#3 Vom Hotel ins Theater
Shownotes
Servus aus München! Anna hat ihre alte Universitätsstadt besucht und dabei den Schauspieler Patrick Isermeyer getroffen, der seit der Spielzeit 2024/2025 festes Ensemblemitglied am Residenztheater in München ist. Neben Astronautenanzug und Sci-Fi Büchern sowie Plänen zur eigenen Caribbean Food Restaurantkette geht es natürlich auch wieder um Theater. Wie ist Patrick vom Hotelfachmann und leitenden Cost Controller (beides äußerst erfolgreich!) eigentlich zum Schauspieler (ebenso erfolgreich!) geworden? Was für eine Rolle spielt die Sprache beim Spielen? Und warum geht Theater uns eigentlich alle an und ist gerade in der heutigen Zeit ein so wichtiges Medium? Das und noch Vieles mehr, erfahrt ihr in dieser Folge!
P.S. Auch diese Gastfolge ist wieder etwas länger geworden. Bedeutet: Mehr Drama für euch! Wer bis zum Ende dran bleibt, erfährt auch schon, wer bereits in der kommenden Woche unser neuer Gast sein wird. Dranbleiben lohnt sich!
Patrick Isermeyer Residenztheater Patricks Buchempfehlung
Patricks Stückempfehlungen am Residenztheater: (NICHT)MÜTTER! DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN GÖTZ VON BERLICHINGEN
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00:00:01: Noch dreißig Minuten bis zur Vorstellung.
00:00:05: Dreißig-Minuten-Drama,
00:00:07: Theater mit Anna und Luca.
00:00:10: Patrick!
00:00:11: Das geht los mit den Flotten fünf.
00:00:14: Die erste Frage ist wie würde dann Astronautenanzug aussehen?
00:00:18: Mein Astronautenanzug Jesus Christ.
00:00:20: ich habe letztens Judge the Beauty gefragt wie es ist oder wie könnten Menschen im Weltall lieben Weil ich das interessant finde.
00:00:28: Also würde es eine Entwicklung geben, die da hinführen kann?
00:00:32: natürlich nicht.
00:00:33: But wie würde mein Anzug aussehen?
00:00:35: Das wäre quasi so ein ganz dünner Neopren-Anzug, geriffelt wie einen Alien, so sci-fi mäßig in Grün mit kleinen Löchern.
00:00:47: Wie so ne Heart Shell einfach und sehr wahrscheinlich so ziemlich Outer Worlds alienmäßig aus mit einem Helm wo man meinen Gehirn sehen kann.
00:01:00: Okay,
00:01:02: das wäre mein Anzug.
00:01:03: Und wo würdest du leben?
00:01:05: Wo im Weltall?
00:01:08: Im Weltall.
00:01:09: I don't know!
00:01:09: Kein Fall irgendwie hier in unserer Galaxie.
00:01:13: Ich kann dir jetzt wirklich keinen Stern sagen, der mich interessiert weil ich sie einfach nicht kenne vom Namen.
00:01:17: Aber
00:01:17: auf jeden Fall weit weg.
00:01:18: Probably irgendeinen anderen Planet, der hoffentlich auch Leben fördern könnte.
00:01:26: Das letzte Buch, was dich beeindruckt hat?
00:01:29: Was du gelesen hast.
00:01:30: Irgendwas mit dir gemacht hat, dich geprägt habt
00:01:32: irgendwie.
00:01:34: Das war von Sijin Liu.
00:01:40: Ich weiß nicht, ob ihr ihn kennst der drei Body Problems geschrieben... ich hab gar nicht den Namen ausgesprochen habe von ihm aber ich hoffe es.
00:01:48: If not I'm so sorry bruh.
00:01:50: Ne also die drei Sonnen das ist ein Triologie und die hat mich unglaublich beeindruckt.
00:01:58: Also das ist ja so hardliners, sci-fi stuff.
00:02:02: also es könnte wirklich passieren wenn wir die Ressourcen hätten und die Technik könnte man quasi auf diese Art und Weise wirklich so Raumreisen vornehmen.
00:02:10: Man könnte aber auch irgendwie sich vorstellen dass die Zukunft so oder so aussieht Und das beschreibt einfach so extrem plastisch so interessant und Engaging.
00:02:24: Ich glaube, der letzte Band hat, glaub ich, tausend Seiten also und da hab' ich ihn zwei Tage weggeratzt.
00:02:30: Weil ich dachte, dieses Kreis ist so krass spannend, unglaublich!
