#7 Bucket List: Theater, Arthaus, Prinz von Homburg...
Shownotes
Moin aus den Hamburger Kammerspielen! Hier haben wir den Schauspieler Max von Pufendorf getroffen, der neben ganz viel Film und Fernsehen aktuell in den Hamburger Kammerspielen in der deutschsprachigen Erstaufführung von "Le Vertige" (Vor dem Fall) auf der Bühne zu sehen ist (Serviceinfo: Große Empfehlung von uns; bis zum 13.06.2026 könnt ihr euch das Stück noch anschauen!). Wir haben mit ihm über seine Schauspielschulzeit an der HfS Ernst Busch gesprochen und wie sein Werdegang nach der Schauspielschule gewesen ist. Warum einer seiner Vorfahren in Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug" auftaucht, welche Dinge alles auf seiner Bucket List stehen und welches sein liebstes Brettspiel ist, erfahrt ihr in dieser Folge! Hört rein!
P.S. Im November kommt Max wieder nach Hamburg und zwar in die Komödie Winterhuder Fährhaus. Mit welchem Stück? Hört rein!
Max von Pufendorf **Vor dem Fall – Le Vertige > noch bis zum 13.06.2026 in den Hamburger Kammerspielen > GROSSE EMPFEHLUNG VON UNS! ** Der zerbrochene Krug (Thalia Theater) Samuel von Pufendorf > für die historischen Background Infos!
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00:00:01: Noch
00:00:02: dreißig Minuten
00:00:03: bis
00:00:03: zur Vorstellung.
00:00:05: Dreißig-Minuten-Drama,
00:00:07: Theater mit Anna und Luca.
00:00:10: Hallo!
00:00:11: Wir sind hier heute in den Kammerspielen Hamburg mit
00:00:14: Max Pufendorf.
00:00:16: Magst du dich einmal in drei Sätzen vorstellen?
00:00:20: Ich bin Schauspieler gerade fünfzig geworden und lebe in Berlin eigentlich und spiele das erste Mal jetzt hier in den Hamburger Kammerspiele.
00:00:30: Wir starten mit unserer ersten Kategorie.
00:00:33: Das waren vier, ja.
00:00:34: Aber da kann so ein Semikolon zwischen sein und dann ist es quasi der dritte Satz in zwei Teilen.
00:00:43: Das ist kein Problem!
00:00:45: Erste Frage, Ketchup oder Mayo?
00:01:01: Ketchup.
00:01:02: Wie würde dein Schiff bei einer Schifftaufe heißen?
00:01:07: Das letzte Buch was du gelesen hast?
00:01:10: Das letzte Buch das ich gelesen habe Troja später nach dem Tag von Gregor Sander
00:01:15: Was steht noch auf deiner Bucketliste?
00:01:18: Was ist eine Bucket Liste?
00:01:20: So ne Lebensliste was du noch tun und erleben möchtest.
00:01:25: Und am liebsten würde ich in einem sehr, sehr hochwertig tollen Art-Haus-Film mitspielen.
00:01:31: In einer sehr guten Inszenierung mitmachen.
00:01:33: Wobei?
00:01:33: Ich bin schon hier ganz... also das schöne Abend.
00:01:38: und als drittes möchte ich gerne einmal Musik machen und ich möchte eine Fremdsprache gelernt haben mindestens französisch.
00:01:46: viel los noch viel und viel reisen endlich wieder mal aber es kommt alles noch hat nur viel vor
00:01:53: Aber das ist ja gut.
00:01:54: Bist du auch als erst Fünfzig?
00:01:55: Eben, erst Fünftig genau so
00:01:56: ist es.
00:02:00: Also... Grat mal die Hälfte
00:02:02: deines Lebens.
00:02:02: weißt du also alles noch möglich.
00:02:06: Menschen werden immer
00:02:07: älter.
00:02:07: Es sein wir bringen uns alle gegenseitig um aber das ist was anderes.
00:02:11: Aber darüber brauchen wir nicht reden!
00:02:14: Was ist dein Lieblingsbrettspiel?
00:02:16: Da gibt es
00:02:16: eigentlich nur
00:02:17: eine richtige Antwort von dir.
00:02:18: Ich
00:02:19: habe leider wahnsinnig gerne Risiko
00:02:20: gespielt.
00:02:21: Risiko ist auch gut!
00:02:22: Wir hätten an Cluedo gedacht?
00:02:25: Ja,
00:02:27: ein kleiner Hint.
00:02:29: Ein Stück in dem ich mal mitgespielt habe.
00:02:32: Nach diesem Brettspiel wurde ein Film gemacht.
00:02:35: oder war erst der Film und dann das Brettspielen?
00:02:37: Nein, ich glaube er ist das Brettspiel.
00:02:40: Dann wurde ein film daraus gemacht, der war allerdings ein Flop... daraus wurde dabei ein sehr erfolgreiches Broadway-Theaterstück gemacht und wir waren dann die deutsche Erstaufführung.
00:02:50: In Berlin für die Komödie am Kurfürstendamm.
00:02:52: Haben wir richtig recherchiert, ne?
00:02:54: Ja!
00:02:54: Gut!
00:02:57: Du hast an der Ernst Busch in Berlin studiert.
00:02:59: Ja!
00:03:00: Magst
00:03:01: du uns kurz erzählen wie du zum Schauspiel gekommen bist und wie dein Vorsprechprozess
00:03:05: war?
00:03:07: Also ich war ein wahnsinnig schlechter Schüler.
00:03:10: Ich war immer versetzungsgefährdet Und ich habe man immer so ein bisschen durchgeschummelt, durch die Schuljahre.
00:03:17: Weil man immer sagte der ist gut für die Klassengemeinschaft was auch immer das hieß.
