#6 Vom Spielen, Flickflacks und Fantasie – und ein bisschen Udo Lindenberg

Shownotes

Hello again! Wir haben den Schauspieler Pascal Houdus getroffen, mit dem wir ganz viel übers Spielen gesprochen haben. Von Gastspielen in Peking und Neumünster über 140 (!) Vorstellungen von Tschick (was Anna im Übrigen NICHT gelesen hat; sie kann aber dafür das Nibelungenlied zitieren) in Hamburg am Thalia Theater bis hin zu Premierenfeiern im Hotel Atlantik mit Udo Lindenberg ist in dieser Folge alles dabei. Außerdem erfahrt ihr, warum euch Flickflacks im berühmten Hamlet-Monolog (Sein oder Nichtsein) auf jeden Fall die Rolle sichern. Warum Fantasie so etwas Wichtiges und Tolles ist und was wir von Kindern als Zuschauer:innen lernen können: Hört rein!

P.S. Wie man "spielen" richtig ausspricht, erfahrt ihr ebenfalls in dieser Folge.

Pascal Houdus

Pascals Stückempfehlungen: Glitsch > Münchner Kammerspiele Eurydike und Orpheus > Münchner Kammerspiele MARAT/SADE > Residenztheater München Die Möwe > Deutsches SchauSpielHaus Hamburg > RIESEN EMPFEHLUNG AUCH VON UNS!!! (Hier könnt ihr Pascal live und in Farbe spielen sehen)

Hier zum Buch, das Anna nicht gelesen hat: Tschick

Transkript anzeigen

00:00:01: Noch dreißig Minuten bis zur Vorstellung.

00:00:05: Dreißig-Minuten-Drama,

00:00:07: Theater

00:00:07: mit Anna und Luca.

00:00:10: Hallo!

00:00:11: Wir sind hier heute mit

00:00:13: Pascal Udyz.

00:00:15: Kannst du dich kurz in drei Sätzen vorstellen?

00:00:19: Ich bin von Beruf Schauspieler ich lebe mit zwei Kindern in Hamburg Und ich freue mich heute hier sitzen zu dürfen.

00:00:33: Sehr schön.

00:00:33: Wir freuen uns auch!

00:00:36: Dann kommt unsere erste Kategorie, die heißt die Flocken-Fünf.

00:00:40: Die

00:00:40: gibt's immer und wir starten mit der ersten Frage Nachtäule oder Frühaufstär?

00:00:47: Mittlerweile frühaufstärke.

00:00:49: wegen der Kinder?

00:00:50: Ja hat sich so etabliert finde ich auch ganz gut mittlerweile.

00:00:54: Was würdest du tun wenn du morgen im Lotto gewinnen würdest?

00:00:57: Boah das ist eine gute Frage.

00:01:02: Erst mal so weiterleben aus Schockzustand und dann wird mir vielleicht irgendwann was einfallen.

00:01:08: Ich hätte auch Bock auf Spenden, ich finde Spenden schon nicht schlecht für ein paar gute Sachen doch glaube so in die Richtung aber ich habe keine Ahnung wenn es denn wirklich so wäre.

00:01:16: Und Spenden hättest du da irgendwas im Kopf?

00:01:18: also Tierschutz oder?

00:01:20: Ich engage mich ja ganz gerne so um Klimaschutz das heißt in diese Richtung würde ich bestimmt etwas machen.

00:01:26: ja so und auch humanitäre Hilfe zu haben.

00:01:29: Welches Lebensmittel beschreibt dich am besten?

00:01:54: Ich erinnere mich gerade jetzt, wo wir so im Schauspielkontext sind an das Intendantenvorspiel was man als Neuzugängler eines Busch zumindest vorbereiten muss für den Abschlussjahrgang.

00:02:05: Und da kam unter anderem Ulrich Mattes irgendwann.

00:02:09: der meldte sich an weil er zugucken wollte beim Abschlussvorspiel und dann ging er weg.

00:02:13: ich dachte er geht weg und ich war mit einer Kollegin.

00:02:15: ich saß am Empfang Und ich war irgendwie Fan von ihm und dachte, er sei weg.

00:02:20: Dann habe ich diesen Zettel genommen mit seiner Unterschrift und gesagt, oh wie geil!

00:02:23: Riechmatik!

00:02:23: Wir haben dieses Ding geküsst und so rumpen an meinem Körper.

00:02:27: Ich wollte Quatsch machen... ...und dann guckte ich nach oben und dann stand der vor mir.

00:02:31: Und sah, wie ich mit seinem Unterschriftszimmer rum bin.

00:02:33: Da bin ich einfach nur auferstanden weggegangen.

00:02:36: Einfach nur weg und hab mich geflüchtet und hab da gewartet bis es vorbei ist.

00:02:42: Das war auf jeden Fall ein peinlicher Moment ja.

00:02:44: Hast du ihn danach nochmal wieder getroffen?

00:02:48: Nicht persönlich.

00:02:49: Ich hab ihn dann gemieden, erst mal.

00:02:56: Ja geil!

00:02:58: Aber ich habe das Gefühl, dass ist auch so was, was mir passieren könnte.

00:03:01: Also ja... Ich wollte irgendwie witzig vor der Kollegin sein, die da links neben mir saß und ich weiß nicht, was in dich gefahren ist.

00:03:11: Unangenehm.

00:03:12: Unangenehm aber auch witzig.

00:03:15: Ja, zumindest kann man später...

00:03:17: Ich spiele noch mal nach dem und dachte als alles vorbei.

00:03:19: jetzt ich muss von der Schule runter.

00:03:20: es ist einfach alles.

00:03:21: Das wird nichts mehr.

00:03:22: Es wird nix mehr.

00:03:23: nie will ich irgendwo irgendwie spielen.

00:03:25: Und jetzt schau dich an.

00:03:27: Jetzt darfst

00:03:28: du doch spielen!

00:03:30: Letzte von den Flottenfünff süßes oder salziges Popcorn?

00:03:33: Salzig.

00:03:35: Ach sie ist ja schon überstanden die Flottenschön.

00:03:39: Du hast

00:03:41: vorgesprochen an staatlichen Schulen

00:03:43: und

00:03:43: unsere Lieblingsquelle Wikipedia hat uns verraten, dass du in vier Städten vorgesprungen hast.

00:03:49: Und in drei auch sofort genommen wurdest aus einem München?

00:03:54: Ja, stimmt.

00:03:54: Genau München wurde ich nicht genommen.

00:03:57: an der Otte-Falkenberg war ich.

00:03:59: da musste man dann so anrufen und da waren dann so eine Nummer und dann habe ich Nummer acht und dann nein noch so.

00:04:04: das war so Absage damals zumindest.

00:04:06: Schön!

00:04:07: Nur auch bei irgendeinem Student der dafür eingeteilt war der dann so Nein gesagt hat.

00:04:12: Also meine Erinnerung ja auf fünfzehn Jahre oder sechzehn oder so.

00:04:16: Und in Stüblich ganz weil in Rostock glaube ich war ich in der Endrunde Da wusste ich gar nicht, ob ich genommen worden wäre.

00:04:25: Genau in Leipzig und dann am Ende hat die Busch noch angerufen gesagt... Ich könnte auch bei denen anfangen was mich sehr gefreut hat weil ich gerade in Berlin wohnte so zwei Jahre.

00:04:36: Dann hatte der Zivildienst gemacht und dann konnte ich in der Stadt bleiben was ich sehr toll fand und irgendwie fand die Schule auch gut fühlte sich am passendsten an.

00:04:46: Du hast ja nicht so weit weg von Leipzig.

00:04:48: Genau, genau!

00:04:49: Ja, Leipzig immer noch besuchen.

00:04:51: Obwohl Leip sich auch eine tolle Schule ist weil man da jetzt an einem tollen Atmosphäre diese Felix Mendelssen... Ja, voll.

00:04:56: Ich bin aus Leipwig hergezogen erst.

00:04:59: Ah, verstehe.

00:05:00: Und

00:05:01: ich habe mit einem Absolvent von der HMT hatte ich in der Zeit lang mal ein bisschen Monologarbeit gemacht und dann waren wir in den Räumlichkeiten.

00:05:09: Ja, das ist toll.

00:05:10: Weil die Musiker sind und so Proben und einfach schönes Gebäude.

00:05:12: Das ist eine gute Atmosphere.

00:05:14: Direkt gegenüber vom Schauspielhaus?

00:05:15: Ja, also das ist

00:05:17: wirklich schön.

00:05:18: Hätte ich mir auch wohlgefühlt glaube ich.

00:05:21: Berlin war immer eine gute

00:05:23: Option!

