#4 Plan B: Regie

Shownotes

Moin und liebe Grüße aus dem Ernst Deutsch Theater in Hamburg! Anna und Luca haben hier den Regisseur und Autor Marco Damghani getroffen. In Hamburg geboren studierte er – nach dem Versuch eines Jurastudiums – Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie am National Institute of Dramatic Arts in Sydney. Doch was macht ein Regisseur eigentlich? Was bedeutet es für Marco persönlich "Regie zu führen"? Und wie schafft er es, dass vor allem junge Menschen und Menschen, die sonst eigentlich nicht ins Theater gehen, seine Stücke besuchen? Das und die Antwort auf die Frage, welches Obst er wäre, hört ihr in dieser Folge!

Marco Damghani

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Marcos Stückemfehlungen: Keine Aufstiegsgeschichte Die Allerletzten ROMEO UND JULIA

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00:00:01: Noch dreißig Minuten bis zur Vorstellung.

00:00:05: Dreißig-Minuten-Drama,

00:00:07: Theater

00:00:07: mit Anna

00:00:08: und Luca.

00:00:10: Hallo meine Lieben wir sind hier heute am Ernstdeutschtheater mit

00:00:14: Marco Damrani.

00:00:15: Hallo Marco Wir würden Dich einmal bitten dich in drei Sätzen vorzustellen.

00:00:21: Ich bin Regisseurin Autor ich komme aus Hamburg Und ich komme jetzt wieder nach Hamburg zurück.

00:00:28: Vielen Dank!

00:00:29: Dann starten wir mit unserer ersten Kategorie.

00:00:31: Das heißt, oder die heißt, warte mal muss ich hier so... Die flotten fünf?

00:00:35: Ja.

00:00:36: Die flottentfünf, das sind fünf Fragen.

00:00:39: Los geht's aktuelles Lieblingswort.

00:00:41: Natürlich

00:00:42: Welches Obst- oder Gemüse wehrst du und warum?

00:00:45: Ananas weil die wenn sie gut schmeckt übertrieben gut schmecken.

00:00:51: Was war dein letzter Fehlkauf?

00:00:53: Mein letzter fehl kauf poah Ich kauf echt relativ wenig.

00:01:00: Nee, ich hab keine Ahnung!

00:01:00: Ich hab wirklich gar keine Ahnung gerade... Aber ich

00:01:02: habe Parallel aber auch überlegt und...

00:01:06: ...ich hab mir was bei Vintage bestellt und es war nicht so

00:01:10: wie... Ja, okay.

00:01:10: In letzter Zeit war ich immer happy wenn ich für irgendwas Geld ausgegeben habe.

00:01:14: Hatts den Reiz erfüllt, den's erfüllen sollte.

00:01:17: So sollt sein

00:01:20: ne?

00:01:20: Ketchup oder Mayo?

00:01:21: Oder

00:01:21: beides.

00:01:21: Nee, hundert Prozent Ketchup und eigentlich Gewürzketschup.

00:01:24: Oh der von Hela.

00:01:25: aber dann ne?

00:01:26: Ja weil ich hab glaube ich gehört dass Hela problematisch ist in someway.

00:01:29: Aber es ignoriere ich.

00:01:30: Ignoriere ich gekonnt.

00:01:31: Also

00:01:32: ich habe auch mal anderen Gewürze Ketchup probiert.

00:01:33: Nein das ist wieder nicht

00:01:35: so.

00:01:36: Hela

00:01:36: aus Ahrensburg.

00:01:37: Ja stimmt

00:01:37: aus Ahremsburg ist eine Stadt weiter vom Baggen.

00:01:39: Hermann Laue, Ahrennsburg, Hela.

00:01:43: Der inspiriert dich?

00:01:44: Bo Burnham... Punkt!

00:01:47: Bo Burnam inspiriert mich sehr

00:01:48: Punkt.

00:01:50: Okay, hey das waren schon die Flocken fünf!

00:01:54: Genau jetzt hast du an der Ernstburg studiert und warst auch in Sydney Regie Und jetzt kommst du nicht aus der klassischen Theaterfamilie und bist in dieser Theaterbubble groß geworden.

00:02:08: Wie bist du überhaupt dahin gekommen?

00:02:12: Ich bin lustigerweise übers Ernst-Deutsch-Theater hingekommen, beziehungsweise ich habe in der Schule selbst so Theater AG gemacht um Musical AG und sowas.

00:02:20: Und hatte einfach Spaß daran das zu machen.

00:02:22: Dann waren wir mit der Schule mal im Talier, haben die Räuber geguckt und das fand ich super scheiße!

00:02:29: Das fand ich gar nicht gut.

00:02:31: Hat mir gar keinen Spaß gemacht, wir sind zur Hälfte raus Und dann habe ich angefangen nach dem Abi Yura zu studieren und hab sofort wieder aufgehört, Yura zustellen.

00:02:37: Weil das auch nicht... Also ich hab' das nicht genossen.

00:02:39: Ich fand die Atmosphäre da nicht.

00:02:41: Ich wusste irgendwie relativ schnell klar, dass bin ich ich!

00:02:44: Und dann dachte ich mir okay jetzt mache ich aber mal ein Hundert-Achzig Grad was anderes.

00:02:47: also fange jetzt nicht mit VWL an BWL sondern probiere wirklich irgendwie was völlig unerwartet ist quasi für mich selber und hab' ich gedacht gibt doch mal der Schauspielsache ne Schaustheaterfilm.

00:03:00: äh ja Kunst Hab da noch Hospitans gemacht am Erste-Deutsch-Theater und hab da relativ schnell eigentlich ab der ersten Probe gemerkt, das was die Regisseurin dann macht.

00:03:08: Das möchte ich auch machen.

00:03:09: Ja, das ist jetzt fünfzehn Jahre her.