00:03:22: Ich fand es jetzt kein Kompliment Aber irgendwie merkte ich im Laufe der Schullaufbahn dass wenn ich da vorne irgendwas machte dann passierte da etwas.
00:03:34: also dann.
00:03:35: Dann konnte mir irgendetwas gelingen.
00:03:38: Hinzu kamen dann irgendwann als sich im Theater saß in der Schaubühne Und guckt der Hedda Gabler inszeniert von Andrea Breht und weiß nicht, ich glaube war so vierzehn oder so.
00:03:51: Auf einmal wurde ich Zeuge von einem wahnsinnig gelungenen Theatermoment nämlich das was ich bisher noch nie gesehen hatte auch in keinem Film gesehen hatte sondern dass es möglich ist, dass da eine Heda Gabler gerade vom Blitterwochen kommt und ich erfahre ihre Geschichte wie sie feststellt, die falsche Entscheidung gefällt zu haben, den falschen Manga erratet zu haben.
00:04:15: Dann kommt der Testmann, der sie über alles liebt auf die Bühne und dann kommt ihr alter Schulfreund, der auch in sie verliebt ist aber es ihr nicht sagen kann, Sie sich bei ihm aushäugt.
00:04:24: Es sind so verschiedene Figuren und so verschiedene Wahrheiten, die sich so widersprechen und trotzdem im einem Raum sind.
00:04:31: Diese Unvereinbarkeit in einem zu sehen war für mich gerade etwas Metaphysisches.
00:04:36: Ich dachte ich wow das ist große Kunst weil sowas würde ich auch gerne mal dabei sein.
00:04:42: Ich bin eigentlich vorgenommen, erst mal einen Auslandsjahr zu machen.
00:04:46: Und mich hat damals auch ein angehender Schauspielanwärter, mit dem ich zusammen eine Schausprüsseminar gemacht habe, überredet und sagt, mach doch deinen Auslandsjar kannst du ruhig machen dabei!
00:05:02: Ich hab' mich jetzt gerade bei denen ins Busch beworben, mach' du das doch auch!
00:05:05: Schaut dann nichts... Dann bin ich erst sehr entspannt da hingekommen, weil ich dachte in ihr armen Schweine, die ihr alle so aufgeregt seid.
00:05:14: Ich werde das nächstes Jahr auch machen.
00:05:17: Ich mache es jetzt nur als Generalprobe für mich und dann sagten sie auf einmal wir wollen dass hier die letzte Runde kommen und dann habe ich diese letzte runde dann auch... Also das war sehr sehr aufregend!
00:05:32: Vor der letzten Runde habe ich überall in allen Theaterbühnen eingengestanden und versucht Schauspieler anzusprechen um mir zu helfen, dass die mir ein bisschen mit den Rollenarbeiten helfen.
00:05:44: Die fanden es aber alles ein bisschen befremdlich das so eine fremder Junge da steht von dem was will und haben mich dann immer so ein bisschen abgewogen.
00:05:55: Ich hab dann irgendwann einen Freund meiner Eltern angerufen Peter Stolzenberg.
00:06:00: Ich mochte den eigentlich nicht damals.
00:06:03: Ich fand ihn immer so arrogant und der hatte mir über meine Eltern ausrichten lassen, ich kenne mich im Theater relativ gut aus wenn du da Hilfe brauchst.
00:06:11: Ich kann dir da tatsächlich was dazu
00:06:13: sagen.".
00:06:15: Und er hat eine kleine Butze irgendwo in Halensee und da bin ich dann hingefahren.
00:06:19: Ich rief ihn an und sagte ja wann ist es denn soweit?
00:06:21: Nächste Woche!
00:06:22: Oh!
00:06:23: Ja dann komm mal gleich.
00:06:25: Da bin ich gleich zu ihm hin.
00:06:26: und diese Arbeit die wir da in seiner kleinen Butze in Halensee hatten.
00:06:31: Wir haben dann an einer Rolle gearbeitet, dem Ferdinand.
00:06:34: Das war eine der schönsten Arbeiten die ich hatte.
00:06:36: Ich habe den nie gespielt also ich hab das nie vorgespielt.
00:06:39: Es waren genau die Rolle die sie nicht haben wollten von meinen drei Rollen die ich da anbohrt.
00:06:43: aber er sagte danach was zu mir... Also ne davor auf kurz vor dem Vorsprechen zu mir weißt du?
00:06:50: Ich habe jetzt eine Woche mit dir gearbeitet und ich will dir sagen ich würde dich nähen.
00:06:57: Jetzt habe ich ja das gesehen.
00:06:59: Ich kann nur sagen, die morgen sind auch in der Prüfung.
00:07:03: Auch die da unten sitzen sitzen in der prüfung ob sie das richtig sehen den richtigen oder die richtigen erkennen.
00:07:09: und vielleicht ist es ein kleiner kleine kleine Beruhigung für deine aufregung.
00:07:16: und ja dann kam ich dahin und dann war ich doch aufgeregt und irgendwie machte irgendwas klick und es funktionierte und ich war gleich.
00:07:29: Der mich übrigens überredet hatte war August Diel, mit dem ich dann zusammen in die Schaffbischöhe
00:07:32: kam.
00:07:33: Weißt du noch welche anderen Räume du vorgesprochen hast?
00:07:36: Ja das war der Romeo.
00:07:38: Das wurde mir auch nachher erzählt dass.
00:07:42: das war so der erste Moment wo alle schon gleich ein kleines Häkchen bei mir machten waren als ich voller Enthusiasmus mit offenen Armen auf den Bühnerrande und so ein naives Glück verkauppert habe klingt so ein bisschen blöd im Nachhinein, sich selbst zu beschreiben.