00:05:26: Weißt du noch was du vorgesprochen hast?

00:05:28: Kannst du dich noch erinnern?

00:05:29: Ich war da irgendwie in mehreren Runden, es gab so die genannte Topfrunde, da wurden dann nochmal Leute gesondert eingeladen... Also ich wurde nicht beim ersten Mal in der Finalrunde genommen sondern dann nochmal ein paar eingeladen.

00:05:41: Was habe ich vorgesprochen?

00:05:42: auf jeden Fall zerbrochene Crew in Ruhe recht,

00:05:46: dann

00:05:47: fette Männer im Rock kennt man glaube ich kaum mehr.

00:05:50: Da ist ein Typ der seine Familie auf isst ja so was ganz lockeres und da habe ich genauso Hähnchenknochen mir besorgt hab ich so halbes Hähne als ich noch Fleischars gegessen und dann so mitgebracht und vor mich hingelegt und dann getanzt hätte ich meine Familie gerade gegessen.

00:06:07: genau das war der eine Und ich sollte dann, glaube ich vor ... Nee, Karl-Mor habe ich noch gemacht.

00:06:13: Nicht Franz, sondern Karl Mor und irgendwas sollte ich dann nochmal vorbereiten.

00:06:18: Das hab' ich ja gerade vergessen.

00:06:19: Ich glaub den Ruprecht nochmal, irgendwann nochmal Aufgaben für gegeben.

00:06:23: Und ein Lied.

00:06:25: Warte mal was für einen Lied?

00:06:26: Einen Theaterlied das fällt mir vielleicht gleich an.

00:06:30: Weiß ich grad nicht.

00:06:31: Wenn's dir einfällt kannst du einfach anfangen zu singen.

00:06:32: Ja, fange einfach zu singe!

00:06:33: Ja, wir schießen jetzt einfach auf Lob.

00:06:35: Ja

00:06:35: genau egal wo wir grade sind.

00:06:37: Ja, vielleicht nicht.

00:06:38: Schauen wir mal!

00:06:39: Sonst machen wir Background Percussions oder so.

00:06:41: So

00:06:41: was?

00:06:42: Ich

00:06:42: schieße einfach

00:06:42: nur das.

00:06:43: Perfekt.

00:06:43: Wenn

00:06:43: es mein Gehirn kommt...

00:06:45: Aber mein Favorite ist auf jeden Fall das Hähnchen.

00:06:48: Das halbe Händel und dass man die Family auf isst.

00:06:52: Es war einfach ein gutes Setting erst mal.

00:06:55: Also gut zu wissen, dass da auch immer eine Möglichkeit ist.

00:06:58: Kennt nach den Notfallen.

00:07:00: Einmal nicht mehr weiter.

00:07:02: Einfach mal die Familie essen.

00:07:04: Bisschen snacken.

00:07:08: Du hast ja super viel gemacht, einfach.

00:07:10: Viel gespielt auch während deines Studiums

00:07:13: schon als Gast.

00:07:16: Richtig!

00:07:17: Wir haben uns hier sehr gut informiert und war es dann ja auch zehn Jahre fest im Ensemble von Teliertheater.

00:07:24: Das

00:07:24: ist aber länger?

00:07:26: Länger?

00:07:26: Zwei, dreizehn, vierzehnt Spielzeit bis vierundzwanzig.

00:07:30: Warte mal, zwölf... Ach dann war es doch weniger als ich dachte.

00:07:35: Warte Mal, zwöll?

00:07:35: Nee,

00:07:37: dreizehnviertzehn!

00:07:38: Ich habe zwölftreizend schon zwei Stücke da gemacht.

00:07:40: Schick und noch eins.

00:07:41: Das zähle ich immer so halb mit dazu aber dann sind zwölffdreizende bis ja vierzehnt.

00:07:46: Ist das noch mehr?

00:07:47: Ja, zwälf.

00:07:47: Wenn man das miterzuzählt ...

00:07:50: Ne, dann sogar dreizehnt oder?

00:07:52: Auf jeden Fall eine Weile.

00:07:54: Irgendwie sagen wir zwischen elf und dreizehen.

00:07:57: Okay, lang.

00:07:59: Ja.

00:08:00: Dann ich korrigiere, du hast ja auch elf bis

00:08:03: dreizehn Jahre

00:08:04: am Tellertheater immer sauber gespielt.

00:08:07: Hast Du eine Lieblingsinszenierung aus der Zeit oder eine Lieblingsrolle?

00:08:12: Also was total prägend war weil ich das noch als Student sogar gespielte habe, war Chick, also das Stück Chick, so den Roman Chick und dann die Rolle Mike Klingenberg.

00:08:21: Das war mein erstes Ding da und es hab' ich bis letztes Spielzeit noch gespielt, ich glaub' hundertvierzig Mal oder so... Das ist schon eins, was ich hervorheben würde.

00:08:29: Weil das eben so mein ganzes Teil meines Lebens geworden ist.

00:08:34: Wenn ich da irgendwie als frischer Studi das gemacht habe und dann als... Reifer, Kerniger.

00:08:40: Studentenvoter.

00:08:41: Das war süß und kernig.

00:08:45: Früher war ich süss und am Ende habe ich es kernig gespielt.

00:08:49: Nein, das war schon sehr bringe.

00:08:50: Ich habe nur zu dritt gespielt mit Christopher Rüppling, mit dem ich dann ganz viele Arbeiten gemacht habe.

00:08:54: Das hat mich schon sehr geprägt.

00:08:58: Es haben superviele junge Menschen gesehen, auch ein paar Mal auf der großen Bühne gespielt weil die Wartelisten waren so lang.

00:09:07: dass wir das dann so überall gespielt haben, habe ich auch ein Peking gespielt und in Neumünster.

00:09:12: Die beiden sind Peking-und Neumünster?

00:09:14: Neumönster mit dem Regio und Peking über Dubai hin.

00:09:18: Nicht mit dem Reisen!

00:09:21: Aber Czech ist ja auch der Schulromann

00:09:23: im Wesen

00:09:24: immer noch.

00:09:25: Ich war auch drin damals.

00:09:26: Ja, warst du drin in einer Gaus oder?

00:09:28: Weißt Du, wo es eigentlich gemacht wurde?

00:09:30: Aus der kleinen Runde auf die Gaustrasse?

00:09:33: Ich glaub, das hat... ich weiß gar nicht ob es in anderen Bundesländern auch so groß ist.

00:09:36: Aber hier hat

00:09:37: das jedes Kind verlesen.

00:09:38: Ja doch, eine Zeit lang wurde es an jedem Theater gemacht.

00:09:40: So eines der meistgespieltesten Dinge und überall lang.

00:09:42: Ich glaube nirgendwo so lange wie am Talier.

00:09:44: Das ist ein Rekord.

00:09:46: Hast du

00:09:46: auch chick gelesen oder?

00:09:49: Ja!

00:09:51: Nein.

00:09:54: Aber das ist jetzt wirklich Schande weil ich hab Germanistik studiert.

00:09:59: Ähm, ich könnte aber das nie belungen lieb zitieren.

00:10:01: Das ist die Bedeutung.

00:10:02: zum Beispiel, machen

00:10:14: wir.

00:10:16: Wow!

00:10:17: Das ist Alt-Deutsch?

00:10:19: Oder was ist das?

00:10:20: Mittelhochdeutsch.

00:10:22: Ja, Mittelhocheutsch,

00:10:24: ja.

00:10:24: Das habe ich gelernt.

00:10:27: Aber kein Schick gelösen...

00:10:29: War das jetzt irgendein Fersmaß eigentlich?

00:10:30: Ja, stimmt auch noch.

00:10:30: Weißt du noch welches?

00:10:34: Mittendrin ist auf jeden Fall eine Zäsur immer also das mittendrin und ich hoffe ich lüge jetzt nicht alle Germanistinnen die zuhören.

00:10:44: Sorry!

00:10:44: Ich bin schon ein bisschen länger raus aber ich meine du zählst da nicht.

00:10:48: Du sagst dazu nicht Jambus Torreos Dactylis und so was sondern du zählt nur die Hebungen Und das müsste im Nibelung liegt glaube ich fünf oder vier Hebungen ist in alten Mähren wundersviel gesellt.

00:11:01: Sogar Sexhebungen, Sexhebung!

00:11:03: Genau.

00:11:03: und dann zählt es quasi in Hebungen und mittendrin ist immer die Zäsur noch.

00:11:09: Ich habe so eine Schauspielschule, hatte ich so Diktion, da haben wir genau sowas auseinandergenommen, hab auch alles wieder vergessen weil's mir nicht richtig begegnet ist natürlich schon ein Shakespeare als Texten aber nie wirklich drauf geachtet oder so krass mit dieser Musikalität.