00:02:34: Aber das sind gute Zeichen...
00:02:36: Ja weil er erzählt halt über mehrere Jahrhunderte.
00:02:42: Also in seiner Welt die er so beschreibt, es ist möglich dass man den Körper einfriert und ihn dann auch quasi wieder erwecken kann Und der keinen Schaden nimmt.
00:02:54: Man kann es ja theoretisch, aber der Körper nimmt dann Schaden in eine Maße an dass der Mensch theoretisch entweder nicht mehr derselbe wäre oder eben einfach nicht mehr wieder beliebbar.
00:03:05: und in dem Fallen im Buch ist es so das es halt funktioniert.
00:03:08: die Technik irgendwie hat es irgendwie entwickelt und deswegen kann man diese Hauptfigur über ich glaube fast sechshundert Jahre Nagelt mich nicht fest, aber so ungefähr approximately begleiten.
00:03:24: Und das ist halt so insane!
00:03:26: Weil er immer aufwacht in einer anderen Epoche mit anderer Technik und anderen Möglichkeiten, mit anderen Dingen die passiert sind unter anderem auch ein weiterer Weltkrieg der quasi zwei Drittel der Menschheit ausgelöscht hatte.
00:03:41: Und dann erwacht er und ist einfach so, das ist halt so krass irgendwie dabei zu sein.
00:03:45: Weil es mich hat so wegflasht und irgendwie so eine Idee davon gibt irgendwas... Also ich wäre ja so gerne in der Zukunft quasi unscheißwürdig so gerne, weil sie sich nicht wissen was mit der Welt ist in drei, vierhundert Jahren und so wenn's die dann noch gibt und so.
00:04:01: Das ist die
00:04:01: andere Frage?
00:04:02: Ja, das
00:04:03: is a question!
00:04:04: Aber trotzdem, ich hab halt so ein krasses Interesse.
00:04:06: Da gibts halt jemanden, der macht so einen relativ in Anführungsstrichen realistischen Raum auf, wie es sein könnte und das finde ich halt geil.
00:04:13: Dein Lieblingsessen?
00:04:16: Mein Lieblungsessen Jesus!
00:04:18: It's Caribbean West Indian Food.
00:04:22: also mein Papa kommt oder kam aus den West Indies Trinidad and Tobago in der Karibik Und die haben so eine ganz interessante Küche dort Viele Menschen, also viele Inder und viele schwarze Menschen so.
00:04:41: Und die haben ihre Kulturen miteinander vermischt um besonders auch das Essen.
00:04:46: Da gibt es einen Gericht, das nennt sich einfach Roti.
00:04:52: Das ist nicht das was man hier kennt, das ist Deutsch, sondern es ist wie eine Art ... wie ein Düdeln.
00:05:01: Dieses Roti macht man halt so Currychicken rein Pumpkin, also wie sagt ihr es auf Deutsch?
00:05:07: Kürbis.
00:05:07: Genau, Kürbus Curry und so weiter an verschiedene Gewürze
00:05:10: usw.,
00:05:10: das ist halt überragend, einfach ultra.
00:05:13: Ja ja, es ist wirklich premium.
00:05:15: Hast du
00:05:15: es irgendwo hier in Deutschland gemacht?
00:05:17: Nein noch nie!
00:05:18: Noch nie!
00:05:19: Never!
00:05:19: everywhere.
00:05:20: Also es ist so sad.
00:05:22: für fast alles kann man hier in Deutschland und auch in Berlin oder sowas, kriegt man ja wirklich viel so.
00:05:25: aber so Caribbean, so Trinidadian Kitchen habe ich gehört London oder so das ist da irgendwie.
00:05:30: was gibt's?
00:05:30: weil es ist ja ehemals oder glaube ich immer noch Commonwealth zugehörig Trinitat Aber ich war noch nicht da.
00:05:38: Guck mal jetzt
00:05:40: mag Glück.
00:05:41: Hey!
00:05:42: Ich sag das jetzt mal in den Scheiß
00:05:47: Es geht ja eh durch die Decke hier, ganz indische Food und Asian Food.
00:05:53: Ich glaube es wird
00:05:55: richtig gut kommen.
00:05:56: Das
00:05:56: Problem wäre wahrscheinlich dass die Leute das noch nie gehört haben.
00:05:58: so Caribbean, Kitchen, whatever.
00:06:01: ich meine das kennt man irgendwie schon.
00:06:02: aber als Roti und so ich glaube man müsste es einfach gut promoten.
