04: Genau!
00:12:05: Nicht OG, aber wir zeigen's auch.
00:12:07: Also es ist eine Bearbeitung der kleine Mehrhämfrau von Hans-Christian Andersen Wo eigentlich das Märchen schon von vorne bis hinten erzählt wird im Laufe des Abends, aber als... wie soll man sagen?
00:12:19: Als sich aufbauende Dragshow.
00:12:21: Und zwar fängt der Abend an dass wir sind vier Schauspieler und drei Dragartists und wir sind quasi in unserer Garderobe Und begrüßen das Publikum und fangen an zu erzählen locker leicht.
00:12:33: Irgendwann merkt es sich immer mehr, dass wir in dieser Garderobe uns anfangen zu schminken umzuziehen.
00:12:38: Es wird viel von Andersen erzählt aber auch Lebensgeschichten von den einzelnen Leuten auf der Bühne.
00:12:43: Dann gibt es Ausschnitte auch aus Disney's Ariel die ja auch auf der Mähung Frau basiert Aber in einer sehr lieblichen Variante wo die Härten die Andersen ja immer hat gar nicht drin vorkommen.
00:12:57: Und es gibt unfassbare Nummern, finde ich von meinem Kollegen Elias Ahrens zum Beispiel.
00:13:04: Wie der so diese Videonummer mit sich selber macht oder wenn die getraut manst auf Small Town Boy von Bronski Beat singt und es gibts halt dann alles, wenn wir sozusagen nach zwei Stunden ungefähr voll geschminkt sind und die krassen Kostüme von soviel Reble und diese unfassbaren Perücken der Masken, wie partners in eine Ko-Produktion von Zürich und Hamburg aufzulöfen.
00:13:29: Und dann stehen wir für die letzte glaube ich Minute in den vollen Kostümen da.
00:13:33: Das
00:13:34: ist sehr beeindruckend.
00:13:35: Es macht sehr viel Spaß zu schauen, wirklich!
00:13:37: Und jetzt hast du ja schon gesagt, dass ihr mit Drag-Artists zusammengearbeitet habt?
00:13:42: Was konntet ihr voneinander lernen in der Zusammenarbeit?
00:13:44: Weil das sind ja schon... also unterschiedliche Methoden.
00:13:48: Genau, es ist ja selber Ort die Bühne aber es sind ja unterschiedlich heran.
00:13:51: Das ist nur kurz auszuholen.
00:13:53: Es war eine Co-Produktion zwischen Zürich und dem Taliertheater und wir haben das in Züricher geprobt Und aus dem Originalkast sind nur noch Elias, Arans und ich da.
00:14:02: Also das heißt in Zürich waren es drei andere Drag Queens und zwei Kollegen aus dem Ensemble in Syrisch.
00:14:06: Hier ist es nochmal eine andere Besetzung.
00:14:09: Das Schöne finde ich aus dieser Mischung von den Drag-Artists und uns Schauspielenden.
00:14:16: Wir konnten von den Drakes ganz verfachlich lernen wie man sich schminkt.
00:14:21: Ich bin ja schon lange am Theater... Und doch bei Corona mussten wir uns selber schminken, aber das war... Aber
00:14:27: es ist ja noch mal ein anderes Make-up.
00:14:28: Ja,
00:14:29: ich hab's auch nicht so gut gemacht!
00:14:33: Das war einfach eine Riesenhilfe und ich glaube, wir haben dann so'n bisschen konnten wir Schauspielunterricht geben, das brauchen die ja nicht, aber eben wie man in so'nen authenteren Spiel vielleicht kommt.
00:14:47: Also ganz grob gesagt, das kommt dem auch nicht so gerecht.
00:14:50: Aber ist Drake eher von aus nach innen und wir dann eher von innen nach außen?
00:14:56: Und dass ich das sozusagen... getroffen hat in der Mitte.
00:14:59: Also dass wir gelernt haben, so gewisse Show-Elemente da einzubauen völlig ungeniert und auch auf eine Ahnungweise die man vielleicht einem anderen Stück sich eher nicht trauen würde.
00:15:09: Und die Drag Artists dann gerade mit dem Regisseur Bastian Kraft, der ganz viel tollen mit denen gearbeitet hat an den persönlichen Geschichten diese erzählen.
00:15:17: So eine gewisse persönlichere Note.
00:15:19: also ich finde Drag ist ja auf einer Art obwohl es so bunt und laut ist, ist das ja total persönlich.
00:15:25: Aber ich glaube in der Darstellung manchmal nicht so.
00:15:30: Setzt halt auf die Show-Elemente, ja?
00:15:32: Genau
00:15:32: und das kommt sehr aus den einzelnen Performerinnen da aber genau.
00:15:38: Ich habe vorher noch nie was mit Drag gemacht und musste auch gestehen.
00:15:42: Ich hatte ein paar Vorteile und fand das immer ein bisschen oberflächlich und es gab Sachen, die ich daran nicht mochte Und da musste ich echt in mich gehen und sagen, dass ich da auch totale Vorurteile hatte.
00:15:55: Und totale so ein bisschen nicht das gesehen habe was es ist.
00:15:59: Das ist ja auch eine Kunstform.
00:16:01: Wahnsinnig politische Kunst.
00:16:03: Ja.
00:16:05: Also die Vorurteilungen sind jetzt ausgeräumt?
00:16:07: Ja total!
00:16:08: Aber das ist ja gut wenn man das immer mal wieder schafft.
00:16:12: Ja voll.
00:16:12: Ich
00:16:13: dachte auch nicht doof aber ich hab immer gedacht...