00:08:00: Aber jedenfalls haben wir das Schauspielstudenten gesagt, dass Schauspielehrer Professor angesagt hat, dass es für sie eine Auslöser war.
00:08:09: Was habe ich noch als zweites gemacht?
00:08:10: Genau den ... Wie heißt der in der Möwe oder in Onkel Vanja, der sich immer seiner Mutter abarbeitet?
00:08:20: Ich glaube, das
00:08:23: ist die Möwe.
00:08:24: Oder die Mutter, die auch Schauspielerin ist?
00:08:26: Genau, genau!
00:08:27: Wann?
00:08:28: Äh ne Wand, Onkelwand... Aber wie heißt der?
00:08:31: Wird gerade hier am deutschen Schauspiel ausgespielt?
00:08:36: Habe ich letztens
00:08:37: gesehen.
00:08:37: aber ja, der Sohn von dieser Schausspielerin.
00:08:38: Tesla oder sowas... Gott habe ich auch schon wieder vergessen.
00:08:41: Ja auf jeden Fall diese Figur war das.
00:08:43: und da hab' ich mich so ein bisschen abgearbeitet weil die damalige Schauspielozentin, die in der ersten Runde nicht genommen hat.
00:08:50: Hat mir einfach da als einzige Kritik gesagt und meinte so Ja, da sehe ich noch die Liebe zum Mutter nicht.
00:08:55: Und ich so wie spielt man denn die Liebe zu Mutter?
00:08:57: Wie spielt man sowas?
00:08:59: Also nicht dass ich meine eigene Mutter nicht liebe um Gottes Willen aber ich wusste nicht wie man das... ...wie man mit so einer Kritik umgeht, wie man es umsetzt.
00:09:07: Ich hatte ja überhaupt keinen Kontakt zu Schauspielen an.
00:09:10: Ich kam ja aus einer ganz bürgerlichen Familie, komm mal aus einer ganzen bürgernischen Familie.
00:09:14: Das war für mich auf einmal so ein unfassbares Geschenk da aufgenommen zu werden.
00:09:21: Ich weiß, das war einer der glücklichsten Tage meines Lebens als ich am nächsten Morgen aufwachte.
00:09:25: Ich hatte so eine Dachschräge über mir, guckte so raus und dachte mir wo bist du gerade wohl?
00:09:30: Du hast diesen Platz gewonnen!
00:09:34: Du hast ihn!
00:09:35: Ich werde dich nie vergessen.
00:09:36: diese Erleichterungen dieses Glück nicht fassen können dass man so eine Chance bekommt
00:09:42: Ja, dann vor allen Dingen auch in so einer ganz anderen Welt auf einmal steckt.
00:09:45: Wenn du gesagt hast, das war es da vorher gar nicht drin und auf einmal ist man so Teil davon
00:09:50: oder darf
00:09:51: Teil davon werden.
00:09:52: Das ist natürlich auch irgendwie was ganz Besonderes, irgendwie Magisches wenn man das Gefühl hat so oh wow jetzt bin ich Teil davon.
00:09:59: Absolut ja.
00:10:00: Ich
00:10:01: glaube es war auch ein bisschen dein Glück an dem oder
00:10:07: an den
00:10:08: Tagen.
00:10:08: Es waren wahrscheinlich mehrere Tage oder die verschiedenen Runden?
00:10:14: Nee, das waren nur einen Tag.
00:10:15: Ich weiß noch, dass Lars Eiliger an der Pause war.
00:10:18: Also ich wartete... Lars Eyliger war noch mit Andriy Schimanski saßen neben mir und die waren in der ersten Jahrgang Und die sagt mir die ganze Zeit Oh Gott!
00:10:26: Wie erzählt mir dann so über das Schauspielschedehntenleben?
00:10:30: Und ich dachte mir ganz halt so Hey, ich hab den Platz doch gar nicht, warum erzählte mir das alles?
00:10:36: Ich fand es ein bisschen befremdlich.
00:10:38: Und dann sagten sie, weißt du, was schlimmste ist Wenn du in das Loch fährst, sieh'n Sommerferien.
00:10:43: Hä?
00:10:44: Sind die denn schon in den Sommerferen gewesen?
00:10:45: Die haben nur erst einen... Aber neach!
00:10:48: Die meinen dann andere Ferien.
00:10:49: Also irgendwie war es für mich so ein bisschen komisch wie die so redeten und warum Sie das mir erzählten.
00:10:55: Das ist mir bis heute eigentlich eine Rätsel.
00:10:57: Aber gut, das war auf jeden Fall so eine Erinnerung, die ich habe, die beiden.
00:11:02: Ja,
00:11:02: da wären uns auch in Erinnerungen geblieben.
00:11:04: Ich wollte gerade sagen also die Änderungen hätte ich auch
00:11:06: aufbewahrt.
00:11:10: Was ich ehrlich sagen wollte, glaubst du es war dein
00:11:11: Glück dass du
00:11:12: quasi da hingegangen bist mit dem Gedanken
00:11:16: eigentlich will ich erst nächstes Jahr
00:11:18: kommen?
00:11:19: Dass du so ein bisschen freier
00:11:20: da einfach hingehen konntest.
00:11:21: Ja definitiv auf jeden Fall.
00:11:23: Kann ich nur jedem empfehlen sich nicht vorzunehmen das muss es sein sondern einfach immer denken ja komme ich heute nicht komme ich morgen.
00:11:35: Wenn ich auf die Bühne komm geht schon immer am Leben und Tod aber davor wird gut, wie gut.
00:11:41: Wenn es denn immer so leicht wäre.
00:11:44: Sehr schön!
00:11:45: Wie ging's dann für dich nach dem Studium
00:11:47: weiter?