00:03:13: Sehr cool!

00:03:14: Und jetzt bist du ja

00:03:16: Regisseurer?

00:03:18: Kannst du uns

00:03:18: kurz erklären, was ein Regisseure macht?

00:03:21: für die Leute,

00:03:22: die es vielleicht nicht wissen?

00:03:24: Also... Es gibt einen Text im Theater und die Regie kriegt den vorgelegt kriegt die Frage, möchtest du diesen Text machen?

00:03:33: Ja oder nein.

00:03:34: In meinem Fall ist es nochmal meistens ein bisschen anders weil ich Texte auch selbst schreibe und die Regie hat dann die Möglichkeit diesen Text umzusetzen.

00:03:41: Hat dann auch die Entscheidungsgewalt quasi mit wieviel Schauspieler, mit welchen Schauspräler in... Wie soll das Ganze am besten aussehen, Konzept bauen, dann arbeitet man mit BühnenbildnerInn, Kostümbildnerin zusammen für diese Umsetzung.

00:03:54: Und ja!

00:03:55: Dann leitet man den Probenraum.

00:03:57: Man leitet ihn zum einen, man leitet den auch an hat also so eine recht verantwortungsvolle Rolle, würde ich sagen im Theaterprozess.

00:04:07: Und dadurch dass du ja auch mit SchauspielerInnen zusammenarbeitest und wer angehende SchauspielerInn sind interessiert uns auch ganz besonders was dir bei der Arbeit mit SchausebüllerInnen besonders wichtig ist und wie du schaffst da eine Atmosphäre zu schaffen in der sich alle wohl fühlen weil Du ja auch härtere Themen quasi ansprichst in den Stücken.

00:04:27: genau Wie schaffst du deine Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen?

00:04:32: Ich glaube mir ist es wichtig im künstlerischen Prozessen dass die Beteiligten das Gefühl haben, dass es gerade auch um sie geht.

00:04:41: Also dass es jetzt nicht nur eine Sache ist von wegen ich sage erst ist wichtig und deswegen ist es richtig sondern dass die Spielenden ein Gefühl davon entwickeln was hat das mit mir selber zu tun und warum ist es mir selbst anliegen, dass dieses Stück spielt oder dass diese Stücke mir erfolgt wird, oder dass wir mit der Aussage des Stückes an Leute herankommen.

00:05:01: Ich glaube das fängt recht früh an und vielleicht sogar noch vorm Probenprozess, dass man die Spielen in Ernst nimmt in ihrer Persönlichkeit, indem was sie sind, in dem was sie irgendwie in die Welt tragen dann Interesse auch für hat.

00:05:14: also jetzt nicht zu sagen ich bin jeder Regisseur mache völligs was ich sage sondern andere aus herumzufragen Was willst du eigentlich machen?

00:05:20: Und warum?

00:05:20: Das ist eine Art wie ich damit versuche umzugehen.

00:05:26: Ich glaube, dass es auf der... Also eine zweite Sache ist das mir auch zu Gute kommt als Regisseur, dass wenn alle die Beteiligten gerade Spaß haben habe ich ja auch mehr Spaß und mache meine Arbeit mehr Spaß.

00:05:38: Und ich glaube auch daran, dass man das merkt.

00:05:40: Dass man als Publikum merkt ob jetzt jemand auf der Bühne gerade so tut als würde er da irgendwie Spaß haben oder ob da wirklich jemand für brennt.

00:05:49: Auch wenn es auch bei guten Spieler in die mit gutem Handwerk übertünnchen können, wenn sie gerade eigentlich nicht wirklich involviert sind.

00:05:58: Merkt man irgendwie sowas zwischenmenschlich energetisch ist oder ich weiß nicht wie man das nennen möchte so?

00:06:03: Ja.

00:06:04: Was interessiert dich mehr der Text als Ausgangspunkt oder der theatrale Raum als Möglichkeit?

00:06:11: Der theatrale Raum als Möglichkeit.

00:06:13: Ich glaube der Text selber ist nicht wichtig.

00:06:16: Ich glaub der Text ist eine Sprungsschanze für das was ein Theaterabend sein kann.

00:06:22: Mir ist eine Textreue egal, in dem Moment wo sich die Möglichkeit bietet vom Text abzuweichen um etwas größeres zu schaffen oder eine größere Ausdage zu treffen ist das auf jeden Fall jedes Mal.

00:06:35: der Weg den ich vergehenswärter halte kommt halt aber auch daher dass ich auch schreibe, dass ich mit meinen Texten jetzt auch nicht so heilig umgehe sondern wenn ich auf der Probe merke ey das ist es gerade nicht dann wird der Text halt verändert.

00:06:48: Ja, ich glaube das ist halt so.

00:06:49: der Unterschied zwischen Beneltristik und allgemeine Literatur und Theater.

00:06:53: Dass wir nicht irgendwie sagen müssen, dass was da steht, das ist heilig sondern ja es ist ja nur Mittel zum Zweck eigentlich.

00:06:59: Spielt bei dir im Probenprozess Provisation auch eine Rolle wenn du sagst, dass man auch gucken kann und ja auch zusammengearbeitet wird mit den Schauspielenden?

00:07:09: Ja, der Improvisation spielt insgesamt eine große Rolle.

00:07:14: Zum einen wenn ich Texte neu generiere aber auch wenn es feststehende Texte sind und auch selbst wenn's gar nicht darauf hinausläuft den Text zu verändern.

00:07:24: also so Der Text ist selber bleibt, ist ja Improvisation total wichtig.

00:07:30: Auch mal irgendwie... Ich weiß nicht ob ihr das so eine Sache schon macht, aber so Subtext-Improvisationssicht zu fragen was liegt unter den geschriebenen Worten?