00:16:15: Kannst du einfach nichts mit anfangen?
00:16:16: Genau ich konnte und jetzt macht's mir.
00:16:18: also ich glaube jetzt nicht dass ich selber eine Drag-Charakter entwickle und das so weitermache.
00:16:25: Aber es war wirklich
00:16:26: für das Stück,
00:16:27: weil es schön ist oder jetzt auch mal ein anderes Stück aber... Das war wirklich ne sehr schöne Begegnung mit allen die da mitgemacht haben.
00:16:34: Wie war dein Dragoname in der Inszenierung?
00:16:36: nochmal?
00:16:36: Tuna Turner.
00:16:37: TUNA
00:16:38: TURNA!
00:16:39: Ach, schön
00:16:40: Du hast ja eben schon erwähnt, dass viele persönliche Geschichten und Erlebnisse mit eingeflossen sind.
00:16:46: Wie war das für dich, die Geschichten der anderen zu hören?
00:16:48: Hast du selber auch was mit einfließen lassen aus deinem Leben?
00:16:52: Also es war in Zürich als wir den ersten... Das erste Mal geprobt haben war das total überraschend für mich auf eine Art weil wir am ersten oder zweiten Tag in einer Runde saßen und alle so echt persönliche Geschichten erzählt haben.
00:17:04: uns wirkte fast eher wie so ne Gruppentherapie und gar nicht wie ein Probenbeginn, wo man erstmal liest und guckt.
00:17:11: Und es war auch sehr ungewöhnlich für Bustern der immer sehr strukturiert anfängt und eigentlich schon gleich relativ schnell auf die Bühne geht haben wir erst mal sehr viel fast eine Woche im Stuhlkreis über Probebühne gesessen und erzählt.
00:17:23: Ich habe da ich hab auch viele Sachen erzählt und dann bin ich aber mit Busten zu dem Entschluss gekommen dass ich gar nicht so viel Privates erzählen will sondern meine Aufgabe eher in so anderen Sachen gesehen hat.
00:17:34: das heißt Da ist schon viel von mir drin, aber es gibt sozusagen gar nicht richtig eine private Geschichte von mir da drinnen.
00:17:42: Also es gibt so Sachen die hätte ich auch so machen können oder die hätt ich auch sagen können oder... Aber weil ich auch fand dass der Fokus bei dem Abend was diese Geschichten angeht, gar nicht bei den DRACTING SONTE sondern bei den Leuten die Geschichten haben Wie soll man das denn sagen, die einen großen Impact haben?
00:18:02: Weil ich muss einfach sagen, dass das Thema Outing angeht und zu mir selbst kommt.
00:18:08: Bin ich so priviligiert aufgewachsen, da hab ich gesagt was soll ich denn da erzählen, es war alles gut Punkt!
00:18:15: Und deswegen klar ist... Ich habe auch Sachen erlebt wie Scheiße waren aber genau ich habe dann eher meine Aufgabe in im Singen und ein bisschen strukturieren.
00:18:28: Ich habe ja immer Sätze, die kommen um so Szenen abschließen oder anfangen.
00:18:36: Spielst du selber lieber Rollen, die weit weg von dir sind?
00:18:38: Oder die eher nah dran sind?
00:18:40: Gute Frage!
00:18:41: Ich glaube keine Rolle, die man spielt ist weit weg vom einen weil selbst wenn man es gar nicht checkt was der Text sagen will oder die Rolle die dann irgendeine Autorin geschrieben hat muss man sie ja selber spielen und deswegen ist sie immer mit einem selber.
00:18:54: Ich find's toll, wenn sich das abwechselt.
00:18:56: Weil ich könnte mir nicht vorstellen immer nur Sachen zu spielen die mit mir sozusagen meiner Lebensrealität zu tun haben weil damit der hab' ich ja schon genug zu tun und hatte... Das wäre glaube ich ganz schön langweilig.
00:19:09: Und ich finde es eigentlich am spannendsten wenn man in den fremdesten Figuren Sachen entdeckt wo man denkt ach krass.
00:19:16: oder wenn man merkt ein Shakespeare hat einen Schiller oder so eine Mufti geschrieben Und man selber sieht da so Gedanken drin, die aber jetzt gar nichts mit mir zu tun haben.
00:19:26: Sondern wo ich so Anknüpfungspunkte finde.
00:19:31: und ehrlich gesagt... Also ich habe jetzt bei Sankt Pfeilstaff das habe ich gelesen und hab gedacht boah krass!
00:19:37: Das ist schon eine Rolle, die glaube ich so nah an mir dran ist wie wenig rollen.
00:19:44: Aber auch das ist ganz weit trotzdem von mir weg Weil ich bin, glaube ich, die Presse nicht ein bisschen langweilig über mich.
00:19:50: Man kann nicht Datastücke schreiben und habe keine großen Dinge in meinem Leben, die passieren deswegen...
00:19:59: Aber deswegen stehst du ja auch auf der Birne
00:20:01: und verkörpert
00:20:01: was dann solche Figuren.
00:20:03: Und bist nicht hier so ein Promi, das Leben auf Promiflash.
00:20:09: So in Reality-Formaten?
00:20:10: Ja, so in Reality TV und so... ...und er dann seine eigene Biografie schreiben lässt usw.
00:20:15: Das Drama wäre mir auch zu viel glaube ich!
00:20:18: Ey aber du hast einen Wikipedia Artikel.
00:20:20: Ja, den hat mein Bruder geschrieben.
00:20:22: Echt?
00:20:22: Wir haben auch schon gesagt wenn wir später keinen haben dann schreiben wir uns ein bisschen selber.