00:11:48: Dann hatte ich wieder Glück und mein lieber alter Lehrer Peter Stolzenberg der würde für mich in einem dritten Studienjahr auf einmal wieder eine Rolle spielen weil ich wurde immer verkrampfter während der Schauspielschulzeit.
00:12:04: Ich merkte... ich wollte das alles so unfassbar richtig machen Und je mehr ich mich verglich mit den anderen, umso mehr war ich nicht bei mir.
00:12:17: Es gab da einen der öfters sich meine Studien ansaßen, das war dieser Freund Peter Stolzenberg.
00:12:23: Der war mal Intendantin Heidelberg und hat sehr erfolgreich viel im Hintergrund gearbeitet.
00:12:29: Hat zum Beispiel Tabori nach Deutschland damals geholt, nach Bremen ... viele gefördert.
00:12:36: Andrea Brede zum Beispiel, er hat uns Theater geholt damals in Heidelberg also wirklich ein großer Theatermann.
00:12:41: ich finde ihm gebürt da mehr Ehre als bisher zuteil wurde und er saß in diesen ersten Sehnschulien von mir und sagte hm also irgendwie verkrampfst du?
00:12:53: Und dann gab mir die Schauspielschule die Chance mir ihn als Studenten zu wünschen für ein Monolog.
00:13:07: Und das waren per Günd haben wir gearbeitet und das war auch wieder mal einer meiner schönsten Arbeiten, ich merkte dass sich auf der Bühne, also das war das dritte Studienjahr genau und ich wollte alles zeigen was ich gelernt hatte wie man einen Bruch spielt, wie man es laut nach vorne und ich hatte den Text gelernt, ich war alles natürlich alles wahnsinnig diszipliniert.
00:13:36: Wo war der?
00:13:36: Und auf einmal waren so Hände auf meinem Rücken.
00:13:39: Meinten sie, beruhigt dich!
00:13:40: Beruhigt sich ganz ruhig.
00:13:41: Ah, tief einatmen und wieder ausatmen.
00:13:46: Machen wir erstmal gar nichts.
00:13:48: Jetzt erzähle ich dir was über die Geschichte der Figur.
00:13:51: Ich erzähle dir mal bisschen was über den Hintergrund.
00:13:55: Dann werden wir so lange hier sitzen bis du irgendwann den Impuls hast.
00:14:00: das will ich jetzt mal ausprobieren.
00:14:01: Aber erst dann... Wir haben alle Zeit der Welt.
00:14:05: Drei Tage vorher können wir das durchstellen, es geht schnell.
00:14:09: Bis dahin füllen wir deine Figur mit deiner Fantasie und zwar deine von niemandem anderen nicht meine sondern ausschließlich deine.
00:14:18: Und diese Großzügigkeit die das hatte, die Geduld die das hat von ihnen Die werde ich ihm nie vergessen.
00:14:27: weil in dem Augenblick als ich dann spielte und ins Spielen kam und auf einmal der Körper wieder den eigenen Impulsen folgte und der eigenen Fantasie.
00:14:38: Das war eine Wiederentdeckung eines, eines... all das was die eigentlich die ganze Zeit mir erzählten, was sie von mir erwarten.
00:14:48: Und ich kam da nicht hin!
00:14:50: Auf einmal war ich da wieder und auf einmal sagten alle ja genau das haben wir gemeint.
00:14:57: Ich hab daraufhin diesen Pergynt gespielt und den Pergynd habe ich.
00:15:00: dann kam... ah das war alles ziemlich absurd.
00:15:04: Das war total absurd.
00:15:05: Erstmal rief mich, hatte ich einen Vorsprechen in Wiesbaden und dort ließ mich... Ich sage gar nicht den Namen, ich will kein böses Blut.
00:15:17: Im Falle damals war das so dass der Schauspieldirektor anrief und sagt er würde mich gerne für einen Vorsprechenden haben.
00:15:27: Es ging da auch um den Kostjair, jetzt fällt es mir ein.
00:15:29: Kostja!
00:15:29: Ja, Kostjar in der Möwe.
00:15:29: Ich war aber
00:15:32: Kolja und nicht Kostjer.
00:15:35: Sie gingen den Kosjair in der Mühe und das wollte er irgendwo in Zürich machen im Schauspielhaus glaube ich.
00:15:40: Und dafür möge ich doch bitte nach Wiesbaden kommen und hier vorsprechen.
00:15:45: Da kam ich da an und dann wurde mir von der Assistentin des Assistenten gesagt Der Herr gerade nicht da sei, er musste abreisen.
00:15:57: Aber es wird irgendein Regisseur kommen, der sitzt allerdings gerade in einer Generalprobe und kommt dann zwei Stunden später.
00:16:02: Und man sagt sich so wahnsinnig respektlos!
00:16:05: Ich meine das hätte man immer sagen können... ...und dann kam dieser Wahnsinnig gestresste Regisseure auch mit einer Ansage, hier mein... Wann geht mein Flieger?
00:16:14: Okay, dann war alldich malen.
00:16:15: Das war seine Ansage wo ich gedacht habe.
00:16:17: Irgendwas ist da in mir so ein Selbstschutz, der gesagt hat ne, jetzt erst recht.
00:16:22: Also jetzt weiß ich mir ganz richtig.
00:16:24: Jetzt weiß ich mehr umso mehr Zeit.
00:16:25: Bis ich aufgetreten bin, verging erst mal eine Minute und dann habe ich ganz ruhig gespielt.
00:16:30: Ganz sachte jeden Schritt und hab gedacht zu mir also du mein Freundchen wirst dein Flieger wenn ich spiele nicht mehr bekomme.
00:16:39: Und da hat er mich auch so abgewaltet was interessiert dich denn?
00:16:41: Was willst du ja machen?
00:16:42: Und ich sagte sofort zu ehrlich gesagt ging es in eine Rolle im Zürcher Schauspielhaus und jetzt nicht hier um Wiesbaden.