00:11:23: Ja also das ist schon spannend... Die Sache ist, ich glaube wenn man dazu sehr Fokus drauf hat.

00:11:30: Ist halt auch dann so... Hört man nicht mehr zu oder man versteht es auch nicht mehr?

00:11:34: Aber wenn das irgendwann ein Bewusstsein hat dafür... Genau

00:11:37: und dass du benutzen kann und damit spielen kannst, dann macht das schon Spaß!

00:11:41: Und es ist doch so spannend wie manche mittelhochdeutschen Begriffe sich so umgedeutet haben in der heutigen Zeit weil Aribait also damals in dieser Form hieß einfach alles schlechte.

00:11:52: Also siehst nicht Arbeit.

00:11:53: Du hast es nicht als Arbeit übersetzt.

00:11:55: Wir haben daraus Arbeit gemacht.

00:11:57: Irgendwann im Neu-Hochdeutschen,

00:11:58: aber alle Welt war ... Kommt von alles Schlechter?

00:12:00: Alles schlechter!

00:12:01: Okay... Ja.

00:12:03: Genau.

00:12:04: Deswegen sagen wir auch nicht, ich gehe arbeiten und ich gehe spielen.

00:12:07: Heute Abend spiele

00:12:08: ich.

00:12:08: Genau!

00:12:09: Kommt bestimmt von was Schönem.

00:12:11: Spielen.

00:12:11: Ja, spielen.

00:12:13: Spiels!

00:12:13: Ja,

00:12:13: von Spielen!

00:12:14: Von Spielen?

00:12:15: Ja, vom Norddeutsch.

00:12:16: Nee,

00:12:17: also du sprichst halt Esprä in der Mitteleuchteutsche nicht als SPÖ aus, sondern als ... SPÖ.

00:12:23: Und deswegen Jetzt wird es aber wild, ne?

00:12:27: Es gibt so eine Grenze

00:12:28: in Deutschland.

00:12:30: Ich weiß nicht mehr wie dir heißt!

00:12:31: Aber alles was drüber ist und da ist eben zum Beispiel NRW Norddeutschland gehört alles dazu... Die haben manche Lautveränderungen nicht mitgemacht im manchen Dialekten Und deswegen ist das manchmal noch so wie Mittelhochdeutschen Sp-sp-sp.

00:12:43: Ja, Spielen

00:12:44: Spielen Ja.

00:12:46: genau

00:12:46: So viel Könnte ich ja noch süß als Spielen, ich geh halt

00:12:49: an Spielen Aribate.

00:12:55: Das klingt doch schon krass.

00:12:56: Ja, klingt schon räudig.

00:12:58: Klingt einfach räuwig!

00:13:02: Weiß man schon Bescheid?

00:13:04: Wo waren wir vorher?

00:13:07: Lieblingsinszenierungen

00:13:09: und

00:13:09: Lieblungsrollen.

00:13:12: Ich hatte wirklich das Glück, dass ich fast alles super gern gespielt habe.

00:13:15: Es ist total krass gewesen.

00:13:16: Und ich hab auch ganz viele Stücke ganz lang gespielt.

00:13:18: Romeo und Julia, da hab' ich auch siebzig Mal gespielt oder Panikherz... auch mit Christopher Rüping, der auch Chick gemacht hat.

00:13:27: Das haben wir zusammen gesehen?

00:13:28: Ja ja,

00:13:29: an den letzten Vorstellungen.

00:13:30: Wir waren

00:13:31: in der letzten Vorstellung

00:13:32: und ich hatte

00:13:33: das auch

00:13:34: schon

00:13:35: zweimal gesehen.

00:13:37: Cool!

00:13:37: Das war auch eine besondere Arbeit.

00:13:39: Das war die erste, die ich mit Christopher auf der großen Bühne gemacht habe vor allem ganz in der Gaustrasse gemacht und dann auf der Großen.

00:13:46: Bei der Premiere war sogar Udo Lindenberg da war noch zwei Mal so geguckt und insgesamt drei mal sich das Stück angucken.

00:13:51: Es geht viel um ihn.

00:13:52: Da saß man an der Loge mit seinem Hut und der Hut bewegte sich.

00:13:55: Ich glaube, wenn er sich freute gegen den Hut rauf und runter.

00:13:57: Sonst wäre mir das Zeichen, dass ihm irgendwas gefällt.

00:14:00: Und dann waren wir zusammen nach der Premiere mit dem Benjamin von Stucker Barat im Auto und Udo im Hotel Atlantik.

00:14:06: Wollen wir ihn eingeladen?

00:14:07: Dann haben wir da unseren Premierenfeier gemacht.

00:14:09: Das war schon

00:14:10: sehr toll!

00:14:11: Und Udo ist wirklich ein sehr, sehr netter Mensch.

00:14:14: Genauso noch mehr als ein Klischee.

00:14:17: Krass, genauso wie ich mir vorstelle.

00:14:18: Und er ist wirklich so.

00:14:20: Es liefen auch zwei, drei Doppelgänger rum, das war auch skurril die dann ein bisschen die Touris abfangen, die dann so Fotos machen können mit ihm, die denken... Was ist das denn?

00:14:25: Ich hoffe, ich habe ihn mit dem Wirklichen den Abend verbracht oder... Lerwein!

00:14:29: Ich glaube schon.

00:14:35: Benjamin von Stuckard Bayer ist ja auch

00:14:37: krasser.

00:14:37: Ist auch ein spezieller Typ, auf jeden Fall hat eine krasse Energie.

00:14:40: Ja voll und er und Udo sind ja auch

00:14:43: Besties.

00:14:44: Er

00:14:44: kann noch jetzt ein neues Buch aus Udo Fröhliche.

00:14:46: Stimmt, stimmt habe ich noch nicht gelesen.

00:14:48: Nee ich auch nicht aber...

00:14:50: Der hat ihn richtig gerettet Udo ne?

00:14:52: Also dem Roman zufolge jedenfalls.

00:14:55: Voll,

00:14:55: voll!

00:14:57: Was hab' ich ... Panik hats hab' Ich nicht gelesen, aber ich hab

00:15:01: solo Album.

00:15:03: Da war nämlich Udo auch schon mega präsent.

00:15:06: Er hat ihn begleitet von klein auf und zwischendurch hat er ihn ja auch gehasst und sich an ihm abgearbeitet.

00:15:11: Ja, und ihn auch verleumdet.

00:15:14: Wer hat das gemacht in der Bibel?

00:15:16: Da wo der Hahn dreimal kräht dann hast du mich verleugnet... Das sagt doch Jesus zu

00:15:22: Petrus?!

00:15:24: Ich glaub

00:15:24: Petrus!

00:15:26: Zu Petrus?

00:15:27: Nein.

00:15:29: Der am

00:15:29: Ende im Himmel

00:15:30: den Schlüssel und das Buch gekriegt hat oder so.

00:15:31: Guck

00:15:32: mal, du kennst dich aus.

00:15:33: ja, kenne ich mich auch viel zu wenig.

00:15:34: Ich gebe manchmal Stücke wo es dann so Thema ist und dann befasse ich mich kurz damit und da ist dann wieder weg.

00:15:39: aber es eigentlich gut Ja cool.

00:15:42: Gut dass wir

00:15:43: das sein.

00:15:43: Auf jeden Fall hatte genau.

00:15:44: Das passt auch so ein bisschen.

00:15:45: Udo war auch wie eine Gottfigur in der Zeit.

00:15:49: Und ihr baut ein Tier genau.

00:15:51: Ich bin ja nicht die Jesusfigur oder so, ich weiß es nicht

00:15:53: genau.

00:15:54: Jetzt frage wer ist der heilige Geist in dieser?

00:15:56: Oh, weiß ich auch nicht!

00:15:57: Die Inszenierung vielleicht.

00:15:58: Jaa... Sie sind überall geschwebt.

00:16:00: Oder das Theater.

00:16:04: Udo kommt von der Decke untergeschwäbt.

00:16:07: Der ist doch jetzt irgendwie wieder präsentiert.

00:16:09: Der

00:16:09: kommt ganz doll zurück gerade.

00:16:10: Der läuft auf ganz viel im Radio.

00:16:14: Ja, also Udo ist... aber ich meinte auch schon zu meiner Mutter neulich.

00:16:18: Ich glaube er war nie weg!

00:16:23: Er hat doch auch hier mit

00:16:25: Apache.

00:16:26: Aber davor war er ja auch nie weg, er war dann nur wieder

00:16:29: doller da.