00:20:26: Weil das ist unsere Hauptinformationsquelle
00:20:29: für das Gespräch.
00:20:30: Natürlich!
00:20:31: Das
00:20:31: war von meinem Bruder gut recherchiert.
00:20:33: Liebe Grüße an Simon hier mit.
00:20:35: Dein Bruder heißt Simon.
00:20:36: Mein Bruder ist auch Simon.
00:20:37: Zwillingsbruder Hörmer.
00:20:39: Der
00:20:39: Pot der hatte jetzt nicht so viel kreativen
00:20:41: Namen.
00:20:43: Geil.
00:20:45: Du hast gerade schon Sankt-Fallstaff angesprochen.
00:20:49: Also das ist ja, das hat Ewald Palmerzhofer zwar selbst geschrieben den Text.
00:20:54: Aber es ist ja an Shakespeare angelehnt.
00:20:56: also ein alter Stoff irgendwie neu verpackt und behandelt ja auch brandaktuelle Themen.
00:21:00: Die Politik und das Gefälle von oben und unten und auch menschlich behandelt das ja...
00:21:08: Eine Art autokratische Systeme hier in... und starten immer mehr durchsetzen auf der ganzen Welt.
00:21:15: Genau!
00:21:16: Und es ist aber ein sehr langer Abend, circa drei Stunden mit einer Pause oder eine Pause ne?
00:21:23: Warum sollten junge Menschen die eine Aufmerksamkeitspanne von TikTok haben also fünf Sekunden sich den Abend anschauen.
00:21:31: Gute Frage!
00:21:32: Also erst mal ist die Aktualität, das beruht ja eigentlich auf Heinrich der Vierte von Shakespeare, hört sich jetzt schon lange an wenn ich selber sage.
00:21:39: Heinrich Derviert ist ein toller Text aber nicht das beste Stück von Shakespeare und Eval Palmezhofer hat daraus eine ganz neue Version gemacht mit einer Sprache, die zwar so gebunden ist also auch im Reim teilweise oder im Rhythmus geschrieben ist wie bei Shakespeare Total modern ist und total direkt ist, und total lustig vor allen Dingen.
00:22:01: Ich finde das ist ja auch ein total... man denkt so, ah es ist hochpolitisch!
00:22:04: Und es geht um autokratischer Systeme und so.
00:22:08: Es ist vor allem auch ein lustiger Abend, der ins Herz geht, wo es eine große Liebesgeschichte gibt, wo's um Verrat geht, die schwierigen Verhältnisse zwischen Vater und Sohn geht.
00:22:22: Und um auf TikTok zurückzukommen.
00:22:25: Luise Vogt, die Regisseurin hat ja aus allen Mitteln gegriffen, die das Theater hergeben kann und das erinnert man sich auch fast an TikTok, finde ich durchs Video weil es wird einfach viel auch in Handicameras gesprochen und projiziert und wir haben eine Drohne, die fliegt und Sachen aufnimmt.
00:22:40: Das wird alles projiziert und ist in manchen Bildern wirklich so ein TikTok-Stream... Wenn man merkt, alles läuft gleichzeitig.
00:22:52: So ist das manchmal.
00:22:53: Dann wird er auch noch gesungen und es gibt Musik.
00:22:56: Franziska Machens singt ganz tolle Lieder die Friederike Bernhard geschrieben hat.
00:23:00: Die hat ihr eine ganz tole Musik gemacht.
00:23:03: Der Abend ist politisch aber vor allen Dingen ein wahnsinnig direkter Abendwurst.
00:23:10: wo man auch sofort versteht, worum es geht.
00:23:12: Und das ist so ein... Es ist so eindringlich und man muss nicht Angst haben dass man drei Stunden drin sitzt und es lang wird.
00:23:20: ich glaube am Ende wird's ein bisschen traurig weil wie es bei Shakespeare ist sterben alle.
00:23:25: So viel sei mal gespoilen.
00:23:26: Ich finde
00:23:26: schon, dass man auch mega mit den Figuren mitfiebert auch mit deiner Figur mit John.
00:23:30: also da geht nichts auf und ich würde dann liebst auf die Bühne und dich nur ganz noch im Abend sagen alles wird gut Du wirst richtig scheiße behandelt.
00:23:38: Ja,
00:23:39: aber ja genau... John tut mir eigentlich so leid weil ich glaube der ist eigentlich ganz glücklich im Leben.
00:23:45: Ja voll!
00:23:45: Aber manchmal also wenn du als drauf schaust von außen merkst du erst glücklich weil er irgendwie auch eine Naivität hat.
00:23:51: Aber manchmal kriegt er deswegen nicht mit dass Leute gemeins zu ihm sind
00:23:57: oder willst nicht mitkriegen.
00:23:58: Ich glaube es ist fast eher so ne Entscheidung der ist ja fast geschrieben bei Palmezofa wie so ein Heiliger, der durch die Welt rennt und sagt du haust mir eine rein.
00:24:06: Hier ist meine andere Backe.
00:24:07: Meine andere Bace kannst auch noch draufhauen oder Bacca vielleicht auch.
00:24:12: Also bei der Sprache, die da unten im Club herrscht auf jeden Fall auch die Bacce?
00:24:16: Ja
00:24:17: also würdest du auf jeden fall sagen dass junge Menschen sich das auch anschauen sollten?
00:24:22: Ja
00:24:22: auf jedenfall!
00:24:23: Das finde ich das Schöne momentan am Taliatheater.
00:24:27: Dass eigentlich alles was bei uns läuft dass man da so einen direkten Zugang zu hat.