00:07:38: Also Improvisation ist glaube ich grundlegender Schritt in Arbeiten von mir.

00:07:45: Aber bei vielen Regisseuren also ich kenne eigentlich kaum noch Regisseure die ganz ohne Impros arbeiten

00:07:51: Hast du selber gespielt auch?

00:07:54: Als Kind oder als Jugendlicher.

00:07:56: Und hab auch im Jugendclub vom Ernst-Deutsch-Härter gespielt und dann habe ich halt recht lange, als ich es so in den Eighth und Neunzen, zwanzig, einzwanzig war, hab' ich Projuslam gemacht und stand damit auf Bühnen.

00:08:07: Dann hab' Ich lange moderiert, auch Slams und andere Veranstaltungen.

00:08:11: Ich vermisse das auch ein kleines bisschen.

00:08:13: Das tut gut wenn man als Regie für eine Person weiß wie sich anfühlt auf der Bühne zu stehen.

00:08:18: Im professionellen Kontext habe ich's jetzt länger nicht mehr gemacht.

00:08:21: Aber könntest du mir vorstellen?

00:08:24: Ja, wenn das Stück stimmt und die Regie stimmt so.

00:08:27: Aber ich könnte mir auf keinen Fall vorstellen irgendwo an einem Aushaumbild zu spielen oder einen Arsch vorgesetzt zu bekommen der mir sagt was ich zu tun habe.

00:08:33: dafür bin ich ein bisschen zu dickköpfig.

00:08:35: also dafür hab' ich auch glaube ich zu genaue Vorstellungen wenn ich eine Szene sehe und wenn er dann sagt ne ne ne anders dann...

00:08:42: gab's in deiner Ausbildung oder auch in deine Karriere irgendwelche besonderen Begegnungen, die deine Arbeitsweise und deine Arbeit geprägt haben.

00:08:54: Was was dir da direkt so in den Kopf ploppt?

00:08:56: Auch viele ich glaube es ist mit fast jeder Inszenierung Momente gibt wo man auf entweder Herausforderung stößt weil jeder Text ja irgendwie anders ist jedes Haus ein bisschen anders ist jede Konzentration an Spielen anders ist und dass auch glaube ich so ein bisschen das Schöne an einem Regieberuf ist, dass man immer wieder in so eine neue Situation und Kontexte kommt.

00:09:17: Und dann schaut okay wie kann ich dich hier raus jetzt was basteln?

00:09:20: Wo ich hinterstehe?

00:09:22: Es gab ein paar Dinge die ein bisschen eindrücklicher waren klar während des Studiums.

00:09:28: es gibt ein paar Leute mit denen ich mehrmals gearbeitet habe von denen ich jedes mal lerne, die mit denen Ich gemeinsam lerne Aydin Jalali, Oscar Hoppe, ICMR Green.

00:09:38: Ich habe mit jedem von denen, glaube ich, vier-fünfmal gearbeitet.

00:09:41: Paulina Bittner genauso... Ja das sind Leute, von denen ich immer noch lerne die von mir genau so lernen.

00:09:48: also ein gemeinsames Wachsen ist vielleicht eher das Wort.

00:09:51: Ist auch schön!

00:09:52: So wechselseitig und so miteinander und nicht irgendwie so hierarchisch.

00:09:59: Schön auf jeden Fall auch mal das so zu hören.

00:10:03: Du beschäftigst dich als Regisseur und Autor ständig mit gesellschaftlichen Fragen?

00:10:08: setz dich mit Politik auseinander, post-migrantischer Gesellschaft.

00:10:12: Setz dich bei dem Verein stabiler Rücken evv auch für irgendwie Belange von Black and People of Color ein, für Juden und Jüdinnen und für mehr Diversität in der Theater- und Filmbranche.

00:10:26: Welche Verantwortung hat für dich Theater gerade jetzt in gesellschaftlich oder politisch schweren oder angespannten Zeiten?

00:10:34: Und welche Rolle Sollte Theater spielen oder muss Theater spielen?

00:10:39: Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Theater irgendeine Verantwortung hat.

00:10:42: Oder eine Sollfunktion erfüllt.

00:10:45: dafür ist Theater erst mal Kunst.

00:10:49: Na ich glaube es kann ganz viel.

00:10:52: Ich glaube das hat eine Möglichkeit Dinge auszufüllen.

00:10:56: aber ich tue mir schwer damit weil ich kenne ja auch meine Kolleginnen und viele Kolleginnen Und von denen muss ich nicht politische antworten hören.

00:11:05: Das sind teilweise Leute, die interessieren sich für andere Sachen und dann muss es nicht jedes Mal so sein dass wenn man ins Theater geht man quasi seine Stempelkarte für politischen Aktivismus irgendwie rausholt.

00:11:17: Ich verstehe für mich Theater oder das was mir an Theater gefällt ist dass ich eine Möglichkeit der Kommunikation habe mit vielen Menschen gleichzeitig und die nutze ich persönlich auf eine Art und Weise die halt auch sehr politisch ist.

00:11:28: explizit.

00:11:31: Theater allgemein die Möglichkeit hat, einen Raum zu schaffen an dem sich Leute mit Gegenden sehr verschiedener Herkunft begegnen könnten.

00:11:39: Das ist in vielen Theater nicht der Fall.

00:11:41: In vielen Theatern ist die Zuschauerenschaft sehr weiß und bürgerlich.

00:11:45: Ich glaube aber dass es wie gesagt die Möglichkeit gibt Orte zu schaffen in denen eine andere Welt verhandelt werden kann oder in denen Allgemeinen verhandeln werden kann ob die Welt so bestellt sein sollte wie sie es momentan ist.

00:11:57: meine Antwort ist nein.

00:11:58: ich glaube das dass die Welt wie sie momentan funktioniert, viele Probleme und Fehler hat, die es sich zu ändern lohnt.