00:16:48: Deswegen wundert mich das ehrlich gesagt dass sie mich das fragen aber... Ich bin erst mal für alles offen, ich bin jetzt noch im dritten Studienjahr und dann kommen wir ja gucken.
00:16:56: Und dann hat... Dann rief wieder das Theater später an.
00:17:03: Ich wurde nach Hause auch ein bisschen sauer aber ich dachte hey was war das jetzt?
00:17:06: Merkwürdig!
00:17:07: Ja, eine Sächte riefte er mich an und sagte muss er mich selber mal sehen.
00:17:10: Ich hätte ja einen ganz guten Eindruck hinterlassen.
00:17:13: Wie jetzt muss ich nochmal kommen?
00:17:15: Ich ehrlich gesagt es kostet etwas irgendwie.
00:17:18: Also ich meine immerhin geht es um die Kostjahrrolle.
00:17:20: Also willst du jetzt kommen?
00:17:21: oder ein witzes Spiel?
00:17:22: Oder nicht?
00:17:24: Ja, will ich!
00:17:25: Okay, ich komme.
00:17:26: Will ich nochmal gekommen?
00:17:28: und wieder liest er mich.
00:17:29: Eineinhalb Stunden zwei Stunden warten später hat mir die Drabatogen, die ich später am Theater in Deutschland da drauf erzählt dass das tatsächlich so war, dass die da bewusst gewartet haben.
00:17:41: Ich habe gesagt ne den lassen wir jetzt auch warten Suche Spielchen, solche
00:17:45: Albernen.
00:17:46: Wow, Psycho-Spiele!
00:17:47: Albernenspielchen.
00:17:49: und dann habe ich da eben auch vorgespielt.
00:17:51: und dann hat er mir gesagt ja also weiß ich nicht kostet ja wird wahrscheinlich nix so okay.
00:17:55: aber er wollte mich halt nach Wiesbaden holen.
00:17:57: und dann hab' ich gesagt also ja mal gucken weiss ich nicht.
00:18:01: klar hatte ich mir jetzt echt gesagt offen ich will jetzt hier noch zu Ende studieren.
00:18:04: und dann rief der Intendant an und wollte einen Vertrag mit mir machen.
00:18:08: wenn man sich entschuldigt das ist ein Missverständnis.
00:18:10: Ich habe nie gesagt dass ich das mache.
00:18:13: Und dann hat der Schauspieldirektor mich kurz da später angeschrien.
00:18:17: Mein Mitbewohner damals hier schreibt irgendwie, so weißt du?
00:18:20: Dann schrie er und schrie!
00:18:22: Was ich mir dann erlauben würde dem Intendanten zu sagen... Ich hatte natürlich was, ich habe überhaupt nichts.
00:18:28: Ich bin einfach gesagt, wissen Sie was?
00:18:29: Lassen Sie mich einfach ruhen.
00:18:31: Absurd Albern.
00:18:32: Aber das waren alles so Spielchen von damals wie man damals geglaubt hat Leute unter Druck zu setzen um sie zu halten.
00:18:42: schon vor meinem Intendanten Vorsprechen neuen Fels kam und sich vorsprechen dies.
00:18:48: Und er pickte mich heraus und sagte, ich habe ein Stück für dich, das schreibe ich noch und du bist mein Hörzind!
00:18:55: Das wird uraufgeführt im Residenziater und ich will dass du dann mit mir ans deutsche Theater gehst.
00:19:01: Das war natürlich ein wahnsinns Geschenk.
00:19:04: also hatte ich gleich den Vertrag fürs Residenzieater für anderthalb Spielzeiten als auch Für die neue Intendanz für Bern Wilms, der erst mal nicht sofort dafür war.
00:19:18: Ich musste dann erstmal noch vorsprechen und nochmal mit ihm auch ein Gespräch führen.
00:19:21: aber Bernd Wilms hat dann ganz tolles auch noch eine andere Geschichte.
00:19:24: Hat mir dann irgendwann gesagt, willst du in mein Haus kommen?
00:19:27: Und das fand ich irgendwie mich sehr gefreut.
00:19:30: Von Ihnen dafür dass Du gerade erzählt hast, dass Du immer derjenige warst, der mitgeschliffen wurde.
00:19:36: Ist es ja ein beeindruckender Werdegang direkt danach?
00:19:43: Ja, das war toll.
00:19:45: Das war wirklich ein Geschenk.
00:19:49: Hans!
00:19:50: Hab ihn seelig.
00:19:51: Jetzt
00:19:53: hast du dann durchgängig eigentlich nach deinem Studium für Film und Fernsehen gedreht.
00:19:59: Du hast Theater gespielt.
00:20:01: Wofür schlägt dein Herz?
00:20:02: für Theater oder für Film- und Fernsehen?
00:20:05: Der Vorgang ist eigentlich der gleiche, also ich würde es gar nicht gegeneinander aufwiegen wollen.
00:20:09: Ich finde das hat alles Vor- und Nachteile.
00:20:14: Auf der Bühne ist natürlich wesentlich archarischer, er ist wesentlich mehr an dem Wurzel des Ursprungs zu Schauspiels dran.
00:20:21: aber auch das Film hat eine wunderschöne Geschenke in sich zum Beispiel wie man in Räume fallen darf.
00:20:33: Also im Theater muss man den Raum ja eigentlich mit erfinden.
00:20:35: Und dort ist der Raum ein wahnsinnig großartiger Kollege, der einen des Spiels erleichtert und das ist schon immer wieder irre weil man dadurch so noch mehr durchfließen kann.
00:20:51: Man muss weniger machen!
00:20:53: Das erlaubt natürlich ein wesentlich intimeres und unmittelbares Handeln und auch dass man den Take verhauen kann.