00:24:34: Theater hat ja manchmal so eine Hemmschwelle und ich mochte, das Theater von Joachim Lux sehr gerne die letzten sechzehn Jahre.
00:24:39: aber manchmal hatte dieses schwarz-weiße Zeilenumbruch Theater nämlich... Das waren immer unsere Plakate, ne?
00:24:45: Das mitten im Titel dann der Zeinenumbrucht war.
00:24:49: Der hatte auch manchmal so was Eliteeres Und durch Sonja merken wir richtig doll, dass sich auch das Publikum ändert und dass mehr junge Leute kommen, dass vor allem die mehr junge Frauen kommen.
00:25:00: Das ist total interessant!
00:25:01: Und das hat ich glaube schon damit zu tun, dass diese Themen, die da auf der Bühne verhandelt werden, dass die einen direkteren Bezug zur Lebensrealität haben vielleicht?
00:25:10: Das ist eigentlich bei jedem Stück ob das jetzt Ponea in einer Gaustraße ist oder eben sagen Falz darf im großen Haus oder der kleinen Mehrjungfrau... Das macht auch Freude einfach und man kann halt voll Spaß haben.
00:25:23: Ich finde auch, dass es
00:25:24: sehr
00:25:25: viel mehr verschiedene Menschen einfach erreicht.
00:25:27: Und auch wenn wir im Publikum sitzen was für unterschiedliche Altesgruppen da sind und ich glaube...
00:25:32: Das merkt ihr auch?
00:25:33: Ja ja!
00:25:34: Also ich kenne den Vergleich nicht zu Joachim Lutz
00:25:37: aber Luca
00:25:37: halt.
00:25:38: und in anderen Städten geht man auch ins Theater und so und ich finde schon das man merkt wie durchmischt ist.
00:25:46: Und deshalb einfach auch Themen sind die alle Ansprechen.
00:25:50: Und das
00:25:50: ist Themen sind die Leute ansprechen?
00:25:52: Genau, und das ist irgendwie politische Themen aber es ist auch so ganz ... Alltagssachen oder so, die dann auf eine Art dann... Auf die Bühne gebracht werden, dass man jetzt nicht denkt, man guckt Leuten beim Alltag zu, ne?
00:26:04: Aber es ist
00:26:05: ja voll einfach mensch- also menschliche Themen!
00:26:08: Weil wir sind alles Menschen und wir erleben alle ... Auf die ein oder andere Weise dieselben Dinge in unterschiedlichen Norsierungen vielleicht und deswegen Finde ich das immer toll, wenn gezeigt wird, dass sind Menschen da auf der Bühne und die verhandeln menschliche Sachen.
00:26:22: Und deswegen geht es mich an!
00:26:25: Jetzt wollen wir noch mal auf Hard Times auch zu sprechen kommen.
00:26:29: Das ist ja relativ neu von Charles Dickens.
00:26:33: Eines der nicht so mega bekannten von Charles-Dickens.
00:26:37: Ich kann das vorher gar nicht.
00:26:38: Es gibt keine richtig gute deutsche Übersetzung
00:26:40: davon.
00:26:43: Mit was von der Übersetzung habt ihr gearbeitet?
00:26:44: Wir
00:26:45: hatten ja einen Autor Lucien Hauk und er hat die Fassung gemacht.
00:26:47: Und wir hatten es gibt so mehrere Übersetzungen, sie sind aber auch schon alt und das ist ja auch ein Fortsetzungs-Roman den er in Zeitung veröffentlicht hat.
00:26:55: Das ist nicht so ein literarisches Meisterwerk ums Vorsicht zu sagen
00:27:00: Aber ihr habt daraus etwas geschaffen Und zwar einmal kurz für die Leute, die das auch nicht kennen.
00:27:07: Es geht um die fiktive Stadt Coke Town, die vom Rauch dominiert wird und du spielst da den Mr.
00:27:14: Boundaby.
00:27:15: Das ist ein Industrieller der Besitzer von einer Fabrik Meerenfabriken und der Bank.
00:27:22: Und er liebt den Rauch und nimmt ihn sogar im Koffer mit auf die ländliche Residenz außerhalb der Stadt.
00:27:29: Und mit dem Stück wart ihr dann jetzt zuletzt auch dann auf Gastspiel im Ruhrgebiet, wo es da auch sehr gut hinpasst?
00:27:35: Wie war das Gastspieh für dich in der alten Heimat?
00:27:39: Toll!
00:27:39: Wir waren mal ein Rohrfest spielen.
00:27:41: Wir sollten eigentlich im Festbildhaus in Recklinghausen spielen.
00:27:42: Das wurde aber renoviert und wurde nicht fertig und haben wir in Marl gespielt.
00:27:47: Ach und wenn ich ins Rohrgebiet fahre, zum Gaspiel hat das ja immer zwei Komponenten.
00:27:51: Zum einen ist es ein Gaspel mit meinen Kolleginnen und Kollegen hier vom Talier und zum anderen vielleicht nach Hause und dann kommen immer ganz viele... Freunde und Familienmitglieder und so.
00:28:01: Das ist immer sehr schön!
00:28:03: Und ich habe schon beim Proben gedacht, das ist super dass wir direkt dann mit gleich ins Ruhrgebiet fahren weil also die Stadt die vom Rauch dominiert ist kann man natürlich auch das Rohrgebiet das von der Kohle und Stahl dominiert wurde und dadurch auch von
00:28:17: rauch bis heute.
00:28:18: ja
00:28:19: und das passt in mir und das ist eh das tolle anscheinendstickens dass diese Sachen, die der eighteenhundert irgendwas geschrieben hat.