00:12:08: Und für dies auch Lösungen gibt.

00:12:10: Ich glaube das ist ein geraten Ort wie das Theater wo halt Utopie möglich ist... Nachdenken über Welt im großen Rahmen und nicht innerhalb von wirtschaftlichen Zwängen.

00:12:21: Und zu sagen, da haben wir alles kein Geld für.

00:12:22: Das gewahrt auch immer schon so.

00:12:24: Aber wie wünschen wir es uns denn?

00:12:26: Dass da eine totale große transformative Kraft liegen kann.

00:12:31: Genauso habe ich aber auch Spaß an einem Abend der einfach nur Quatsch ist und der einfach Leute zusammenbringt und mal gemeinsam lacht.

00:12:40: Es hat auch eine total wichtige Funktion.

00:12:44: Ja, deswegen würde ich mich so dagegen wehren dem Theater eine Aufgabe zu schreiben die eigentlich politische AkteurInnen übernehmen müssten.

00:12:52: Aber weil dies nicht hinbekommen müssen das jetzt Künstlerinnen auch noch machen?

00:12:56: Das sehe ich nicht so ganz allen.

00:12:58: Und würdest du sagen weil Du kunst und damit einhergehend ja Kunstfreiheit angesprochen hast?

00:13:04: Ich finde es gibt Grenzen also von darstellbaren Dinge die wir auf der Bühne nicht darstellen Sollte nur, dem wir keinen Raum geben sollten?

00:13:15: Weil das ja auch immer wieder in der Diskussion ist.

00:13:18: Ach, ich weiß nicht... Ich finde es ist so leicht dann jetzt zu kokettieren und zu sagen, nein!

00:13:22: Es ist alles möglich und die Kunst muss frei sein und von der Kunstfreiheit gedeckt und sowas.

00:13:29: Ich find's eher andersrum interessanter eigentlich.

00:13:31: Ich hab' eigentlich das Gefühl dass sich viele Theatermacherin ein bisschen mal wieder drauf berufen sollten oder dass sie gut tun würde sich daran zu erinnern eine Verantwortung auch fürs Publikum haben, also beziehungsweise in der Verantwortung über die Sendung, die sie an einem Publikums senden.

00:13:50: Damit meine ich das Gefühl habe, dass unser Problem gar nicht ist, dass wir eingeschränkt werden in unseren Meinungen.

00:13:56: Das Gefühl, mein Problem ist eher, dass noch und nöcher irrelevante Sendungen in die Welt rausposaunen.

00:14:04: Also wenn ich ins Theater gehe dann habe ich nicht das Gefühl hier wird sich ja mal was getraut, sondern ich habe eher das Gefühl Irrelevant und banal ist, was da verhandelt wird.

00:14:13: Dass die Form sehr am Mittelpunkt steht, dass Sprache im Mittelpunk steht aber nicht tatsächlich materielle Verhältnisse oder irgendwas anderes, das mich halt irgendwie interessiert gesellschaftlich oder teilweise auch muss er gar nicht so politisch explizit sein, aber trotzdem ich glaube ihr versteht, was ich meine.

00:14:28: also Und meistens sind es auch eher die, die sich aufregen wenn ich ehrlich bin.

00:14:32: Also natürlich haben wir gerade jetzt mit der Mit Israel-Palestiner haben wir viele Geschichten in den vergangenen Monaten gehabt, wo palästinensische Künstler intensiert wurden.

00:14:42: Das natürlich zum Kotzen.

00:14:43: Also das würde ich mal ausnehmen.

00:14:47: im Sinne von da passiert glaube ich wirklich eine Art von Zensur die nicht vereinbar ist mit einer scheinenbaren Meinungsfreiheit.

00:14:56: aber wenn sich ein fünftigjähriger Mann hinstellt und sagt auch meine Kunstfreiheit sorry ey also... Ich find's langweilig.

00:15:05: Das größere Problem ist, glaube ich, hört überhaupt die Mann zu und es wäre zuzuhören.

00:15:11: Ich glaube das ist für mich irgendwie eine größere Frage.

00:15:14: Und Theater ist ja auch eigentlich einfach ein Raum in dem viele Menschen aufeinandertreffen könnten wie du ja auch gesagt hast wo viele verschiedene Menschen auffeinander treffen können was ja leider auch nicht so ist.

00:15:25: also wir merken auch immer wieder selber dass wird auch einfach in einer Bubble leben wo unsere Freundinnen viel ins Theater gehen, oft in das Theater gehen.

00:15:34: Aber wenn wir so andere Menschen unserer Altersgruppe ansehen aber auch außerhalb von unserer Altsgruppe dass wenig Menschen... ...ins Theater gehen und vielleicht auch ein anderes Bild davon haben wie Theater ist und wie Theater sein kann Dass man da vielleicht mal im Darstellenspielunterricht in eine Vorstellung gegangen ist und sich danach dachte Boah nie wieder Wie erreichst du einen Publikum?

00:16:02: dass vielleicht nicht regulär ins Theater geht.

00:16:05: Also erstmal interessiert es mich, also erst mal habe ich ein Interesse daran einen Publikum zu generieren das sonst nicht ins Theater zu vielen anderen Regisseuren.

00:16:19: Ich glaube, vielen anderen ist das einfach nicht wichtig.

00:16:22: Viele andere sind völlig okay damit nur zur Bubble zu reden, nur zu einem weißbürgerlichen Publikum zu reden weil sie auch selbst weißbürgernisch sind.

00:16:30: und dann redet man zu seinen eigenen Piers und das ist in Ordnung Das mache ich auch.

00:16:34: Nur sind meine Piers halt Leute die nicht ins Theater gehen Wie ich das mache?