00:16:29: aber du

00:16:30: linden merkst es immer da

00:16:31: ist immer da.

00:16:31: irgendwie und ich glaube ich kannte ihn voll wirklich nicht so richtig habe mich dann im zuge so ein bisschen beschäftigt mit ihm das aus über zehn jahre her.

00:16:37: aber da fand ich auch echt einige super tollen berühren was ich gar nicht so gedacht hätte aber total tolle texte und oft wieder mit der sprache umgegangen ist.

00:16:45: und was er so sagt ist irgendwie ein guter typ

00:16:49: Ist ja auch Künstler noch, ne?

00:16:51: Der hat ja auch

00:16:51: ... Ja er zeichnet.

00:16:54: Also der macht viel.

00:16:56: Er macht viel, umtriebig!

00:16:58: Aber zurück zu dir... Worauf hättest du denn noch Lust?

00:17:02: also hast du irgendwelche Rollen oder Inszenierungen oder irgendwas wo du dir denkst so wenn ich mir das aussuchen könnte da hätte ich richtig Bock drauf.

00:17:09: Das kann ich gar nicht so konkret sagen Weil auch eine Rolle, die erst mal toll klingt wie Hamlet kann dann in der Arbeit oder so irgendwie was anderes werden und eine Rolle die erstmal ein Anführungsrichtigen klein klingen kann dann total erfüllend sein.

00:17:25: Also ich habe es viel erlebt zumindest dass Rollen gleichberechtigt behandelt werden.

00:17:29: deswegen kann ich das gar nicht so genau sagen.

00:17:32: Ich durfte schon so viele verschiedene Spiele und freue mich über jede weitere Handschrift die ich kennenlerne von Regisseurin.

00:17:41: Ich bin jetzt mehr frei und dann fange ich an, so ein bisschen mehr zu drehen oder probiere es zumindest.

00:17:46: Und das finde ich auch schon gleiche Genreschauspiele aber für eine andere Sportart ist echt krass!

00:17:52: Das finde ich gerade nach Herausforderungen und spannend noch zu entdecken wie das eigentlich funktioniert.

00:17:57: So ein anderes Spiel irgendwie vor der Kamera muss ich noch weiter verstehen.

00:18:03: hoffe dass ich Chancen kriege doch

00:18:08: Ist ja toll, du darfst noch weiter lernen.

00:18:11: Also guck mal!

00:18:12: Sehr gut dass man nicht so sagt ich kann jetzt alles und das kenne ich?

00:18:15: Ja, probiere ich zumindest jetzt gerade noch.

00:18:18: Vielleicht habe ich irgendwann nicht mehr die Kraft dafür.

00:18:19: Ich kann meinen Stiefel spielen, ich kann einige Dinge machen.

00:18:22: Das ist

00:18:22: auch okay wenn man das irgendwann dann macht mit ü-sechzig.

00:18:27: Aber selbst dann würde ich gerne... Es ist ein großes Vorhaben von mir, dass sich da probiere wirklich offen zu bleiben.

00:18:34: es wird bestimmt nicht immer klappen Ja, rumspielen.

00:18:39: Spielen

00:18:40: kann und ausprobieren.

00:18:43: Auch wenn man älter ist mit jungen Regisseuren, dass ich da probiere, das zu verstehen oder umzusetzen ...

00:18:49: Voll eine Offenheit behalten.

00:18:51: Sonst wird man so engstirnig und ein Miese-Peter irgendwie.

00:18:56: Das war schon immer so?

00:18:57: Das haben wir immer gemacht!

00:18:58: Und lässt sich nicht mehr überraschen.

00:19:00: Es ist

00:19:01: schön, wenn man sich das Kind bis zum Ende behält.

00:19:04: Aber

00:19:04: das ist eigentlich das Schöne, dass man in dem Beruh quasi immer was dazu lernen kann.

00:19:08: Dass es nie aufhört.

00:19:10: Richtig, wirklich komplett verschiedene Welten die man eintaucht und so...

00:19:13: So?

00:19:14: Ich weiß was die nächste Frage ist auch wenn das iPad aus ist.

00:19:18: Du hast viele oder das was wir jetzt so gesehen haben die Inszenierung wo du mitgespielt hast, dass du auch viel körperliche Rollen hast und sehr viel über Körperlichkeit machst und es ist wahnsinnig spannend und macht soviel Spaß dir zuzuschauen.

00:19:31: Entwickelst du das aus dir heraus, im Sinne von du bietest das an und du machst es.

00:19:35: Weil das ein Ding ist was dir mega Spaß macht.

00:19:37: oder ist das etwas was... Oder ist es den Rollen vorgegeben?

00:19:42: Oder hast du Spaß körperlich an Rollen ranzugehen?

00:19:47: Ja auf jeden Fall ja.

00:19:48: das liebe ich auch am Theater diese physisches Arbeiten der Körper, der da so auf der Bühne steht und Sachen machen kann.

00:19:56: Und darf.

00:19:56: es gibt Stücke wo ich natürlich Regisseur das wissen dass sich das irgendwie einigermaßen kann wie Christopher Rüping oder so.

00:20:04: vielleicht plant dann auch schon länger nicht mit ihm gearbeitet.

00:20:07: aber genau er beweist dann schon ungefähr das könnte.

00:20:10: da könnte ein Flickflag sein.

00:20:12: Kann

00:20:12: doch Flick flack!

00:20:13: Kann ich noch ja?

00:20:14: Echt?

00:20:14: Kann ich immer noch.

00:20:15: Ach du Scheiße.

00:20:16: Ja das ist... Wir

00:20:17: müssen uns glaube ich aneignen.

00:20:20: Ich kann doch gerne ein.

00:20:22: Weil ich mach ihn sonst nirgends wo ich denke, da mache ich ihn auf der Bühne halt noch manchmal und ich bin gespannt wie lang das noch so geht.

00:20:27: Ja genau!

00:20:30: Da ist die Grenze dann.

00:20:32: Und da gibt es manche Regisseure mit denen ich das erste Mal arbeite, wenn's passt probiere ich das irgendwie anzubieten.

00:20:39: Manchmal gehts ja auch gar nicht weil passt das nicht.

00:20:41: aber ich bin schon eher über den Körper würde ich sagen dass mein Körper das erst checkt.

00:20:48: Das Gedanke formt sich eher nachdem der Körper das verstanden hat.

00:20:56: Zum Teil theoretisch am Tisch sitzen, aber ich begreife dann mehr wenn ich auf der Bühne bin und der Körper durchlebt.

00:21:03: Und manchmal einen extremen Hausführung wie Tanz oder Slapstick.

00:21:10: Krass, ich bin immer noch beim Flickflack.

00:21:13: Also gedanklich, wenn die immer

00:21:14: noch so... Wow!

00:21:18: Das ist ja aber Leistungstourner als Jugendlicher oder Kind, so schräg-strich Kunsttourner und da hab' ich's einfach früh gelernt und das ist ein

00:21:25: DNA

00:21:26: drin?

00:21:27: Ja voll.

00:21:28: Ich habe das nie gemacht als Kind also ich war auch nie ein Kind was so Ratschlag und so gemacht hat.

00:21:36: Wenn du dann größer wirst Die kommen die Hemmung dazu und dann ist natürlich auch so, du bist einfach weiter weg vom Boden.

00:21:43: Deine Knochen sind nicht mehr so elastisch?

00:21:45: Hey der Kopf, man denkt sowas könnte alles passieren, das haste natürlich als jungler.

00:21:48: Mach's

00:21:49: halt einfach!

00:21:50: Und wenn es einmal drin ist und da muss man ein bisschen frisch halten... Dann bleibt das da, bin ich ganz froh darüber, dass ich das früh gelernt habe.

00:21:56: Und dann so ein Beruf habe, wo ich das dann so machen kann und verbinden kann.

00:21:59: Weil ich hab super viel Sport noch mein Leben lang, aber dann mich auch nie für eins entscheiden können, weil ich es auch irgendwann langweilig fand.

00:22:05: Das heißt dann irgendwann dachte ich jetzt ist... Wenn die Gespräche nur noch ums Sport gehen oder was isst man?

00:22:09: Welchen Drink drinkt man?

00:22:11: Das war mir dann zu langweillig.

00:22:12: Da kam ich irgendwie auf Theater nach, krass!

00:22:14: Das ist ja genau, weil Ich auch gern Lars und so oder irgendwann angefangen gerne zu lesen.

00:22:17: Das ist genau die Mischung zwischen Kopfarbeit und Körperarbeit.

00:22:21: Ja voll, kann man beides miteinander verwenden.