00:28:25: Dass sie so eine universelle Gültigkeit haben, dass Figuren wie dieser neoliberale kapitalistische raffgierige unsoziale Bounderbie den ich da spiele.
00:28:36: Man muss gar nichts machen und man denkt sozusagen heutzutage an all die... muss man sagen meistens männlichen Männern dieser Männchenmänner.
00:28:46: An die männlichen Menschen in dieser Welt, die vielleicht viel Humbug anrichten!
00:28:51: Aber das jetzt bin ich weggekommen vom Ruhrgebiet.
00:28:54: Das war sehr schön.
00:28:54: und dass die Leute im Ruhr-Gebiet haben da nochmal so eine andere Direktheit zu gehabt, glaube ich weil glaub' ich ja wirklich Coke Town und Marl nicht soweit auseinander in den Coke Town in Hamburg.
00:29:05: Nein überhaupt
00:29:05: nicht!
00:29:06: Meine Eltern waren da?
00:29:07: Ja, weil... Die Wunder, obviously not noch so.
00:29:10: Und ich hatte das halt hier gesehen und hab dann eben mitgekriegt, dass ihr direkt auf Gas spiegelt und habt gesagt, ihr müsst euch für mal ne Karte kaufen.
00:29:17: und dann waren sie da und sie waren begeistert.
00:29:18: also Ja, die haben da auch nochmal einen ganz anderen Bezug noch mal zu.
00:29:22: Weil sie immer noch da sind.
00:29:23: Sie sind da ihr Leben lang aufgewachsen und nie weggegangen so.
00:29:27: Und also die waren begeistert.
00:29:28: Die meisten Leute, die ja jetzt im Ruhrgebiet wohnen, haben mit diesem direkten... Bergbau und Stahl gar nicht mehr so viel zu tun.
00:29:38: Aber das hat die Regionen so geprägt, dass das ja immer noch voll da ist.
00:29:43: Das hat sogar unsere Generationen noch.
00:29:45: Also nein, weil also ... Die letzte Kohle wurde gefahren, das war...
00:29:51: Ja ich glaube so die allerletzte Zeche und so.
00:29:53: aber die meisten haben dann schon so einen Achtzigern neunzigern zugemacht.
00:29:58: Groß geworden war eine Stahlhütte, bis in die Neunziger wurde abgebaut nach China transportiert.
00:30:04: Da ist jetzt noch so ein Museum und es gibt ja ganz viel diese Industriekultur und alles.
00:30:08: Das Schöne ist eben dass dieser Archetypen aus Dickens auf diesen Pragmatismus vom Ruhrgebiet wirklich geknallt sind, dass total funktioniert.
00:30:17: Wir haben auch so ein paar Lokalkolorit-Sachen eingebaut wie die Villa Hügel und die Emscher... Stimmt!
00:30:22: Das hat Mama und Papa erzählt.
00:30:24: Die waren so gab es bei euch auch Villa Hülgel?
00:30:25: Und die EMSHA ist so.
00:30:26: nein die gab's in Hamburg nicht.
00:30:28: Die Referenz hätte hier keiner verstanden.
00:30:30: Aber das Tolle in Hamburg ist weil man wird ja denken Die Stadt der Pfeffersäcke und so, eher der Kaufleute.
00:30:36: Und eben nicht der Malocher, dass das auch total funktioniert hier.
00:30:41: Es gibt ja von Dickens diese ... Das berühmte, wie heißt es die Geister-Dichriefverfilmung?
00:30:46: Die Weihnachtsgeschichte ist glaube ich einfach.
00:30:48: Diese Märchen sind ja auch ganz toll weil diese Figuren einso... Weil man sie sofort versteht!
00:30:53: Weil die trotz allmärchenhaften in der Vergangenheit so heutig sind.
00:30:58: Und das funktioniert auch ganz toll in Hamburg.
00:31:02: Das war eine Produktion, hatte ich selten wo.
00:31:04: Von der Leseprobe bis zu jetzt hatten wir durch die sechzehnte Vorstellung.
00:31:07: Es war alles schön!
00:31:10: Es war eine schöne Probenzeit, eine Superprämiere.
00:31:13: Die Vorstellungen laufen gut voll die Kritiken sind gut.
00:31:16: Wir sehen Schauspieler und hier viele Musiker können uns riechen.
00:31:20: wir verstehen uns alle super.
00:31:21: es war einfach eine
00:31:22: super.
00:31:23: Man merkt auch dass ihr Spaß habt.
00:31:24: also es ist ein bisschen so man guckt euch so beim Zirkus machen
00:31:29: zu.
00:31:29: Der Zirkuss spielt ja auch noch eine Rolle in der Große.
00:31:34: das ist ja auch was was sofort ins Herz geht gerade dieser nostalgisch.
00:31:39: Ja,
00:31:40: voll!
00:31:41: Und kurz du an einer Stelle wuchst du.
00:31:44: das ist so peinlich?
00:31:46: Ist das
00:31:47: von Trash TV?
00:31:48: Nein, ich hätte draufstellen
00:31:49: können.
00:31:52: Das ist
00:31:52: Charles Dickens, dass er wirklich sagt es ist so Peinlich.
00:31:57: Ich weiß nicht mehr genau, wie es bei Dickens steht.
00:31:59: Das Mr.
00:32:00: Bounder-B sich den Hut vom Kopf reißt und ruft das ist so peinlich!
00:32:04: Die aus dem Dschungel
00:32:07: kämpft die Schweizerin halt.
00:32:09: Jemand sagt er ist meist so peinnlich.
00:32:10: Heißt sie nicht sogar Arielle?
00:32:12: Dann schließt dich an der Kreisverlängerung vor.