00:16:39: Ich glaube, dass ich Stilmittel benutze die sehr zugänglich sind.

00:16:46: Ich glaube das ist für meine Theaterabende keine Vorbildung braucht.

00:16:51: Das ist etwas sehr populärkulturelles oder niedrigschwelliges, wenn man mal sich meine Abende anguckt.

00:17:03: Ich glaub, dass meine Abenden auch ganz lustig sind.

00:17:11: was auch noch mal Schwellen abbaut und auch nochmal Leute mehr dazu motiviert ins Theater zu gehen oder eine Lustmacht in das Theater zu geben, war sozusagen so gesagt.

00:17:20: Und deswegen... Das funktioniert im Echse sein sehr gut!

00:17:24: Diese Krise auch da von der Emma gesprochen wird von wegen die jungen Leute gehe ich nicht mehr ins Theater kann ich von meinen Armen nicht bestätigen.

00:17:31: Also ich weiß nicht, ob ihr... Ihr kommt heute Abend.

00:17:34: Aber ich

00:17:34: seh es schon zum dritten Mal.

00:17:38: Hardcore-Fan Ultra am Sitzen hier!

00:17:40: Ich seh's zum ersten mal heute Abend!

00:17:42: Shame!

00:17:43: Ein

00:17:45: Ultra und ein Spaß!

00:17:50: Wir hatten glaube ich gestern, ich war gestern da.

00:17:52: Ich würde sagen, also wieder in der Raum, siebenundfünfzig Leute.

00:17:56: Ich würd sagen, ein gutes Drittel war unter zwanzig Jahre alt gestern.

00:18:01: Deswegen tue ich mir so schwer dabei zu sagen, wie kriegen wir die jungen Leute?

00:18:05: Ja wenn man Theater macht das junge Leute anspricht.

00:18:08: Das Codes bedient was die junge leute verstehen und man halt nicht das Ketchen von Heuer-Bronnen macht in der Art und Weise wo man ein Germanistikstudium vorher gebraucht hat.

00:18:16: Beraschung dann kommen die Leute auch.

00:18:18: Dann spricht es sich auch rum weil ich glaube dass es einen wahnsinnigen Bedarf gibt eigentlich an so eine Art von Veranstaltung.

00:18:24: Ich glaube da super viele sich sehnen nach einem authentischen Live Moment, dass so gerade in dieser digitalisierten Welt wir ein riesengroßes Bedürfnis haben uns in der echten Welt zu begegnen mit Leuten zusammenzulachen mitzubekommen wie links und rechts von mir Menschen auf etwas reagieren.

00:18:45: Ja ich glaube das es total möglich ist wenn man möchte.

00:18:50: Das sieht man ja auch.

00:18:51: also Konzerte zum Beispiel Das lieben Menschen ja auch.

00:18:53: Also dieser Live-Moment, ein Konzert ist was anderes als wenn ich alleine Musik über meine Kopfhörer höre.

00:19:00: Es ist ganz spannend was du gerade sagst weil genau das wäre mit Patrick gesprochen, Patrick Isermey und er hat es auch so gesagt dass wir Menschen genau diesen Live Moment wo wir zusammen sind und wo Energien im Raum sind uns den Wünschen, dass wir es brauchen.

00:19:16: Alles von mir gelernt damals.

00:19:18: Ja, guck mal.

00:19:19: Perfekt!

00:19:21: Jetzt steht Anoukounda Dover.

00:19:22: Ja klar ich habe ihn groß gemacht in Partike...

00:19:26: Schaut out an der Stelle.

00:19:30: Wo du

00:19:30: von Niedrigschwellig gesprochen hast?

00:19:33: Du hast ja auch ein Buch geschrieben, die ist eine sehr trahlin'.

00:19:35: Ich habe dieses Buch weggefetzt.

00:19:37: also wirklich...

00:19:37: Positiven oder näher?

00:19:39: Positiv!

00:19:39: Also wirklich, ich hatte lang... POSITIV Weil du so toll mit Sprache umgegangen bist, aber auf eine Weise, dass ich eben nicht das Gefühl hatte, Scheiße.

00:19:54: Das ist irgendwie trocken und von oben herab.

00:19:57: Jemand will mir erklären wie es ist, eine Depression zu haben aus einem ... Ja, ich hab das!

00:20:04: Und du verstehst das nicht, Standpunkt aus?

00:20:07: Also sprachlich toll und dieser ... immer wieder auch Leichtigkeit und Witz, der da dritten war.

00:20:12: Und dann aber doch das Ernste und diese Zerrissenheit... Also wow!

00:20:15: Das fand ich krass.

00:20:17: Weil ich hatte kurz... Ich hab gerne meine Stick studiert.

00:20:22: Wobei ich finde auch spannend wie man das Kettchen von Heilbronn so umsetzen könnte dass es auch andere Leute Interesting finden.

00:20:29: wenn nicht schon spannend weil manche Themen... Boah ich find's so Nibelunglied zum Beispiel?

00:20:34: Das könnte richtig fetzen Aber du musst es halt ordentlich machen.

00:20:37: Weil wenn ich versuche Leute zu begeistern für Theater, für Texte und auch für alte Texte.

00:20:43: Dann mache ich das ja anders.

00:20:45: Dann erzähle ich den nicht auf eine wissenschaftliche und hochgestochener Art und Weise so sondern ich versuche die mitzunehmen und die Emotionen, die das bei mir auslösen was ich daran so wichtig finde um die Themen dann zu vermitteln.

00:20:57: Und deswegen finde ich das bei deinem Buch so toll weil du die Themen dich als Autor irgendwie die dich beschäftigen da so richtig toll vermitteln konntest.

00:21:11: Also wirklich, ich hab lange nicht mehr so ein gutes Publikum.