00:06:05: Aber ich habe das schon echt ein paar mal überlegt ob wenn man sowas aufbauen könnte, aufziehen könnte und so weil das ist wirklich... ... unfassbar lecker, es ist so eine Geschmacksexplosion.
00:06:18: Und der Flan ist halt richtig lecker!
00:06:21: Es wurde an sich und dann auch total die Kunst... ...die Leute sind da irgendwie so ganz wie sagt man... ...picht drauf irgendwie auch einen guten Ruf zu haben.
00:06:30: Man kennt zum Beispiel in der Hometown von meinem Papa San Fernando... ...es ist so im Süden nicht gefühlt sondern ganz konkret glaube ich nur sieben Kilometern entfernt vom Venezuela.
00:06:41: Und da gibt es so diesen einen Laden, der nennt sich Mandy's.
00:06:44: So ... nicht mehr, was hab ich gesagt?
00:06:47: Monas Roti Shop und so.
00:06:49: Der ist halt in ganz Trinidad bekannt.
00:06:51: Da kommen immer Leute hin, weil die genau wissen, da gibts das beste Roti oder einer der
00:06:55: besten.
00:06:55: Ja!
00:06:56: Ich glaub', wir sollten mal machen.
00:06:57: Man müsste so ein ... Ich glaub' es wäre eine gute Food Truck-Idee.
00:06:59: Weißt du dass du damit pendelst?
00:07:01: Das ist irgendwie fix in einer Stadt.
00:07:02: Mhm.
00:07:03: Dann du müsstest damit so durch dies zu diessen.
00:07:07: Und ja, das bekanntmachen und dann den Spirit so weiter...
00:07:10: weitergeben.
00:07:11: Schau, wenn ich irgendwann mal... Also eingenommen, ich mach mehr Fernsehen oder Kinofilm whatever, kann ja alles irgendwie irgendwann sein we don't know und ich hätte irgendwie die Möglichkeit mir so ein Netzwerk dadurch auch aufzubauen dann ist das auf jeden Fall auf meiner Agenda safe.
00:07:30: Also aber dann kein Truck, sondern eher so kettenmäßig.
00:07:33: Ah okay!
00:07:33: Ja okay!
00:07:34: Deine schon richtige Business-Idee?
00:07:35: Ja
00:07:35: okay, pink pink also wirklich keine halben Sachen.
00:07:38: It
00:07:39: has to be productive man.
00:07:40: it has do something at least.
00:07:41: Ja
00:07:43: das stimmt.
00:07:45: Aber nice.
00:07:45: Was ist denn die nächste Frage was fällt dir bei anderen Menschen immer direkt als erstes auf?
00:07:50: Bei mir sind es die Hände.
00:07:51: Die
00:07:51: Hände?
00:07:52: Wirklich?!
00:07:52: Ich gucke immer auf Hände.
00:07:53: Ach krass ja.
00:07:55: und was sagst du über meine Hände?
00:07:56: Schöne Hände, schöne Hände.
00:07:58: Attractive!
00:07:59: Ich
00:08:00: find'
00:08:01: ich sind schon auf
00:08:02: Hände...
00:08:03: ja, mit
00:08:04: großen
00:08:05: Händen.
00:08:05: Ja, das bin ein Basketballhände und Klavierhände.
00:08:08: Klavier hab ich auch, aber ich habe kleine Hände Aber ich kann gerade die Octave greifen Das heißt du kannst Klavierspielen?
00:08:13: Ein
00:08:14: bisschen Also.
00:08:15: mein Vater war Pianist also nicht Pianister weil er hat so Keyboard gelernt und Musik studiert Aber der hat auch wirklich so Pranken gehabt.
00:08:24: Ja, das ist
00:08:25: geil!
00:08:26: Das sieht man dann in den anderen.
00:08:29: Ja
00:08:29: voll und du weißt auch dass es für die auch nochmal, dass sie ganz anders Virtuos damit umgehen können weil wir halt eben nicht diese Oktaubsprünge machen müssen und irgendwie bis zum letzten Ausreizen mit dem Spreizen.
00:08:41: also ja...
00:08:42: Also ich glaube mir fällt so vielleicht der Style zu.
00:08:47: Ich weiß es nicht.
00:08:48: Irgendwie ist es ganz schwierig.
00:08:49: Das habe ich mir noch nie irgendwie mich gefragt, was fällt mir als erstes auf?
00:08:53: Und so und dann fragt man sich ja auch quasi...nein wirklich!
00:08:57: Ich glaube das ist der Stil.