00:22:24: Und

00:22:24: wie gesagt du bist nicht so stuck in immer dem gleichen sondern es ist immer anders.

00:22:29: Du musst nicht dann fünfmal den Sportverein wechseln weil...

00:22:32: Genau!

00:22:32: Du kannst einfach

00:22:33: mehr auf Leichtathletik hast, sondern das

00:22:34: ist so

00:22:36: einfach automatisch

00:22:36: gegeben.

00:22:37: Ja genau, da werden verschiedene Körperlichkeiten vorgegeben oder verschiedene Choreograph mit denen man arbeitet Was ich sehr schön finde, vermischt sich immer mehr.

00:22:45: So Tanz und Performance und Schauspiel ist nicht nur noch klassisch stehen und reden, auch schon länger nicht mehr.

00:22:53: Und Skills sind immer gut!

00:22:54: Wohl uns auch schon gesagt.

00:22:56: Wenn wir einen Skill haben, dann sollen wir den aufschreiben.

00:22:59: Es kommt

00:22:59: immer super Mittelhochdeutsch.

00:23:01: Mittelhoch-Deutsch?

00:23:03: Spielen!

00:23:06: Wir lernen jetzt auch ein Flickflack an.

00:23:09: Wir machen das... Irgendwie.

00:23:10: Wenn ich da

00:23:11: Querftnitz geleben

00:23:13: bin, Grüße gehen raus!

00:23:15: Aber vielleicht ist es auch immer spannend zu sehen dass man's probiert oder so weil einfach nur ein Skill zeigen, weil man ihn kann und kann auch ein bisschen unangenehm sein.

00:23:21: Warum macht er jetzt einen Flickflick?

00:23:22: Achso, weil das gar keinen Sinn macht.

00:23:24: Er wollte einfach sein

00:23:27: oder nicht sein.

00:23:30: Cool aber warum?

00:23:33: Aber wenn du es dann gut erklärst...

00:23:35: Ja ja stimmt.

00:23:39: Dann Den Handstand überschlag, um wieder auf die Ausgangsposition zu kommen.

00:23:42: Seien oder nicht?

00:23:43: Das kann man noch ein toller Metapher sein!

00:23:46: Ja

00:23:46: und also seien oder Nichtsein das ist ja auch.

00:23:49: Also seien kommt zweimal vor und kommst wieder zurück zum Sein und dann...

00:23:54: Genau!

00:23:55: Megadamisch an der Szene.

00:23:57: Cool.

00:23:57: Also einfach alle einen Flickflag lernen.

00:23:59: Dann

00:24:01: ist

00:24:03: der Hamlet safe.

00:24:05: Du hast eben schon erwähnt am Anfang, dass du zwei Kinder hast und du lebst in Hamburg mit deinen Kindern.

00:24:12: Wie lässt sich das denn mit dem Schauspiel vereinbaren?

00:24:14: Weil der Schauspiel ist ja nicht der nine to five Job wo du morgens ausm Haus gehst und nachmittags zurückkommst sondern...

00:24:22: Ja es ist krass!

00:24:24: Also das erste Kind kam während Corona.

00:24:26: da war eher alles dicht.

00:24:27: Das war ganz für uns ganz angenehm weil man so einfach Zeit hatte mit dem Kind planen musste und dann kam so langsam das Theater wieder dazu oder Drehs und so.

00:24:36: Und dann fing es an, aber eben so sukzessive weil das lang wieder hochgefahren wurde.

00:24:41: Das heißt wir konnten uns auch ich meine Frau Franzi dran gewöhnen wie das so ist zu planen.

00:24:48: Aber es ist schon dass wir uns jeden zweiten Tag irgendwie hinsetzen und gucken die machen jetzt eigentlich die nächste Woche.

00:24:53: Wie geht das?

00:24:54: Jetzt sogar dadurch dass sich das für beide frei sind ... noch mehr Planerei und auch sich ja so Drehs relativ kurzfristig entscheiden, manchmal zwei Wochen vorher.

00:25:05: Oder Drehpläne sich ändern, dass man jetzt doch nachts dreht oder doch länger.

00:25:09: Es ist sehr viele Plane und man muss flexibel bleiben.

00:25:13: Das Gute ist das wir beide in diesem Beruf sind und das irgendwie verstehen.

00:25:17: Ich glaube die Leute, die ganz von woanders kommen, das zu erklären... ...oder auch endproben wie das so ist, dass es einfach untertaucht für ein paar Tage oder Wochen.

00:25:25: Das hilft total, dass wir beide das nachvollziehen können und dieses Mädchen sehr gut kennen.

00:25:34: Und die Kinder machen gut mit, das ist auch ein großer Vorteil.

00:25:37: Also ich kenne es auch von klein auf.

00:25:39: Wir haben einen Tuch getragen zum ersten Jahr und dann zum Teil hatte Franzi Brilka fünfundhalb Stunden gespielt und zwischen den Zähnen ist sie hinter die Bühne.

00:25:49: da war eine Freundin oder eine Nanny, die das Kind im Tuch hatte drei Monate alt und dann Brust in den Mund gesteckt gestellt und dann wieder auf die Buhne und dann irgendwie hier Drama gespielt.

00:25:57: Nein, also so.

00:25:59: Oder ich stand hinten und hab es irgendwie gefüttert und zwischendurch ein bisschen Mama lieben.

00:26:03: Ja genau!

00:26:03: Also das ist sehr aufregend.

00:26:06: aber ja... Nee, es ist nicht ja kinderfreundlich.

00:26:09: Es wird so ein bisschen besser, ne?

00:26:10: Es wird auch ein bisschen Ruhezeiten geachtet und Ruhetage Und die Planbarkeit wird so etwas besser zumindest im Theater.

00:26:19: Aber es ist aufregende Abenteuer.

00:26:24: Ein Abenteurer, ja, ja!

00:26:26: Wir

00:26:26: lernen das hier auch manchmal so ein bisschen kennen, dass ab und zu Kinder von Dutzierenden mit bei uns zum Unterricht sein.

00:26:32: Ah, die sind auch mit dabei?

00:26:33: Ja genau, haben wir auch schon Kind auf die Probe genommen oder so.

00:26:36: Und es

00:26:37: ist eigentlich auch ganz witzig.

00:26:38: Das

00:26:38: macht vor allem Spaß weil du ...

00:26:40: wir

00:26:40: spielen ja selber und ihr macht das ja so Spaß wenn das Kind auch Bock hat zu spielen.

00:26:44: Es ist dann so wer wollen jetzt Crazy Frog hören?

00:26:46: und der Boden des Lavas spielt alle so... Jaaa!

00:26:50: Das ist eh geil.

00:26:51: Total Und Kinder sind auch geile Zuschauer.

00:26:54: Also du merkst, wenn die Aufmerksamkeit weg ist, merkt man, dass irgendwas funktioniert noch nicht oder wie ich auch viele Märchen gespielt habe vor Kindern.

00:27:01: Das ist ein krasses Publikum auf jeden Fall!

00:27:04: Die spiegeln direkt... also die checken auch ob du das ernst meinst oder nicht?

00:27:08: Weil klar ist Kindertheater was anderes als irgendwie für erwachsene Menschen.

00:27:14: Aber wenn du die ... Also, die lassen sie nicht verarschen.

00:27:16: Nee, genau!

00:27:17: Dann sind sie weg und haste sie verloren.

00:27:18: Dann

00:27:18: haste Sie verloren?

00:27:19: Das geht

00:27:19: schnell.

00:27:19: Und gleichzeitig kannst du auch wahnsinnig schnell begeistern... Ich hab dann irgendwann auch die Kinder vermisst als ich in der Zeit lang so sehr viel Märchen gespielt habe.

00:27:26: Denkst du am Abend über eine Erwachsenenforschung wie lange war ich?

00:27:29: Warum schreit keiner, wenn das Licht am Askel rausgeht?

00:27:32: Oder

00:27:33: freut sich oder ... Da

00:27:33: steht jemand, da steht jemand.

00:27:35: Da ist die Hexe.

00:27:36: Ja, ruf drei oder so.

00:27:38: Jubelt ja, es ist mega.

00:27:41: Vielleicht

00:27:42: sollten wir das im Erwachsenen-Theater auch mal exkluzit etablieren.

00:27:45: Mehr so.

00:27:46: Vorstellungen,

00:27:47: wo man Emotionen zeigen darf?

00:27:48: Ja einfach

00:27:49: eh!

00:27:49: Das gibt es aber auch manchmal, dass ich gerne ältere Herrschaften oder so, die dann vielleicht ungewohnt immer noch finden werden, wenn sie angesprochen werden und vierte Wand durchbrauchen wird und die Schauspieler so sprich mit dem Publikum.