00:21:15: Ich habe es auch direkt allen empfohlen und zwar so, ihr müsst euch das kaufen oder einer kannst bei mir ausleihen was wir jetzt spannend finden weil ich mein das thema depression aber auch allgemein psychische krankheiten zwar jetzt schon natürlich nach und nach irgendwie nicht mehr so stigmatisiert ist, aber trotzdem doch... Also es bricht zwar ein bisschen auf.

00:21:43: Man traut sich so langsam oder man versucht drüber zu sprechen, aber es ist trotzdem noch immer dieses so... Ja, das ist nicht hundertprozent anerkannt.

00:21:53: und jetzt fanden wir spannend wie deine Sicht ist, ob die das für dich war?

00:22:00: So ein sehr persönliches Buch ja auch zu schreiben quasi mit Deiner Geschichte, zwar eine literarische Art und Weise.

00:22:07: Die Person heißt ja nicht Marco Damerani in diesem Buch.

00:22:11: Aber so auf literarischer Art und Weise deine Geschichten zu erzählen wie das für dich war?

00:22:14: Und damit an die Öffentlichkeit zu gehen was für Reaktionen du da auch gekriegt hast?

00:22:21: Wie du die Entwicklung sehen würdest?

00:22:25: Das war ne sehr... ... sehr schöne Erfahrungen alles in einem.

00:22:29: Oder es ist auch immer noch, also es kann mir immer noch... Also wie jetzt gerade auch, das ist natürlich auch total schön das zu hören,... ... dass es dir so gefallen hat.

00:22:36: Es ist glaube ich echt, ich glaub tatsächlich, dass sie in den letzten Jahren sehr viel getan hat in dieser Richtung.

00:22:40: Ich glaube wir hatten vor so circa vier-fünf Jahren diesen einmal sehr großen Hype ist das falsche Bord.

00:22:46: aber da ging war das Thema sehr Mittelpunkt so.

00:22:49: Gerade in Corona und nach Coronazeiten.

00:22:51: Und ich glaube, dass sich da sehr viel getan hat.

00:22:52: was die Akzeptanz angeht Ich glaube, heutzutage ist es ja sogar böse gesagt hier und da mal schick die eigenen Divergenzen in die Bio zu tun.

00:23:04: Da ist die Pendelbewegung fast schon wieder in die andere Richtung was aber auch in Ordnung ist.

00:23:09: also so will ich überhaupt gar nicht an Pranger stellen.

00:23:11: Ich habe mit diesem Buch einfach sehr viele schöne verbindende Erfahrungen gemacht dass Menschen mir irgendwie auf mich zugekommen sind sich auf der einen Seite bedankt haben, aber gerade auch sich gesehen gefühlt haben.

00:23:24: Und das ist einfach... Gerade beim Thema Depressionen im Spätkapitalismus ein sehr wichtiger Moment, wenn Menschen Selbstwirksamkeit erfahren.

00:23:35: Das Gefühl zu haben ich bin nicht alleine in dieser Scheiße.

00:23:38: Ich bin kein weirdo und ekliger Wichser weil ich es nicht hinbekomme sondern viele bekommen's nicht hin.

00:23:47: Was heißt hinbekommen überhaupt?

00:23:49: Das in Frage zu stellen?

00:23:52: Das Buch war einfach so Türöffner für viele Arten von Gesprächen.

00:23:57: Manche haben viele Zuschriften bekommen, dass Mütter verstanden haben wie es ihren Söhnen geht und das sind wahnsinnig erfreuliche aber auch irgendwie bestärkende Momente die über das ganze Künstler-Ego von wegen nicht viel wahrgenommen werden oder was hinausgehen sondern ein Gefühl gehen, ich habe wirklich zu etwas beigetragen.

00:24:18: Das macht einen wahnsinnigt froh!

00:24:21: Ja.

00:24:22: Ich glaube, da ist auch das Schöne, dass es einem so auf Augenhöhe begegnet und wie Anna ja auch gesagt hat nicht von oben herab aber ich glaube auch so... ...nicht auf so einer Mitleitsschiene.

00:24:31: Das ist

00:24:32: nämlich auch, glaub' ich, was du gesagt hast mit einer Mutter die das nachvollziehen kann.

00:24:37: So eher weil's halt auf Augen Höhe begeignet.

00:24:40: Ja, das finde ich

00:24:41: sehr schön.

00:24:42: Einfach auch diese Standards jetzt so kann man muss sich nur anstrengen jeder kann es schaffen und in keiner Aufstiegsgeschichte ist das ja auch ein Ding.

00:24:48: Ich wiederhole mich jetzt schon als Künstler.

00:24:50: Nein

00:24:52: aber daran sieht man ja dass das Themen sind die einfach präsent sind Themen die nicht egal sind Themen wie uns alle angehen die uns alle beschäftigen.

00:25:02: Und das ist also richtig Das ist ja auch das Schöne Dass das auch Präsenz erfährt Und eben nicht weiterhin totgeschwiegen wird.

00:25:12: Ja, ich glaube was ein Punkt ist den ich... Also genau, ich habe Insel Sertralin und Anugula Dover haben beides auch total.

00:25:20: also es sind beides halt Werke mit dem Hauptthema Depressionen.

00:25:25: Anuguladofer hat das Thema Verlust noch mal mehr im Fokus.

00:25:29: Ich glaube was in die erste Sertradin angefangen hat, was jetzt keine Aufschließungsgeschichte.

00:25:35: nochmal wichtiger geworden ist, ist der systemische Anteil einfach.

00:25:38: Das ist mir einfach wichtig und das ist der Teil, den es natürlich selbstverständlich in der Debatte dann immer wieder verloren hat.

00:25:47: Weil wenn eine Debatte so mainstreamig geführt wird, kann sie nicht systemisch geführt werden weil das System dann... na aber ist auch egal ich verliere mich da gerade ein bisschen.