00:32:17: Es gibt aber eine popkulturelle ganz am Anfang... Das ist nicht trashy wie das Loryo, wenn sie mich fragt.
00:32:29: Hat ihre Mutter ihnen denn nicht geholfen?
00:32:30: Dann sag ich meine Mutter!
00:32:32: Und das ist aus Udi Posi, falls ihr euch erinnert.
00:32:36: Aber mit dem
00:32:38: Dschungelcamp hast du es nicht.
00:32:40: Peinlich!
00:32:41: Nein gar nicht peinlich...
00:32:45: Und dann nochmal kurz um das abzuschließen.
00:32:47: Was magst du an dem Stück und der Inszenierung am meisten?
00:32:50: Hast du da irgendwie einen Moment, weil da passiert ja viel!
00:32:52: Ihr habt ganze Zeit viel Spaß.
00:32:54: Gibt's irgendwie ein so'n Ding, wo du sagst dass...
00:32:57: Ich liebe die Gruppenlieder sehr oder überhaupt die Musik.
00:32:59: Ich finde, die Band um Arne Bischoff und Anna Bauer hat die Musik gemacht.
00:33:03: Die ist einfach phänomenal!
00:33:05: Das sind solche Hits...
00:33:06: Du hast auch ein krasses Solo!
00:33:09: Weil du von Coa gesprochen hast.
00:33:11: Du hast ja eine Wahnsinnsstimme.
00:33:12: Es war so Spaß dir zuzuhören.
00:33:14: Auch
00:33:14: bei kleinen Mainboards.
00:33:15: Ja,
00:33:16: alles super.
00:33:17: Aber die Musik, ich fand das auch so... Hat die Stimmung noch mal irgendwie auf so einer ganz anderes
00:33:21: Level gebracht?
00:33:22: Wir haben in den Proben, weil die Band immer vormittas da und abends nicht.
00:33:25: Und dann haben wir uns morgens mitge- geprobt.
00:33:28: Es war meistens, dass man dachte, ah ist das toll!
00:33:30: Und dann abends mit einem Text gemacht haben und seh ich nicht geprobert weil man so ne Intas steht nicht und am nächsten Tag kam wieder die Musik dazu.
00:33:38: Die ist einfach quasi...die Musik ist wichtigste Mitspielerinnen auf der Bühne und sonst liebe ich unsere Szene.
00:33:45: am Ende gibt es eine Szene wo der Zirkus überfallen wird und wir eigentlich alle gar keinen Text mehr haben.
00:33:52: und das ist glaube ich also das finde ich ein sehr lustiges Szene weil man da einfach nur Quatsch machen kann
00:33:56: Sehr schön.
00:33:58: Dann kommen wir zu unserer nächsten Kategorie, das ist unsere letzte Kategorie.
00:34:02: Hamburgs heiße
00:34:03: Hocker?
00:34:03: Hamburgs heißt der Hockers.
00:34:05: Ha-Heho!
00:34:06: Ha-Hee-Ho, sehr guter Titel.
00:34:09: Das sind hier ein bisschen fieseren Fragen...
00:34:12: Oha!
00:34:13: Wir sind aber natürlich immer
00:34:15: noch nett und wir machen das auch nur, möchten wir ausdrücklich wieder betonen weil uns höhereInnen gesagt haben, wir sind zu nett und müssen mal ein bisschen Fieser sein.
00:34:23: Okay ich stelle mich auf das schlimmste ein
00:34:26: Ist nicht so schlimm.
00:34:30: Okay, bist du bereit Julian?
00:34:31: Ja!
00:34:33: Du hast die Frage quasi vorhin schon vielleicht ein bisschen angerissen aber durftest du nach dem Intendanzwechsel in deine Stammgadrobe behalten dürfen?
00:34:40: Ja.
00:34:41: Welche Nummer?
00:34:43: Möchtest du denn...
00:34:45: ...underteinundzwanzig?
00:34:46: Und wisst ihr was fies ist?
00:34:49: Das sind die Nichtrauchagadroben.
00:34:50: Früher dürfte man Rauchen in den Gatronen und jetzt werden die Rauchagardroben renoviert, aber meine ich
00:34:56: Bist du raucher?
00:34:57: Ich war mal ganz... Heavy Raucher, aber am threiztenten siebten zwei tausend vierzehn habe ich aufgeregt.
00:35:02: Wow!
00:35:02: Das ist schon zwölf Jahre.
00:35:04: Ja.
00:35:05: Krass, da muss bald gefeiert werden.
00:35:06: In
00:35:07: zwei Wochen oder in zwei Jahren?
00:35:09: Ein Grund zu feiern.
00:35:10: Wie fühlt es sich an der Außerwählte zu sein, der bei einem Intendanzwechsel nicht gehen muss?
00:35:17: Das war echt eine fiese Frage.
00:35:20: Ja das ist ein heikles Thema weil Also ich bin ja jetzt, wie ihr gesagt habt, siebzehn Jahre da und wenn man ein bisschen das deutsche Theater recht kennt oder der NV-Bühne Solo wieder so schön heißt ist es ja dass man nach fünfzehn Spielzeiten nicht mehr gekündigt werden kann.
00:35:38: Das heißt im Alltag sprecht diese Unkündbarkeit.
00:35:42: Ich kann kündigen... Aber das Theater kann mich nicht mehr kündigen.
00:35:47: Und ich habe ganz lange gedacht, oh Gott, das will ich nicht!
00:35:49: Das ist ja schrecklich.