00:08:58: So der Gesamt-Appearance.
00:08:59: Genau, den Gesamtappearance und der Vibe auch so und ich kriege da immer relativ schnell so eine Art Gefühl zu einer Person und das versuche ich aber dann auch wieder zu hinterfragen.
00:09:11: Ja, absolut.
00:09:12: Weil man hat ja irgendwie, das hab' ich letztens gelesen wie viele Sekunden man braucht, um jemanden einzuschätzen und einzupacken in eine Schublade von einem selbst.
00:09:20: Das ist ja nur
00:09:21: im drei Sekunde oder so?
00:09:21: Ja genau das finde ich halt tragisch weil ich irre mich noch die ganze Zeit also jeden Tag die ganze zeit.
00:09:30: dann geht mir auch unfassbar viel und das will ich gar nicht.
00:09:33: Manchmal wird mein Adon doch wieder überrascht.
00:09:35: So es ist ja so spannend und so schön macht du das zwischenmenschlich.
00:09:39: ja so schön weil wenn man so überlegt was wieviel Facetten man selbst hat Ich meine, heute sehe ich so aus.
00:09:45: Wenn du mich morgen triffst, dann wäre der Style auf der Skala auf der anderen Seite und dann würde man mich natürlich im ersten Moment total anders einschätzen als wenn man mich jetzt so sieht.
00:09:57: Voll!
00:10:00: Das macht das ja auch irgendwie komplett so ein Bild von den Menschen oder was heißt kompletter?
00:10:04: Und wenn man es versucht irgendwie zu erfassen oder zu ergreifen von einem anderen Menschen und so, dann kriege ich glaube ich auch ein plastisches Bild von der Person.
00:10:12: einfach
00:10:13: Okay, also Gesamteindruck.
00:10:15: Gesamt-Eindruck?
00:10:15: Ich betroff die
00:10:17: Hände ich bin
00:10:19: immer so gesamt-eindevisitisch.
00:10:20: Und du trafst den Menschen halt einfach... So Gesamt Eindrück!
00:10:24: So because he's too scared to say what hes actually thinking!
00:10:28: I doubt it.
00:10:29: xD.
00:10:30: Well you don't know that!
00:10:31: It is best true!
00:10:32: Was steht auf deiner Bucketlist ganz
00:10:34: oben?!
00:10:35: Hast du da was?
00:10:39: Ja, auf jeden Fall.
00:10:40: Ich möchte safe in der Lage sein zwei-, dreimal im Jahr ein Trinidad zu sein in der Heimat meines Vaters.
00:10:47: Das ist mir einfach unfassbar wichtig!
00:10:48: Hast
00:10:49: du dann auch Familie drin?
00:10:51: Ja ich habe da eine Familie noch und wir haben da auch einen Ort wo wir quasi aus einem Haus sein könnten wenn wir dann da wären um das uns eigentlich auch kümmern sollten.
00:11:04: Aber das geht halt aktuell nicht, weil ich sehr beschäftigt bin.
00:11:08: Einerseits und andererseits ist es auch aus verschiedensten Gründen sehr problematisch da hin zu fliegen und behebt sich das auch zu leisten und zu finanzieren.
00:11:19: aber das ist immer schon die letzten sag ich jetzt mal fünfzehn Jahre auf meiner Bucketliste dass ich sage I wanna live in a way Ich weiß nicht, ist es okay wenn ich in zwei Sprachen hier aufgewachsen bin.
00:11:30: Wir haben es irgendwie immer so drin.
00:11:33: Naja, ich will auf eine Art und Weise leben dass es mir da irgendwie möglich ist das irgendwie zu machen weil mir diese Wurzeln dorthin einfach extrem viel bedeutend.
00:11:41: Das
00:11:41: ist ein schöner Bucket List ganz oben Toppunkt.
00:11:46: Hallo Patrick!
00:11:47: Hallo Anna!
00:11:48: Liebe Grüße aus dem hohen Norden nach München.
00:11:52: Patrick, ich habe zwei Fragen an dich, die ich dir hier einmal zusende.
00:11:57: Und zwar hast du ja an der Schauspielschule in Mainz deine Ausbildung absolviert und ich habe in Mainze Theaterwissenschaften und Musikwissenschaftungen studiert.
00:12:06: Deswegen ist meine erste Frage an dich was dein Lieblingsort in Mainzz war oder immer noch ist eine Lieblinsbar eine Lieblingsbank am Rhein Was auch immer.