00:21:01: theoretisch Ist jetzt in heutigen Produktionsbedingungen oft eher Zeitdruck der Fall und nicht möglich, aber theoretisch.
00:21:08: Wenn man sich das irgendwie so im Kopf behält ist es schon ein Luxus des Drehens dass man theoretisch einen Fehler machen kann.
00:21:16: auf der Bühne kann man das auch Aber das wird auch meistens belohnt vom Publikum.
00:21:20: die finden das sehr toll.
00:21:21: nur Man selber muss dann erst mal wieder konzentriert In die Geschichte finden.
00:21:27: Ja klar ja.
00:21:28: Und gibt es irgendwas?
00:21:30: was du noch unbedingt machen möchtest.
00:21:32: Wir hatten es bei den Flotten V schon ganz kurz, aber du hast ja
00:21:34: auch
00:21:36: Lesungen gemacht und Hörbücher eingesprochen.
00:21:39: Irgendwie ein so großes Ding.
00:21:40: oder denkst du das würde ich gerne nochmal den Pferdinaren zum Beispiel spielen.
00:21:44: Christoph Walz hat mal diesen wunderschönen Satz gesagt wenn man den Romeo spielen kann ist man meistens zu alt dafür.
00:21:53: In der heutigen Zeit würde ich ja sagen, da wo wir so aufbrechen mit Genderrollen und jeder kann alles spielen.
00:21:58: Mann, Frau, Frau Mann!
00:22:00: Kein Geschlecht?
00:22:01: Da kannst du auch den Romeo spielen also... Ich weiß
00:22:04: nicht, lasst mich irgendwie auch den Löwen spielen.
00:22:06: Mir geht es immer noch so dass ich eigentlich vieles fühlte.
00:22:09: Wir waren sich gerne tatsächlich dem Prinz von Hamburg, weil ich wirklich gerne mal spiele.
00:22:14: Ja, friedlich von Hamburg Würde ich sehr, sehr gern spielen.
00:22:16: Auf Hof an dieser Stelle für alle die zuhören!
00:22:22: Max Pufenbock möchte gerne in Prinz von Hamburg spielen.
00:22:25: Das
00:22:28: wird jetzt ganz viele Menschen erreichen
00:22:31: mit
00:22:31: uns dabei und auch die Menschen, die Prinz Von Hamburg inszenieren bald.
00:22:33: Ganz klar.
00:22:35: Die hören nämlich alle unseren Podcasts.
00:22:38: Wir kommen zu unserer nächsten Kategorie.
00:22:42: Das sind die
00:22:43: unangenehmen Fragen.
00:22:45: Jetzt
00:22:45: wird es spannend!
00:22:47: Das sind einfach die Fragen, in denen wir nicht so nett sind wie wir sonst sind.
00:22:51: Wir
00:22:51: sind natürlich trotzdem immer noch nett, weil
00:22:53: so böse
00:22:53: können wir nicht sein.
00:22:55: Noch nicht.
00:22:57: Genau, wir schauen uns ja heute Abend auch vor dem Fall an... ...in den Hamburger Kammerspielen.
00:23:03: Bearbeitest du da heute Abend deine eigene Midlife Crisis?
00:23:13: Mit Life Crisis würde ich eher sagen, ist bei mir eher vielleicht eher in der beruflicher Natur.
00:23:21: Dass ich denke so wow!
00:23:23: Wo bin ich jetzt?
00:23:24: Also sich schon irgendwie mit mit fünfzig Solar Anfang sage was habe ich bisher erreicht und das will ich noch erreichen und da ist die Liste von dem man sich noch nicht erreicht hat echt lang.
00:23:33: Das gab dann manchmal Teile wo man sagt ok jetzt guck mal eine Realität ins Auge das ist schon nicht ganz einfach und das muss man auch machen weil habe ich mir ganz schön was vorgemacht auch zeitweilig, aber das muss man immer machen.
00:23:47: Das macht man nicht nur mit fünfzig.
00:23:48: Man muss sich permanent irgendwie die Realität stellen und es bringt ja auch nichts dann sich irgendwelchen Erwartungsdruck an sich selbst auch zu machen.
00:23:56: Aber was was ich total interessant für mich für diese Figur finde ist dass sie tatsächlich sehr weit weg von mir ist.
00:24:08: persönlich würde ich von mir sagen, kein Alphatier.
00:24:11: Ich bin nicht jemanden der in den Raum kommt und sagt Schaut auf diesen Mann!
00:24:15: Und ich sage wo es lang geht und du setz dich hin und du stehst auf und das erwarte ich von dir.
00:24:22: Das bin ich so gar nicht und deswegen war das für mich schon eine Überwindung und tolle Herausforderungen.
00:24:28: Ich dank da auch dem Martin Wölfer dafür dass er mir das Vertrauen dafür gegeben hat und vor allem auch den Kollegen die das alles wundervoll mitspielen, mit dem es wirklich wahngespaß macht zu spielen.
00:24:39: Mit allen Reihen.
00:24:41: Also würdest du auch eher sagen dass Rollen die dir als Person ferner sind herausfordernder für dich sind?
00:24:48: Als Rollen, die dir naher sind?
00:24:50: Auf jeden Fall!
00:24:52: Auf jeden fall... Aber das sind ja immer so die schönen.
00:24:55: ich habe ja bei Siegret Anderson gelernt diese wunderbaren, dieser wunderbaren Lehrerin.
00:25:01: Wann war das?
00:25:02: Ich hab' im Jahr zwei tausend siebzehn bin ich zu ihr gegangen und seitdem konsultiere ich sie regelmäßig und die hat in ihrem wunderbaren System, baut sie immer Brücken.
00:25:11: Versucht sie immer, Brücken zu bauen.