00:35:50: Dann wird man so ein Faktotum da und hängt rum... ...und die Leute sagen sehr schön dass sie da sind aber eigentlich haben sie keinen Bock mehr auf einen.
00:35:58: Wir sind aber eine relativ große Gruppe von Unkündbaren.
00:36:00: Ich glaube wir wären sogar vierzehn gewesen... ...aber dann haben Padi und Kündbar waren das Theater auf andere zu anderen Bühnen hinverlassen?
00:36:09: Wir sind jetzt so elf oder zwölf glaube ich und das ist irgendwie ein besseres Gefühl als wenn man so alleine ist.
00:36:16: Und im Endeffekt merke ich jetzt gerade egal, weil ich gemerkt habe dass die neue Leitung die da kam lust hatte und mir tolle Rollen gegeben hat und ich dann vertrauen spüre und Interesse und es ist gegenseitig und deswegen denke ich gar nicht so viel darüber nach.
00:36:34: aber ich hab mal eine Zeit lang drüber nach gewichtes überhaupt machen in diesen Status zu kommen Und hab dann einfach weitergemacht und dann ist es passiert.
00:36:43: Ja, und du hast ja trotzdem immer die Möglichkeit wenn du irgendwann wieder sagen doch noch sagen solltest ne das macht jetzt doch nicht mehr kannst du von dir aus der trotzung
00:36:51: sagen oder dass man merkt okay ich bin hier nicht zusammen und so.
00:36:55: aber das ist gar nicht der Fall im Gegenteil.
00:36:59: aber es ich sag's nicht ich sage ganz offen das war eine scheißzeit als es alles entschieden wurde und ich finde auch bei aller liebe für meine neuen kollegen vermisse ich meinen alten sehr.
00:37:09: Das kann ich sehr verstehen.
00:37:10: Triffst du sie manchmal trotzdem noch?
00:37:12: Ja klar, mit vielen ist man ja nach sechzehn Jahren dann auch befreundet und viele sind ja auch in Hamburg geblieben und man hat Kontakt und viele arbeiten ja auch noch als Gast weiter oder in Produktionen die übernommen wurden in die neue Intendanz Und das Schöne ist dass da auch keinen.
00:37:28: Also es gibt ja auch so, die brechen dann so richtig auseinander.
00:37:31: Wenn dann klar ist, dass die Person kann bleiben und die Person muss gehen.
00:37:34: Die Person sollte gehen aber kann bleiben weil bebebe Gründe gibt's dann ja auch im deutschen Arbeitsrecht Gründe und so.
00:37:42: Und das war so toll, dass das gar nicht passiert ist und dass das auch jetzt keinen inzwischen menschlichen gar keine Rolle spielt.
00:37:51: Schön!
00:37:52: Das war auch die fieseste Frage.
00:37:54: Wir haben
00:37:54: aber noch eine in Hamburgs heißen Hocker Wann bist du mal nicht nett und freundlich?
00:38:00: Was ist der Moment,
00:38:02: wo Julian Greis
00:38:03: nicht mehr nett undfreundlich isst?
00:38:06: Ähm... wenn ich Hunger hab.
00:38:08: Hangreep!
00:38:09: Ja, das ist ganz schlimm oder noch schlimmer.
00:38:11: Ich habe Hunger Und dann habe ich unter Druck was im Restaurant bestellt weil es sollte schnell gehen und hören und dann kommt was und ich mag es nicht und mein Gegenüber Meistens mein Mann hat was, was ich total mag.
00:38:25: Dann bin ich oft schlecht geworden.
00:38:27: Das kann ich aber verstehen!
00:38:29: Wenn man dann
00:38:29: noch müde ist... Genau, müde dann noch und schwitzen heißt es.
00:38:33: Und das ist heiß und man schwitzt.
00:38:35: Reiz immer flutet hungrig
00:38:37: und müde.
00:38:39: Ja, ja, ich bin wirklich schlimm hangry.
00:38:42: Weil das ein valider Grund?
00:38:43: Ja, das sind sehr valide
00:38:44: Gründe.
00:38:44: Ich glaube so wenn zu viel Stress ist Und man denkt so, jetzt reicht's aber auch so.
00:38:51: Aber dann versuche ich... Also ich glaube meine Eltern haben mir mitgegeben das radikale Freundlichkeit und es haben die nie so gesagt.
00:39:02: Ich habe das immer mal für mich so definiert und ich finde das ist eigentlich ein gutes Liebskonzept.
00:39:07: Ist auf jeden Fall auch strong wenn man das durchziehen kann?
00:39:11: Ich hab das aus meinem Elternhaus auch gekriegt!
00:39:14: Manchmal ist das dann vielleicht auch passiv angezogen.
00:39:16: Ja ja genau Aber Kassiv-Aggressive
00:39:19: Freundlichkeit ist auch nur freundlich.
00:39:20: Oh, das kann Luca Caronino sehr gut!
00:39:22: Oh ja?
00:39:22: Kassif
00:39:23: Aggressiv-Freundlich sein...
00:39:24: Ja ich sage dann auch gerne so wenn jemand so am Telefon oder weiß er so unfreundlich war oder irgendwie in der Straßenbahn und sagt immer hinterher Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag!
00:39:36: Oh, da ist es gut!
00:39:37: Wenn Leute auf dem Fahrrad knapp überholen, ich fahre auch gerne Fahrrad aber ich jasche trotzdem Leute die so immer so gern geschehen.
00:39:45: Ja, bitte gerne!
00:39:46: Das sag ich aber auch.
00:39:46: Bitte gerne.
00:39:48: Aber manchmal kann ich das nicht und dann werde ich leider ein bisschen... Also nicht mehr passiv-aggressiv sondern aggressiv?