00:28:00: und gibt's immer noch, was ich manchmal so... Sprich doch mit mir, nur antworte ich mal.

00:28:03: Dann brülle ich mal aus der Reihe fünf rein, weiß ich denke dazu Kommt schon auch noch vor.

00:28:08: Stimmt!

00:28:10: Ich finde es schön, wenn hier Kinder mit bei uns im Unterricht sind.

00:28:15: Weil man irgendwie so viel von denen lernen kann was wir

00:28:18: wieder

00:28:18: lernen müssen jetzt.

00:28:19: Ja genau,

00:28:21: exakt.

00:28:22: Und

00:28:23: dann ist es irgendwie schön das von den perfekten Lehrerinnen zu bekommen.

00:28:27: Zumindest finde ich auch.

00:28:28: Ich habe auch Zivildienst gemacht im Kindergartenform in der Schulbeschule und da dachte ich, das ist die geilste Schule gerade weil einfach diese unfassbare Fantasie alles super ernst nehmen, dieses Glas ist jetzt ein Boot dann ist es ein Boot und alle glauben dran, dass er eigentlich im besten Fall auch Theater kann.

00:28:42: Alle stellen sich etwas vor und dann ist sie da behandelt und ist super ernst mit Freude.

00:28:48: Und

00:28:48: dann kann das so ganz schnell wieder switchen?

00:28:51: Auf einmal!

00:28:51: Du kriegst es gar nicht

00:28:52: mit?!

00:28:52: ... haben die Kinder beschlossen, nee das ist jetzt kein Boot mehr.

00:28:55: Das ist jetzt ein Ente.

00:28:56: Ja genau.

00:28:57: Und dann muss man da mitmachen?

00:29:00: Weil sonst hast du sie auch wieder verloren... Es gibt ja Menschen, dass es so spannend zu beobachten wenn die dann sagen... Nee aber das war ein Boot doch gerade!

00:29:08: Dann sind die Kinder so

00:29:09: was bist

00:29:11: du mir jetzt?

00:29:11: Das ist so doof.

00:29:12: Ganz klar eine Ente!

00:29:14: Also auch so spannend diese schnellen Switchs.

00:29:15: Total super.

00:29:17: Deswegen liebe ich auch so Inszenierung zum Beispiel von Anton nun ist, der noch viel am Talier gemacht hat.

00:29:25: Mit dem ich zwei Arbeiten gemacht habe.

00:29:26: Der arbeitet ja häufig mit so wenig auf der Bühne und bestimmten Mitteln, die dann die Fantasie anregen.

00:29:33: Christoph war auch, finde ich auch, macht das auch toll.

00:29:35: Dass aus wenig irgendwie viel entstehen kann oder dass man viel mit der Fantasiedezugschau eingearbeitet wird weil es das Tolle am Theater, dass man ja mit Fantasies so viele erreichen kann.

00:29:45: und was für Welten da aufgehen

00:29:49: jeder sich in seiner Fantasie auch ein bisschen was eigenes denken kann.

00:29:53: Also es denkt nicht jeder das gleich, sondern jeder malt das ein bisschen mit seinen eigenen Farben dann aus.

00:29:59: und das ist auch so schön, dass unterschiedliche Bilder kreiert werden.

00:30:02: Total!

00:30:03: Das ist der Vorteil, den wir gegenüber dem Film oder Fernsehen haben.

00:30:06: Genau, es ist eben nicht so eins zu eins vorgegeben.

00:30:08: Und das ist trotzdem sichtbar wird für

00:30:10: alle anderen?

00:30:10: Ja genau wenn's funktioniert ja exakt und ernst genommen wird und ja voll.

00:30:17: Da hab ich noch ne kleine Anekdote.

00:30:18: Ich habe gestern in der Ferienbetreuung gearbeitet, in der Grundschule und da haben die Jungs gestern ein Horrorfilm gedreht.

00:30:24: Und das war sehr süß!

00:30:26: Dann wurde mir ein Stuhl hingestellt.

00:30:29: Ich durfte

00:30:30: mir die Szenen angucken.

00:30:32: Zweite Klasse also die waren so acht.

00:30:34: Ja

00:30:35: genau und der Opa wurde zum Zombie.

00:30:38: Aber es war sehr schön, die waren da sehr drin und das sind eigentlich so richtige ... ... Kauten-Jungs, die du fünfmal sagen musst.

00:30:45: Kannst du bitte nicht aufs Regal klettern?

00:30:48: Und die waren aber so konzentriert da drin und das war richtig schön ... ... anzusehen.

00:30:53: Das war den ganzen Tag!

00:30:54: Du musst gleich noch mal kommen.

00:30:56: Wir haben jetzt hier die nächste Szene.

00:30:58: Ja

00:30:58: super,

00:30:58: ist doch

00:30:59: süß für was brennen... ...und dann geht es auch mit der Konzentration.

00:31:04: Sehr sweet.

00:31:06: Passt geil.

00:31:06: wir haben eine neue Kategorie etabliert Die heißt Hamburgs heiße Hocker.

00:31:12: Das ist übrigens Hamburgs heisse Hocka da hinten, genau.

00:31:17: Weil uns wurde das öfteren Gefeedback, dass wir zu lieb sind?

00:31:21: Wir sollen mal ein bisschen gemeiner sein.

00:31:23: Ach du Scheiße!

00:31:24: Okay...

00:31:25: Wir sind jetzt ein bisschengemeiner aber wir haben gesagt es darf dann jeder gemein sein

00:31:30: ne?!

00:31:30: Also du darfst auch dank gemeinen Antworten, wenn du möchtest.

00:31:35: Du kannst aber auch nett antworten!

00:31:37: Ja, komm ich bei nett mal gucken.

00:31:39: Wir sind trotzdem auch noch nett.

00:31:42: Luca, du darf es anfangen.

00:31:44: Muss ich jetzt auf den heißen Hocker?

00:31:46: Nein, also wenn

00:31:47: du das möchtet, kannst

00:31:48: du dann auch... Kannst

00:31:50: nicht

00:31:50: auf dem heißem Hockersetzen.

00:31:52: Das ist auch unbequemer zu sitzen.

00:31:54: Der

00:31:55: wird direkt ganz heiß

00:31:56: und super hart.

00:31:59: Keine Anlehne, fuck.

00:32:00: Jetzt wird's anstrengend!

00:32:03: Du bist in vielen Inszenierungen teilweise nackt zu sehen oder ziehst Dich aus?

00:32:09: Wie ist das für dich auf der Bühne und warum nackteid auf der bühne?

00:32:15: Also Nacktheit an sich, ohne Grund finde ich immer strange.

00:32:18: Ich im besten Fall ergibt es aus irgendwas heraus wie bei die Möbel zum Beispiel wo der Charakter ja sehr zurückhaltend ist und dann plötzlich denkt jetzt strippig mal was da wieder nicht so richtig funktioniert.

00:32:29: das ist dann aus dem so

00:32:30: entstanden bedrückend zu sehen.

00:32:33: Man denkt sich erst so, oh ja!

00:32:35: Er befreit sich geil und dann klappt das nicht.

00:32:36: und dann schreibt er das über

00:32:37: sein Rundwort.

00:32:38: Das

00:32:39: tut

00:32:39: ihm so leid.

00:32:41: Das ist die falsche.

00:32:41: Dann plötzlich die andere Kollegin der ich... Also nicht meine Frau, Spielfrau, die ich mit meinem Po ins Gesicht drücke sondern eine andere.

00:32:47: Und dann ist es alles unangenehm und fallen auch vom Tisch runter an.

00:32:52: Es gab's auch mal ein Stück wo wir alle nackt waren.

00:32:55: Die Stunde da war nichts voneinander wussten von vor zehn Jahren.

00:32:59: Aber da macht das auch Sinn, weil es war eine krasse Kostümschlacht.

00:33:01: Da hatten dreihundert Kostüme, waren dreißig spielende Tänzer und so.

00:33:04: Und am Ende waren einfach alle nackt und das machte irgendwie das Sinn nach diesen vielen... Ja stimmt ich bin relativ häufig nackte habe ich jetzt schon... aber ihr habt noch Inszenierung gesehen wo ich für nack bin.

00:33:17: Schick zum Beispiel, wenn ich nicht mag.

00:33:18: Ja, warst du angezogen die ganze Zeit?

00:33:19: Ja, da war ich die ganzezeit angezogen.

00:33:20: Zum Glück!

00:33:21: Die

00:33:21: ganzen elfjährigen so...

00:33:22: Oh Gott stimmt, das ginge gar nicht nehmt.