00:25:13: also wenn ich in einer Figur feststelle diese Figur hat bestimmte Eigenschaften, die so gar nicht mit meinem einhergehen dann brauche ich irgendwelche Brücken wie ich mir die baue.
00:25:23: Wie komme ich da hin das zu meinem zu machen?
00:25:27: Und es gibt da so wunderbare Wege die sich da einen ebnet und seitdem macht mir das richtig Spaß.
00:25:33: hoffe noch mal mehr.
00:25:34: ich glaube wirklich so als ich angefangen habe war ich wesentlich aufgeregter wenn wenn sowas war und hab dann auch oft gesagt sollte ich das spielen oder sollte ich lieber irgendwas?
00:25:50: aber diese panikattacken dass So ganz.
00:26:03: Menschlich natürlich so ein Imposter.
00:26:05: Ja, das ist ein Imposta-Ding.
00:26:07: Das ist eng mit dem Schauspielberuf.
00:26:08: Egal mit wem man redet glaube ich auch egal welches Alter wie lange schon im Beruf was schon alles gemacht.
00:26:13: Ich glaube das ist so ein Ding.
00:26:15: It's there.
00:26:17: Zweite heiße Hockerfrage Woher kommt das von in deinem Namen?
00:26:22: Bist du adelig?
00:26:23: Ja!
00:26:28: Unser bekanntester Puffendorfer Samuel Puffendorf.
00:26:31: Der hat im siebzehnten Jahrhundert gelebt und auf ihn sagen Historiker geht der Satz unter anderem, also es gibt mehrere Quellen aber er ist einer der Hauptquellen für den Satz die Würde des Menschen ist unantastbar.
00:26:45: Er war der erste Naturrechtsprofessor in der Welt und zwar in Heidelberg gab's einen Professorinstuhl für Naturrecht, den hat er als erstes bekleidet.
00:26:52: Es gibt auch so eine Büste.
00:26:55: von ihm kommt zum Beispiel im Kleinst, zerbrochen in Krug vor.
00:27:02: Damals war das noch Schullektüre im neunzehnten Jahrhundert.
00:27:05: Da musste jeder ein Buch von Pufendorf gelesen haben – das gehörte zu Schullektor.
00:27:12: und da sagt der Dorfrichter Adam so etwas wie hast du den Pufeldorf etwa nicht gelesen?
00:27:16: Es ist ein anderer Wort laut aber er kommt drin.
00:27:18: Wer wird meistens gestrichen weil die meisten das eben gar nicht wissen und es eben auch nicht dann relevant ist für die Szene.
00:27:26: Aber eigentlich schon relevant wenn man sich überlegt dass der ja doch sehr relevant war für die Zeit und fürs Verständnis.
00:27:35: Also Edgar Säger hat mir auch gesagt, sie haben es auch gestrichen als er in Basel gespielt hat.
00:27:38: aber wenn ich kommen sollte würde das für mich sagen.
00:27:41: Das kannst du jetzt mal dem Taliertheater sagen?
00:27:44: Die Spieleninzer brauchen einen Krug.
00:27:45: da ist mir nicht aufgefallen.
00:27:47: Aber gut!
00:27:47: Vielleicht habe ich's auch einfach nicht gehört... Da spielen Sie es gerade, aber vielleicht müssen wir extra nochmal an und achte drauf und dann schreibe ich danach eine böse E-Mail.
00:27:57: Warum wurde das
00:27:57: gestrichEN?!
00:27:59: Wir haben ja auch kurz gelesen und war doch dann ein Aufklärer zu der Zeit einfach.
00:28:09: Und ich meine, wenn man Kant heute immer noch in der Schule lernt und zitieren muss...
00:28:14: Der, der aus der großen Katastrophe des seistlichen Kriegs die ersten Schlüsse zog und war eine spannende Persönlichkeit.
00:28:22: Jedenfalls der hatte in Anführungsstrichen aus damaliger Sicht Nur Töchter, um den Namen weiterzutragen.
00:28:32: Und der Name wurde deswegen nicht weitergetragen.
00:28:35: Deswegen stammen wir von dem Buddha ab Aber wir sind die Letzten.
00:28:39: Insofern Sind dann der Neffe von Samuel ist dann nochmal geadelt worden Von Kaiser in Wien und daher haben wir den Adel Worauf ich mir... überhaupt nichts einbildet.
00:28:52: Das ist Sympathikur.
00:28:53: Ja, da
00:28:54: kommen wir auch schon direkt zu unserer nächsten Frage!
00:28:57: Siehst du dich selbst als privilegierte Person in der Branche des Schauspiels?
00:29:03: Ich sehe mich als Privatmensch privilegiert.
00:29:09: Als Schauspieler sehe ich mich nicht privilegierter.
00:29:12: Ich war es, als ich in der Schausprischule war, weil das war einfach ein wahnsinnig guter Ort Zu gutem Zeit, was mich sehr gut den Schauspielberuf beschreibt.
00:29:22: So richtigen Zeiten, wo ich die im Ort zu sein bin.
00:29:25: Die Hauptmiete.
00:29:26: Stimmt!
00:29:28: Und alles andere finde ich sehr individuell verschieden und würde ich niemals irgendeine allgemeinen Urteil fällen.
00:29:37: Jetzt haben wir natürlich auch noch weiter recherchiert mit unserer Lieblingsquelle Wikipedia.
00:29:42: Warum Theater und keine Politik?
00:29:44: Dein Vater hat ja... Politik gemacht oder war eine Politik aktiv.
00:29:48: Warum Theater und keine Politik?
00:29:50: Mein Vater war jetzt auch nicht ewig in der Politik, er hat Zweilegislaturperioden, war ja Staatssekretär im Berliner Senat damals noch zu Zeiten an die CDU.