00:12:18: Und meine zweite Frage wäre, da du am Staatstheater in Wiesbaden gespielt hast und es ist ein sehr großer Konkurrenzkampf zwischen Wiesbahn und Mainz herrscht, welche Reinseite ist die schönere?
00:12:32: Viel Spaß euch und
00:12:36: liebe Grüße!
00:12:36: Ich gehe erst auf die erste Frage ein also was mein Lieblingsort in Mainz ist.
00:12:42: ganz ehrlich ich hatte keinen richtigen Lieblungsort an Mainz weil ich war fast nie da.
00:12:48: Also ich war irgendwie, guck mal.
00:12:50: Man konnte... also ich habe in Wiesbaden gelebt bei meinem besten Freund.
00:12:55: Schau da dann Julian daheim!
00:12:58: Das ist so schlecht egal.
00:13:01: Ich hab da, wir haben zusammengelebt ein AWG und was super praktisch war weil ah irgendwie hab ich meine Familie, also meine gewählte Familie da gehabt.
00:13:10: Einerseits und andererseits konnte ich relativ schnell nach Mainz kommen zur Schauspielstücke da Und ich hab das Shame on me meistens mit dem Auto gemacht.
00:13:22: Es gab da so eine Autobahn, die fast ... Also von dort, wo ich ... Ich hab im Westend gelebt und da kam ich relativ schnell auf so einer Landstraße, die mich direkt vor die Schauspielschule gebracht hat.
00:13:34: Dementsprechend war ich nie in Mainz an sich drin.
00:13:37: Dadurch dass ich ein Auto hatte, habe ich auch keinen Bock, da reinzufahren.
00:13:40: Ich war eh generell immer schon sehr karriereorientiert oder irgendwie so orientiert in Bezug auf.
00:13:46: einfach besser werden, ich hatte kein Interesse damals jetzt irgendwie so groß Party machen zu gehen oder so und mich da irgendwie so treiben zu lassen.
00:13:54: Ich war halt immer beschäftigt entweder mit dem nächsten Job oder beschäftigt irgendwie der nächste Logopäden wo ich hingehen kann.
00:14:04: Und dementsprechend hat sich das nicht so richtig entwickelt.
00:14:07: Das Einzige was ich sagen kann, wo ich gerne gewesen bin, weil die ... ich weiß nicht... ich weiß es gab so einen alten Hafen Da am Rhein.
00:14:18: Und da gab es immer so jeden Sonntag, im Sommer glaube ich... ...dass da gab's ein Event das hieß
00:14:25: Bug.
00:14:26: Ich weiß nicht ob du's kennst ne?
00:14:27: Das ist so'n Techno-Event.
00:14:29: Das ging dann glaub ich morgens um zehn Uhr los und ging bis abends um zehn oder so.
00:14:34: Und das war richtig nice!
00:14:35: Und da waren wir halt relativ oft.
00:14:38: Also wenn es ein Lieblingsort oder Event gibt, dann war es auf jeden Fall
00:14:43: das.
00:14:43: Ich war noch nie in meinem Leben im Mainz.
00:14:45: Ich kenne nur die Mainzelmännchen und weiß, dass da Karneval gefeiert wird.
00:14:49: Und das kenne ich nun!
00:14:50: Und Karnevals so als Nordrhein-Westfälischer Fronarzt.
00:14:53: Wenn du kommst aus dem Rohrpott, da ist jetzt Karnevall... Pfeilen wir auch, aber wir sind nicht das Rheinland.
00:14:58: Aber damit bin ich großgeworden und finde es sehr sympathikor, wenn jemand so Karneval feiert... ...aber sonst weiß ich von Mainz einfach nichts!
00:15:06: Es war nie meine Stadt.
00:15:08: Ich bin ein Frankfurter, weißt du?
00:15:09: Und ich habe da halt... Ich hab in Mainz nicht Theater geguckt.
00:15:12: Ich glaube meiner Zeit hat vielleicht irgendwie zwei Sachen gesehen oder sowas.
00:15:17: Sonst war ich immer im Schauspiel Frankfurt und hab mir da alles reingefahren was es da gibt.
00:15:22: Und Mainz war einfach... wie so ein Neben-Schauplatz, der irgendwie als Zweck gedient hat um meine Ausbildung und mein Handwerk irgendwie zu feilen und daran zu arbeiten.
00:15:34: Und dementsprechend warst du auch... aber warst Du dann in Wiesbaden?
00:15:38: Ich war in Wietbaden!
00:15:39: Wiesbanen war ich schon unterwegs auf Info.