00:33:24: Stimmt, Schulverstellung.

00:33:26: Einmal

00:33:27: mal aussehen hier in der Talismann Stimmt.

00:33:31: Genau, da waren auch hier eine Dozentin von uns mit ihrer Klasse und die haben aber vorher... Also sie hat quasi die darauf vorbereitet weil sie die Inszenierung kannte.

00:33:40: Was hat sie gesagt?

00:33:40: Das ist ein Penis zu sehen oder was?

00:33:42: Sie hat gesagt

00:33:42: es wird jemand nackt sein.

00:33:45: So nach dem Motto Trigger

00:33:46: Warning!

00:33:48: Und dann sollten die Exizit so darauf achten auch und sagen als Beobachtungsvorschläge.

00:33:54: Man kriegt das Beobuchtungsaufträge also wie das für die war Wie das für die war und ob es als Stilmittel irgendwie eingesetzt war.

00:34:03: Verstehe, verstehe so einordnet.

00:34:05: Ich hoffe nur bei Triggerwarn habe ich manchmal die Befürchtung, dass man dann noch darauf achtet, wann kommt die Nacktheit oder dass man eher enger macht weil man nur noch darauf wartet, dass das dann kommt.

00:34:17: aber bestimmt ist es auch wichtig und gut wenn sie das dann aufgearbeitet haben oder woraus das herkommt.

00:34:24: Ja, das ist übrigens bei der Generalprobe erst entstanden.

00:34:27: Oh!

00:34:27: Da kam irgendwie zu plötzlich, da hatte ich es ja... Es ist eh gerade so chaotisch alles die Figuren wissen nicht mehr was wer wie ist welches Geschlechter durcheinander und dann dachte ich Plötzlich ist er irgendwie nackt Und dann versucht er doch wieder eine Frau zu sein um das zu kaschieren?

00:34:40: Ja, voll.

00:34:41: Aber also ich finde manchmal vergisst man das ja und du siehst es dann und bist so ah ja cool, da ist jetzt jemand nackt aber du vergisst das ja weil was passiert auch.

00:34:51: Ich weiß nicht, es gab in Dresden am Stadtschauspiel im Inszenarium von Lulu.

00:34:56: Da war Lulu, wurde von einem Mann gespielt.

00:34:58: Weil die ganze Zeit nackt.

00:34:59: Also das ganze Stück überall.

00:35:00: Das

00:35:00: Einzige?

00:35:01: Nee, die anderen waren auch mal nackte aber die haben tendenziell auch angezogen.

00:35:05: Aber Lulu war eigentlich neunneinzig, neun Prozent nacktes und du hast es irgendwann einfach vergessen.

00:35:10: Ja genau.

00:35:10: Und es

00:35:10: hat aber auch gepasst weil Lulu ja sehr sexualisiert wird und eben benutzt wird.

00:35:17: Und du hast das aber irgendwann vergessen.

00:35:18: Es ging irgendwann nur noch um den Menschen.

00:35:20: Ich heiße egal ob Mann oder Frau welches Geschlecht ist ein Mensch.

00:35:23: Und egal wie dieser Mensch aussieht...

00:35:26: Florentine Hölzling ist ja auch so eine Regisseur, die nur Frauen alle immer nackt.

00:35:31: Und das ist irgendwie nach fünf Minuten schon egal oder so.

00:35:34: Ich hab gerade inszenierung ganz tolle gesehen.

00:35:36: am Kammerspieler der Premiere vor zwei Wochen Glitsch heißt die da sind sie auch von Anfang bis Ende nacktes als Schauspieler sich tänzerisch bewegen und mit ihren Körpern arbeiten.

00:35:45: Und da ist auch ein Mensch mit ganz vielen Behinderungen total, total rührend und besonders weil er so ganz klein auch nur ist und was für eine Selbstverständlichkeit die mit ihm auch tanzen und dann so schleimend der von der Decke tropft arbeiten.

00:36:02: das ist total toll.

00:36:03: und so ganz verschiedene Körper also sehr von sehr korpulent bis ganz sportlich Frauen, Männer.

00:36:08: Und das ist auch zur Skurridität oder Absurdität der menschlichen Körper als irgendwie da und super sinnlich und witzig und so.

00:36:16: Also toll!

00:36:17: Kann total berühmt sein.

00:36:19: Ja

00:36:19: voll.

00:36:20: Ich glaube das ist genau das Ding von diesem... ich glaube nackt halt funktioniert wenn du irgendwann gar nicht mehr nur darauf achtest

00:36:26: und es

00:36:26: ist genau dass ding

00:36:28: Oder explizit

00:36:29: drauf achten.

00:36:31: Ja genau, wenn es nur so ein Schocker ist dann finde ich... warum jetzt eigentlich?

00:36:37: Manchmal nervt sich das nicht darauf, dass da nur noch darüber gesprochen wird.

00:36:41: Ich hab die zwei Stunden gespielt und ich war kurz nackt.

00:36:45: Hey, ich bist jetzt schon in der Nackt.

00:36:47: Wie war das, nackt zu sein?

00:36:48: Wenn dann nur diese Frage kommt und es ist schade, dass das so überschattet.

00:36:51: Das ist ein kleiner Aspekt von vielen... Voll!

00:36:53: Ich finde, wenn man das wissen will und danach fragt aber sollte nicht nur das Aussicht

00:36:58: geschehen sein.

00:36:58: Ja, ja.

00:36:59: Ich glaube,

00:37:00: es ist weil es so ein gesellschaftlicher Schocker ist.

00:37:02: Immer noch.

00:37:02: Man denkt so, man kann alles überall sehen.

00:37:05: Es ist auch spannend.

00:37:06: bei Chick zum Beispiel zeigt Franzi ihr Bein zieht sie hoch und die Jugendlichen rasten aus oder ihren Rücken Mir ihrem Brüste, nicht mal dem Publikum.

00:37:15: Und es wird gejohlt und geschrien!

00:37:18: Es ist ja interessant, dass man so alles sehen kann wenn man möchte aber in real life schon nach einem Bein oder einen Rücken die Leute wahnsinnig macht oder irgendwelche Emotionen auslässt auch spannend.

00:37:28: Aber wahrscheinlich weil es direkt vor den Augen ist.

00:37:31: Wahrscheinlich ist da noch was ganz anderes

00:37:33: als... ... ist in anderen Menschen drum herum, die mit drauf reagieren und so.

00:37:38: Aber

00:37:39: ich finde gerade deswegen es wichtig das auch immer wieder da ist... ... weil ich find schon dass man das so eben nicht als Schocker sehen sollte.

00:37:47: Also sondern das ist enttabuhisiert so ein Wort.

00:37:50: aber ich denke mir so that's live!

00:37:52: Ja genau, irgendwie so geboren und so

00:37:54: ja.

00:37:55: Und deswegen find' ich cool wenn man das einsetzt und irgendwie da versucht das zu normalisieren so was passiert halt.

00:38:02: Vielleicht auch gar nicht enttabuisieren, sondern sexualisieren.

00:38:06: Das ist nicht direkt irgendwie so was Sexuelles bedeuten muss.

00:38:13: Zweite Frage die wird ein bisschen angenehmer warum Theater?

00:38:17: Warum Theater?

00:38:19: weil ich es erst mal als einen sehr tollen Ort finde dass da Menschen wirklich zusammenkommen gerade in Digitalen Zeiten, dass da Menschen sich wirklich begegnen und man direkten Kontakt mit dem Publikum hat.

00:38:35: Ich finde es auch was toll ist, sind Gespräche nachher und das auch ein wahnsinniger Bedarf da.

00:38:39: Das merkt man, dass Leute sich wirklich unterhalten wollen, begegnern wollen.

00:38:42: Die sind eigentlich immer voll dieser Nachgespräche oder auch Vorgespräche.

00:38:45: Das finde ich erstmal als Ort der Zusammenkunft super wichtig als Ort des Austausches, demokratischer Ort.

00:38:53: verschiedenste Geschichten zeigen auf der Bühne.

00:38:58: Ja so gibt tausend Gründe.

00:39:00: ja das waren jetzt ein paar wollte noch mehr wissen.

00:39:04: Wir nehmen alles was wir kriegen können aber wir freuen uns auch über die Gründe schon.

00:39:11: Dann haben wir gesehen dass du auch viel für Fernsehen arbeitest?

00:39:16: Wie kommt es, dass so viele deutsche Bühnschauspieler in Krimiserien zu sehen sind?

00:39:21: Es gibt fast

00:39:22: nur Krimis.

00:39:22: Gibt

00:39:23: es da gute Kooperation mit ARD und ZDF?