00:30:00: Er war CDU, ist jetzt dann ausgetreten als die CDU noch Kulturaffin war und das wirklich auf ihre Fahne schrieb.
00:30:08: was mich wirklich erzürnt dass gerade die Berliner CDU eine Scheiße auf Kultur
00:30:13: geht.
00:30:14: Ja, grüße generaus an den lieben Weimar oder auch ein Mittefinger?
00:30:17: Ich meine jetzt speziell aber auf die Berliner Senat der in einer Art und Weise die berliner Kultur als Hauptmerkmal dieser Stadt einfach behandelt.
00:30:26: Also das finde ich ganz furchtbar.
00:30:31: Unsäglich was da alles am letzten Kulturpolitikern ihr Unwesen getrieben haben bzw.
00:30:36: eine Ignoranz.
00:30:37: auch der Berliner Der Wegner, der in keiner Kulturveranstaltung irgendwo zu sehen ist.
00:30:47: Lieber Tennis spielt.
00:30:49: Stimmt ja!
00:30:51: Ja jetzt sind wir fast schon am Ende und von jedem Menschen, der bei uns im Podcast zur Besuch ist würden wir gerne Stückempfehlungen haben wollen.
00:31:01: Hast du irgendwas in letzter Zeit gesehen?
00:31:04: Von irgendetwas gehört... Machst selber irgendwas, was du unseren Hörerinnen empfehlen möchtest.
00:31:12: Theaterarm, der jetzt gerade läuft...
00:31:14: Das muss auch nicht
00:31:15: hier
00:31:15: sein!
00:31:17: Also schon jetzt aber es muss nicht in Hamburg sein.
00:31:19: Es kann überall...
00:31:21: Ich will's mal generell sagen ich freue mich über jeden Schritt den das Theater wieder hinmacht zu erzählt.
00:31:29: Theater von Figuren wo Schauspieler wirklich Schauspieler sein können indem sie sich in Menschen verwandeln und deren Geschichten erzählen, dem Proesie- und Lyrik wieder eine Rolle spielt.
00:31:43: Und weniger politische Gesinnungen von Regie oder Dramaturgie in irgendeiner Form über die Rampe gebracht werden muss.
00:31:54: All das hat meinen vollsten Unterstützung und mein großes Zuschauerherz sofort gewonnen!
00:32:02: Dann hast du jetzt noch dreißig Sekunden Sendezeit, in denen du erzählen kannst was du möchtest.
00:32:11: Genau!
00:32:12: Dreißig
00:32:13: sekunden?
00:32:14: Okay
00:32:15: und die Wette gilt.
00:32:18: Ich komme wieder nach Hamburg wahrscheinlich also ziemlich sicher und zwar im November mit einem Geisterstück für die Komödie ins Fährhus Winterhudet, das kenne ich
00:32:27: noch gar
00:32:28: nicht.
00:32:28: Da fahre ich immer vorbei wenn ich zu meinem Autopäden fahr und ich dachte mir immer so oh cool was läuft da will ich mal rein.
00:32:33: Cool!
00:32:34: Ja dann sehen wir uns wieder.
00:32:35: Auf jeden Fall.
00:32:36: Ja freu' ich mich.
00:32:36: Wir werden
00:32:37: da sein.
00:32:37: Cool ja das ist ein geister Stück.
00:32:39: Wir haben das schon in Berlin gespielt und ich mag das Stück auch sehr.
00:32:44: es handelt von einer einen jungen Paar.
00:32:49: na jung das ist ja nicht mehr ich bin jetzt fünfzig haha.
00:32:55: Ein anderes Paar begrüßt im Haus und er kommt gerade von der Dienstreise zurück, sie ist ein bisschen ungehalten über ihn.
00:33:02: Und sie fühlt sich in diesem Haus unwohl und sagt ich bitte euch das sagt ihr in diesem Abend bleibt bitte.
00:33:08: Ich höre um zwei Uhr zwanzig immer übers Babyphone jemanden durch das Zimmer unseres Kindes laufen dass gerade irgendwie elf Monate ist.
00:33:17: Ich bitte euch bis zweieinzwanzig zu bleiben damit ich nicht wahnsinnig für mich selber für Wahnsinnig halte Und damit schließen die bis zu zweiundzwanzig.
00:33:26: Zu bleiben und darüber zu reden, glaubt ihr ein Geister oder nicht?
00:33:30: Das ist der Abend!
00:33:32: Und heute... das mir am heutigen Abend so wahnsinnig gut gefällt.
00:33:35: Darüber können wir aber vielleicht danach noch reden.
00:33:37: Vielleicht sehen wir uns dann auch kurz.
00:33:39: Ist dass ich das einen unheimlich schönen modernen Blick finde auf Freundschaftskonstellation.
00:33:46: Nämlich mit der Fragestellung wenn eine Stimme sagt, eine Stimme von dir wenig Wissen zu wer sie gehört.
00:33:52: Dieser Abend wird unser aller Leben verändern, denn einer von denen wird springen.
00:33:56: Auf einmal vier Freunde dabei zuzusehen wie sie ihre Dinge verhandeln unter der Prämisse wer hat denn nun die Leidenzuhalt?
00:34:04: Ich finde diese Frage sehr modern und ja deswegen kommt noch die letzten Vorstellungen noch bis zum thirteenth Juni.
00:34:15: Kommt alle rum!
00:34:16: Und wir sind sehr gespannt auf heute Abend, auf den Theaterabend Und bedanken uns bei dir, dass ihr heute mit dir reden konnten.
00:34:23: Ja
00:34:24: vielen Dank!
00:34:24: Dass ihr euch so wahnsinnig irre auch vorbereitet habt und tolle Fragen gestellt habt.
00:34:29: Vielen Dank.
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