00:39:54: Na ja, du hast Hamuks heißen Hocker überstanden.
00:39:58: Okay, aber ich dachte jetzt, wer weiß was kommt.
00:40:01: Nein,
00:40:02: also du hast es geschafft.
00:40:04: Jetzt wird's nur noch seicht.
00:40:06: Hast Du Stückempfehlung für uns?
00:40:08: Wir möchten von jedem Gast der da ist in Stückentfehlungen haben
00:40:13: Für das Taliertheater oder für Hamburg?
00:40:16: Also sowohl für das Taliertheater, aber auch wenn du auf anderen Hamburger Bühnen was gesehen hast.
00:40:20: Ich mache mal kurz weil ich möchte viele Sachen sagen.
00:40:22: Im Talier müsst ihr sehen die kleine Mehringfrau Hartheims haben wir drüber gesprochen.
00:40:26: Sagen falls es abkommt im Dezember wieder.
00:40:28: dann mach ich kurz Eigenwärmung meinen Liederabend Ola Leinshaus und Nachtasyl der läuft ab September auch wieder.
00:40:35: dann finde ich wirklich einen tollen Abend am Talier Theater die Verwandlung von Burankubani in der Gaustraße.
00:40:43: Ich finde, in Lübeck läuft für meine Freundin Sonja die Verwandlung.
00:40:47: das ist ein ganz toller Abend schon eine Bearbeitung von Franz Kafkaes Die Verwandlungen, die sie aber aus der Sicht der Schwester erzählt und dass es wirklich mit... Das läuft da im Studio, hast du das Studio?
00:41:03: Genau Studio glaube ich, in der kleinsten Bühne Und mit viel Musik, die sollen ja auch geschrieben haben.
00:41:07: Das ist ein echt toller Abend und eine super Kafka-Bearbeitung!
00:41:11: Dann finde ich... Ich habe es selber noch nicht gesehen aber eine Aufstiegsgeschichte am Deutschtheater soll ja super sein und da freue ich mich das jetzt im September zu sehen.
00:41:19: Ja also keine Aufstiegsgeschichte können wir sagen.
00:41:21: Können wir empfehlen?
00:41:22: Können wirklich empfeheln.
00:41:24: Sehr gut.
00:41:25: Eigentlich gebe ich nicht so gerne Tipps wenn man's nicht gesehen hat, aber... Das
00:41:28: ist dann unser Tipp.
00:41:29: Unser Tipp mit an dich auch.
00:41:32: Selber im September schauen.
00:41:33: Sehr guter Abend.
00:41:35: Also und wenn du irgendwas Bundesland übergreifend... Bundeslandübergreifend?
00:41:40: Ich hatte leider so viel zu tun dieses Jahr, dass ich echt nicht viel sehen konnte.
00:41:44: Ich habe gehört das die Räuber in Bochensäu ganz toll.
00:41:47: Achso!
00:41:47: Und von Jette Steckl in München meistern Margarita Das sollte man sich angucken weil man in Münchin ist auf jeden Fall.
00:41:57: Sehr gut Dann hast Du jetzt noch dreißig Sekunden freie Sendezeit In denen du Alles erzählen kannst, was ich möchtest.
00:42:05: Joko und Klaas, wenn sie gegen ProSieben gehen.
00:42:07: Genau
00:42:07: nur nicht fünfzehn Minuten sind dann dreißig
00:42:09: Sekunden!
00:42:11: Ich finde es voll super dass ihr diesen Podcast macht weil ich finde das ist etwas mit was mich viel beschäftigt.
00:42:17: all die Welt ändert sich so und sie wird immer digitaler und KI isst verrückt.
00:42:23: und das Theater ist so wunderbar man sitzt in einem Raum und guckt dahin und ganz oft denken also auch in meinem engsten Umkreis sollte er Theater, da muss dann eine Flieger anziehen und sitzt dann da drin.
00:42:35: Und sicher das gibt es aber gerade in Hamburg!
00:42:38: Da sind alle Theater selbst die Staatsoper, die ja noch mal ein anderes Kulturverständnis hat.
00:42:46: Man kann da hingehen, man kann mit kurzer Hose hingehen... Es ist klimatisiert was jetzt bei den heißen Temperaturen am Wochenende immer gut war.
00:42:53: und wirklich von den kleinen Privattheatern bis zu der Riesenstaatsoper in Hamburg sind so viele tolle Sachen.
00:43:02: Und wenn ihr das schafft, mit dem Podcast Leute da reinzubringen die vielleicht manchmal gedacht haben ach das ist gar nix für mich.
00:43:10: Theaters eigentlich für jeder und jeden was.
00:43:13: deswegen finde ich es auch so toll dass man Steuergeldern unterspitzt wird Und man kann immer in jedes Theater auch mit guten Ermäßigungen reingehen.
00:43:20: Es gibt immer so was wie ein Theatertag, wo die Tickets nur fünfzig Prozent kosten und dann auch in der ersten Kategorie gut erwerbbar sind oder es gibt Ermäßigung für Schülerinnen und Studierende und Menschen mit sozial ausweisen.
00:43:33: Deswegen toll das ihr den Podcast macht und dass damit hoffentlich viele Leute ins Theater kommen.
00:43:38: Danke, dass du uns hier unterstützt und deine Begeisterung und deine Sicht für Theater auch hier weitergeben hast – und damit auch Menschen!
00:43:46: reinbekommst in die Seele.
00:43:48: Hoffentlich!
00:43:49: Ja,
00:43:49: dann danke für deine Zeit.
00:43:50: Danke für eure Zeit und für die Einladung.
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