00:25:56: Das zusammenzudenken ist mir glaube ich einfach wichtig.

00:25:58: Also zu sagen hey ja es gibt da eine biologische Komponente und ja, es ist eine psychische Krankheit hat auch etwas chemisches.

00:26:07: Aber ein ganz großer Anteil ist das Systemen die wir legen.

00:26:11: Es ist einen bedeutenden Anteil daran warum so viele Menschen krank sind.

00:26:16: Weil das System wie es momentan funktioniert nicht darauf alles gelegt ist dass wir ein gutes Leben führen.

00:26:20: Das ist nichts der Fokuspunkt unseres Systems

00:26:22: gar nicht.

00:26:23: Und das gemeinsam zu denken, das ist mir glaube ich in solchen Feilen immer wieder wichtig.

00:26:26: Weil diese ganze Mental Health Awareness und so was ist super besser als es früher war.

00:26:31: aber es geht nur soweit wenn der Root Cause halt eigentlich ein anderer ist.

00:26:36: Ja

00:26:38: man muss das System halt mitdenken und es geht halt vom Kleinen ins Große.

00:26:44: Ist gut dass das kleine jetzt quasi so präsent ist und dass wir da so Awareness für geschafft haben Aber das große System steht halt drüber Und das muss auch geändert werden.

00:26:56: Revolutioniert!

00:26:57: Revolution!

00:26:59: Also ja, ist halt so.

00:27:00: Weil in dem System wie es jetzt besteht, ist nach Possible.

00:27:06: Der ist da quasi einfach Lernen mit dem Problem umzugehen aber nicht die Herkunft des

00:27:10: Problems

00:27:10: vergessen,

00:27:11: sondern die muss auch angegangen werden voll.

00:27:14: Hey wenn ein Therapien nur dafür da ist Menschen wieder auf den Arbeitsmarkt werfen zu können dann ist nicht so toll

00:27:21: Ist irgendwie Therapieziel verfehlt.

00:27:24: Dann kommt man glaube ich auch öfter wieder,

00:27:28: wenn man den darf und einen Platz kriegt.

00:27:30: Da kommen wir auch schon

00:27:31: zu der letzten

00:27:33: Abschlussfragen.

00:27:35: Und zwar was würdest du jungen Theaterschaffenden mit auf den Weg geben?

00:27:40: oder Theaterschaftnen generell?

00:27:43: Machen!

00:27:44: Also gerade Jungen Theater schaffenden machen machen machen ein Projekt nach dem nächsten machen machen Lernen daraus, Bücher.

00:27:52: Also Fachbücher lesen, Grad Regisseur innen, The Directors' Craft von Katie Mitchell, Stanislavski von Bella Merlin... Es gibt so drei, vier wirklich gute Handbüchern.

00:28:05: aber ich finde das aller allerschlimmste auf der Welt sind Kreative die nicht kreativ arbeiten.

00:28:11: und davon Gerade auch in Hamburg, auch in Berlin gibt es so viele die sich halt die ganze Zeit also so... Die sich sehen als ich könnte eigentlich.

00:28:19: und wenn man mich mal nur lässt.

00:28:21: Bro schnappt ihr drei Freundinnen?

00:28:22: Schnappt dir einen Wernraum und dann da hat fünfzehn Freundinnen ein und dann mach!

00:28:27: Und dann sei nächstes Mal besser als letztes Mal.

00:28:29: und das wäre der große Tipp machen, machen, Machen, Netzwerke bilden Also Banden bilden Verbündete finden die an derselben Sache interessiert sind und machen.

00:28:42: Deswegen machen wir Podcast.

00:28:45: Einfach machen, ja?

00:28:47: Ja, geil!

00:28:48: Was fasziniert dich persönlich nach all den Jahren immer noch am Theater?

00:28:52: und ja gut warum sollen junge Menschen ins Theater gehen?

00:28:56: Ich meine du hast es ja schon auch anklingen lassen aber vielleicht nochmal so on point.

00:29:03: Also was mich wirklich faszinhiert ist dass es jedes mal anders ist das ich jetzt glaube ich fünfzehn-sechzehn Arbeiten hinter mir hab.

00:29:12: Ich hatte natürlich eine andere Lässigkeit, dass ich inzwischen sagen kann, okay, ich werde die siebzehnte.

00:29:18: Vielleicht brauche ich es ja an die Wand... Also das kann sein, dass sich die vollen in die Wand fahre.

00:29:22: Bisher lief's noch ganz gut.

00:29:24: Ich kann aber auch einen vollen Fehltritt haben, das ist in der Kunst normal so.

00:29:27: alle Künstler enthaben irgendwann ihre... einfach greifen ab und zu ins Klo.

00:29:32: Und trotzdem ist es irgendwie so schön wieder zu wissen, dass da wieder ein Abenteuer kommt, dessen Ausgang man nicht kennt.

00:29:42: Sie schweben jetzt natürlich gerade irgendwie drei, vier Stoffe rum, die irgendwie die nächsten Arbeiten sein werden.

00:29:47: Und ich habe natürlich... Ich hab grade in diesem Sekunde keine Ahnung wie sie aussehen werden.

00:29:51: Wie lang sie sein werden und wie die Bühne aus.

00:29:53: Das ist irgendwie gar nicht... Also es klingt glaube ich mal, wenn ich habe ein Freund mit einem Freunden drüber geredet und der hat quasi Herzrasen dabei bekommen weil er gesagt hat das ist gar nichts für ihn.

00:30:03: Ich finde das übergeil!

00:30:05: Also ich hab da mega den Spaß dran diese Ungewissheit zu haben.

00:30:09: Also du freust dich auch theoretisch auf den Griff ins Klo?