00:39:27: Die meiste Kooperation zwischen denen...

00:39:29: Ja genau!

00:39:30: Warum?

00:39:30: Also das ist einfach provokant gefragt.

00:39:32: Gibst du eine gute Kooperation?

00:39:35: Es ist wahnsinnig.

00:39:36: Ich höre immer noch von Krimi's, wo ich nicht wusste, dass die existieren.

00:39:39: also es gibt einfach einen unfassbaren Anschein auch Bedarf an Krimies.

00:39:42: Ich

00:39:42: weiß gar nicht, wie es ein anderen Ländern ist.

00:39:45: Aber ich glaube auch schon der deutsche Sache so krimis dass man am Ende so der bösewicht geschnappt wird und das man dann ruhig schlafen gehen kann.

00:39:52: So... Ich glaube ja einfach weil's unfassbar viel gibt und der Bedarf da ist.

00:39:59: Ja

00:40:00: voll das Krimi-Land!

00:40:01: Ich glaube auch das ist so das Ding was im Fernsehen läuft.

00:40:04: Es ist ja wirklich jeden Tag läuft ein anderer jede Stadt

00:40:07: hat einen eigenen.

00:40:08: Jede Stadt?

00:40:08: Es gibt ja super viele Krimis.

00:40:10: Und ich habe aber auch wieder Castings für auch für Krims.

00:40:12: Und

00:40:12: dann gibt's aber das Pendon dazu, Rosamunde Pilcher und Co.

00:40:16: Also die ganz seichten, also Romantik Traumschilf und so.

00:40:19: Ich finde, die zwei Extreme sind so cremig und

00:40:24: liebe.

00:40:25: Es ist auch entweder oder habe ich das Gefühl?

00:40:27: Leute gucken entweder cremige oder diese...

00:40:29: Oder es sind so Ehepaare wie meine Eltern.

00:40:31: Meine Mama ist Rosamune Pilcher, Papa ist cremiger und beide passen sich an.

00:40:35: Beide gucken

00:40:36: dann beides!

00:40:38: Bei uns läuft nur Tat und ... Und die ganzen Skandinavischen, die dann ja auch in Deutschland als Deutsch übersetzt werden.

00:40:46: Die

00:40:47: sind meist noch düst dran?

00:40:48: Ja das sind die ganz krassen, wo dann da irgendwo die ganzen Leichen gefangen

00:40:53: werden.

00:40:54: Stimmt mit dieser Erlösung.

00:40:56: Da ist auch ganz viel mit dass die Ermittlerinnen ihre ganzen Probleme und das ist dann immer... Auch immer in so einsamen Häusern mitten auf dem Land.

00:41:07: Aber eigentlich auch ganz spannend werden die Ermittler.

00:41:09: Gibt es auch, gibt's auch im deutschen Fernsehen das Ermittleren?

00:41:12: Zum Beispiel Katharina Thernvillen was meine Frau nicht für alle diese Spiele so toll dass da viel auch oft des Privates geguckt wird und mit ihren Problemen und so und das ist zum Teil sich überdeckt mit den Fällen und sodass sie nicht einfach nur so Kommissar sind sondern als ganzer Mensch irgendwie gesehen hat mit allen Facetten auch nicht nur gut oder nicht nur böse.

00:41:28: Das ist ja immer spannend wenn es sich so mischt oder menschlich wird.

00:41:31: Aber das ist auch, was so eine Serie ausmacht.

00:41:33: Dass man mitfiebert mit den Figuren und ich meine die meisten Fälle sind dann ja eh aus.

00:41:41: Aber dass man mit den bleibenden Personen quasi so mitfiedern kann.

00:41:45: Ja nicht auch.

00:41:46: Letzte heiße Stuhlfrage?

00:41:48: Dann darfst du dich auch wieder anlehnen auf den weichen Kalten mit Lähne

00:41:53: Und blau auch wirklich?

00:41:55: Das war von uns Wasser.

00:41:56: Ja, stimmt.

00:41:58: Dein Puppo dann löscht.

00:42:00: Also gelöscht wir wieder.

00:42:02: Wir löschen ihn gleich.

00:42:05: Du musst dich entscheiden.

00:42:07: Theater oder Fernsehen?

00:42:10: Boah, Theater!

00:42:14: Wenn ich mich jetzt scheiten müsste für mein Leben...

00:42:16: Okay.

00:42:17: Perfekt du hast den heißen Hamburgs heißen Stuhl

00:42:19: über... Merkt man, die Kategorie ist noch

00:42:22: neu.

00:42:24: Die ist noch neuer!

00:42:26: Ha-Ha-Ha.

00:42:27: Das geht auf den kalten Stuhl.

00:42:28: Ha-ha-ha.

00:42:29: Hamburgs

00:42:30: heißer...

00:42:31: Heißer-Hocker.

00:42:32: Ha heho.

00:42:32: Ha

00:42:33: hey ho.

00:42:34: Das wie das Spiel?

00:42:35: Ha hey Ho.

00:42:36: Ja.

00:42:37: Stimmt.

00:42:37: Ha Hey Ho.

00:42:38: Spielen wir jetzt nur noch so.

00:42:38: Ha

00:42:40: Hay Ho.

00:42:40: Hamburg's heißer.

00:42:41: Hocka.

00:42:43: Wir kamen auch schon zum Schluss.

00:42:44: also das ist leicht geschafft.

00:42:46: Hast du Stück Empfehlungen für unsere HörerInnen?

00:42:51: Eben was ich vorhin schon mal kurz erzählte, diese Tanzperformance bzw.

00:42:56: weiß gar nicht wie man es genau definiert mit der vielen Nacktheit und den verschiedenen Körpern.

00:43:00: Glitsch heißt das?

00:43:01: Das ist an den Kammerspielen.

00:43:03: dann ganz toll hat er gerade auch Premiere an Kammerspielen aufhäuschen oder Riedige.

00:43:08: Das ist eine moderne Oper.

00:43:10: Es ist komplett durchgesungen Aber in ganz neuen Settings gelegt, so ein KI-Setting und sich einfrieren lassen nach dem Tod.

00:43:19: Also ganz spannend umgedichtet.

00:43:21: Und hochmusikalisch.

00:43:22: das macht auch sehr Laune.

00:43:24: Ich weiß eben München viel dadurch dass meine Frau da geprobt hat.

00:43:27: Aber Residenztheat habe ich auch was Tolles gesehen.

00:43:29: Marasade Das ist so hoch theoretische Texte aber so geil kreifbar gemacht, wie sie die Texte spielen und so ein tolles Setting ist in ihrem Haus oder die letzten Überlebenden in einer apokalyptischen Welt.

00:43:43: Und wie die mit den theoretischen Texten um sich feuern.

00:43:46: Das war eine große Freude gewesen, dass sie das so hinbekommen.

00:43:51: Oder durch die Möwe, wo ich Mitspieler im Schauspiel habe?

00:43:53: Das können wir mittempfehlen!

00:43:56: Das finde ich eine sehr schöne irgendwie tolle Charaktere gearbeitet.

00:44:01: Ich finde der hatte seine eigene Welt.

00:44:03: Es hat sie gut hinbekommen, Diana Ja, dann raus, die das inszeniert hat.

00:44:08: Ähm... So uns hab ich letztes Zeit nicht so viel gesehen!

00:44:11: Aber es ist ja schon was.

00:44:12: Ja ne?

00:44:13: Ja genau.

00:44:15: Und als Letztes darfst du noch dreißig Sekunden Sendezeit ganz für dich alleine und wenn du noch etwas loswerden möchtest, was erzählen möchtet, Werbung machen möchtes oder egal was jemanden grüßen möchteste.

00:44:27: Anfang möcht ihr's zu singen?

00:44:28: Ich habe

00:44:28: jetzt gerade gedacht aber es kommt einfach nicht in meinen Kopf rein.

00:44:31: Leider nein.

00:44:34: Was möchte ich noch sagen?

00:44:35: Vielen Dank euch!

00:44:36: Schön, dass ihr das macht.

00:44:37: Ich möchte mich bei euch bedanken... ...dass Ihr Theater erfahrbarer, greifbarer und niedrigschwelliger macht.

00:44:43: Das ist super.

00:44:45: Und macht bitte weiter.

00:44:46: Ladet allmöglich Menschen ein und bleibt so wie ihr seid.

00:44:49: Ja, danke.

00:44:54: Danke auch.

00:44:55: Ganz tolle Schlussworte, ganz vielen Dank.

00:44:57: Gerne.

00:44:57: Danke für die Einladung.

00:44:59: Und

00:45:02: Ende!

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