00:30:12: Oder was heißt freuen, aber du nimmst da auf jeden Fall etwas mit raus,

00:30:16: ziehst

00:30:17: da

00:30:17: was... Hoffentlich!

00:30:19: Das soll nicht auganklingen.

00:30:22: bisher habe ich keinen Griff ins klo gehabt.

00:30:27: Wer sich das anhören kann, also so...

00:30:29: Er ist voll der Arroganz.

00:30:30: Super unsympathisch sitzt davor und sagt ne, also Leute

00:30:35: Spaß!

00:30:35: Mit Sonnenbrille die ganze Zeit.

00:30:36: Ja ja

00:30:37: genau er guckt uns nicht in die Augen, wir wissen

00:30:39: nicht welcher Augenfarbe er hat.

00:30:40: Ich glaube es zu uns besoffen.

00:30:43: Nee bisher, also wirklich dieses Linenzieh, da bis hierhin lief's noch ganz gut.

00:30:47: Es gab bisher auch nicht diese eine Arbeit wo ich dachte oh mein Gott hier war alles scheiße dran.

00:30:51: So es gab arbeiten.

00:30:52: Da war ich froh, wenn sie abgespielt waren danach wieder.

00:30:54: Es gab Arbeiten, die sehr herausfordernd waren emotional und kräftemäßig.

00:30:59: Deswegen nee darauf freuen nicht weil es einfach kein cooles Gefühl ist auf die Schnauze zu fliegen aber drauf vorbereiten vielleicht so ein bisschen, schon mal so Falltechniken üben.

00:31:09: Aber viel mehr freue ich mich eigentlich auf die nächsten Erfolge.

00:31:15: und keine Ahnung.

00:31:16: jetzt Sachen wie keine Aufschlüssegeschichte.

00:31:17: also wir hatten jetzt Gestern vorgestern und heute sind wir ausverkauft.

00:31:23: Und das ist crazy, es ist wirklich verrückt.

00:31:27: Noch mal an der Stelle, siehmonatfünfzig Leute?

00:31:29: Ja also so jetzt langsam werde ich mir selbst unsympathisch mit dem Flex aber... Nein!

00:31:34: Nö!

00:31:34: Doch doch doch doch.

00:31:35: wenn ich mich nicht gekannt hätte dann würde ich mich schälen sich jetzt aber nichtsdestotrotz.

00:31:41: Das sind so Sachen.

00:31:42: Es ist so schön das erleben zu dürfen, wirklich.

00:31:45: Also ich habe keine Borte dafür wie dankbar Ich bin gerade dass das erleben zu dürfen und gerade das spüren zu dürfen.

00:31:52: Und so sehen wir irgendwie, dass wirkt auf Leute... Das ist jetzt grade nach dem ich jetzt wie gesagt vor fünfzehn Jahren das erste Mal noch aus der Tanz gemacht habe, ist so ein Moment wo ich einfach enorm glücklich bin.

00:32:06: Und wie gesagt sehr dankbar dafür dieses Glück spülen zu dürfen!

00:32:09: Und zu können auch.

00:32:12: Ja und deshalb wenn man... Dass ich so bläst bin das mein Beruf zu nennen Ja, ist unfassbar.

00:32:20: Es ist wirklich... Ich wünschte ich hätte vor ein paar Jahren einen Fernglas gehabt das mir zeigt dass in diesem Status irgendwann sein werde weil ich jetzt nicht geglaubt.

00:32:30: Dann haben wir noch unsere abschließende

00:32:31: Frage

00:32:32: Und zwar, hast du Tipps für aktuelle sehenswerte Inszenierungen?

00:32:37: Keine Aufstiegsgeschichte beim Zollschater.

00:32:38: Die allerletzten Maximum-Gongesheater!

00:32:40: So jetzt bin ich unsere Partei und jetzt hab' ich's gescheitert.

00:32:42: Jetzt, genau das war nämlich seine Inszenierung.

00:32:44: Ja, ähm... Proa, podcast ist ja überregional.

00:32:48: deswegen in München läuft Romeo & Julia von Elsa Sophia Yach als eine der besten Inszenien, die ich in meinem Leben gesehen habe.

00:32:55: Das ist der beste Shakespeare, den ich in meinem Leben gesehen hab.

00:32:57: Patrick Isermeyer später mit einer der besten Schauspieler, die man im Leben gesehen hat

00:33:00: Kann ich auch bestätigen, grüße gehen raus.

00:33:02: Grüße gehen aus am Patrick!

00:33:06: Am Ernst-Deutsch-Theater laufen tolle Sachen wo super enttalentierte und interessierte Leute beteiligt sind.

00:33:12: Ich glaube das ist ein Deutschtheater allgemein in den nächsten Jahren Superinteressante Sachen rausbringen wird.

00:33:18: Ich persönlich mag Anthoromero Nunes und Christopher Rüping sehr gerne.

00:33:22: Ich glaube dass es beides wahnsinnig tolle Regisseure sind.

00:33:28: Ebro-Talentische Bräuchers macht tolles Theater in Oldenburg zum Beispiel.

00:33:33: Es gibt echt viele talentierte Leute, das ist das Tolle gerade auch.

00:33:37: Also dass es viele Leute gibt die super Theater machen.

00:33:40: Kalle Fuhr ist ein King.

00:33:43: Max Lindemann ist toll.

00:33:44: Er reicht ja auch.

00:33:47: Ja Leute,

00:33:48: da habt ihr jetzt ordentlich was zu schauen!

00:33:49: Ganz viel zu sehen und wir haben gehört, dass du nach Hamburg zurückkommst also vielleicht sehen wir von dir dann noch mehr hier.

00:33:58: Danke, dass wir mit dir reden durften

00:34:01: und wir

00:34:01: freuen uns auf den heutigen Theaterabend.

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