00:15:42: Obwohl jetzt Wiesbahn nicht so der Ort ist wo man irgendwie unterwegs das ist einfach ohne meinen Wiesband Es sind keine Orte wegen, finde ich jedenfalls als Student oder so.
00:15:52: Das ist da irgendwie ... I didn't like it so much.
00:15:55: Hab' ich's nicht so gefühlt?
00:15:57: Wie es war, das gefühlte ab, irgendwie, ein, zwanzig Uhr alles zu und in Mainz waren's halt irgendwie was... auch so musikmäßig einfach nah the place for me.
00:16:08: Ich hab dann damals einen anderen Musikgeschmack gehabt.
00:16:11: Als das Mainzer stand an Publikums.
00:16:15: Ja gut!
00:16:16: Also für mich ist ja alles subjektiv und geschmackselt.
00:16:20: Ja, voll!
00:16:20: Aber es ist auch gut so, weil sonst würden wir alle irgendwie in Frankfurt-München leben.
00:16:26: Who knows?
00:16:28: Okay, gut meins.
00:16:30: Du warst schon auf der Schauspielschule.
00:16:34: Wie bist du da hingekommen, wie bist du überhaupt nach Mainz auf die Schauspielschule gekommen?
00:16:38: Weil du hast ja vorher eine grundanständige Ausbildung gemacht.
00:16:41: Mindestens laut unserer besten liebsten Quelle Wikipedia.
00:16:45: Shout
00:16:45: out!
00:16:45: Hast
00:16:47: du Hotelfachmann gelernt und auch in dem Job gearbeitet.
00:16:49: Ja
00:16:50: richtig.
00:16:50: So wie.
00:16:51: how did it happen dass du auf einmal dann so warst?
00:16:54: okay dann mach jetzt Schauspül und geh nach Mainze.
00:16:58: Das war... man kann fast sagen so ne spontane Entscheidung.
00:17:03: Also ganz ehrlich, weil ich habe genau die Ausbildung gemacht in Wiesbaden im Schwarzen Bock.
00:17:11: Redison Blue-Schwarzer Bockhotel in Wietbaden und das war eine intensive Zeit, sondern es ist eine sehr anstrengende Ausbildung.
00:17:21: Und als ich dann fertig war damit, hab' ich Glück gehabt und wurde vermittelt nach Frankfurt ans Redison Blow Dort.
00:17:28: Da ist so ne riesige Scheibe, das kennt man glaube ich irgendwie von Fotos.
00:17:32: Und da habe ich dann als Accounts Payable Coordinator gearbeitet im Accounting, also in der Buchhaltung.
00:17:38: Und wurde dann relativ schnell ein Cost-Controller da, also bin aufgestiegen und war dann im Managementbereich tätig da.
00:17:44: Dann hat mein Chef relativ bald kam er so auf mich zu, Markus Frenzwe.
00:17:51: Love is out there for this person now.
00:17:53: Er kam dann zu mir und gesagt, Patrick das reicht nicht!
00:17:57: Du musst noch... Ich möchte dich irgendwie dazu animieren oder Dass du noch was machst, setz einen drauf.
00:18:04: So mach ich studiere nebenbei noch.
00:18:06: Dies und das hat er gesagt damals.
00:18:07: Hat auch gemacht.
00:18:08: Also Wahnsinns Typ der war da in der Abteilungsleiter und der ja hat mich dazu gebracht irgendwie meinen Abi nachzuholen.
00:18:15: also dann hat mein anderer besser Freund hat mir zum selben Zeitpunkt geschrieben dass er gerade begonnen hat seinen Abi hier auf dem Abendgymnasium nach zu holen Und das war in Sprendlingen dreieilig.
00:18:32: Und damals bin ich da, glaube ich, in fünfzehn Minuten mit dem Auto gewesen von meiner Arbeitsstelle in Frankfurt und dachte, dass man jetzt auch... Mein Chef hat mich motiviert, mein Messerfreund hat mich nicht motiviert.
00:18:44: Fahrtwegart
00:18:45: auch gepasst?
00:18:45: Ja, Fahrtweger auch gepast und so was die da angeboten haben.
00:18:49: An der Schule fand ich auch super!
00:18:51: Und da habe ich mich da angemeldet, das hat dann auch funktioniert.
00:18:54: Ich konnte ein bisschen verkürzen meiner Ausbildung, weil ich schon den USA und hab da so einen Twelfth Grade-Certificate bekommen und konnte damit irgendwie in der... im zweiten halben Jahr von der Elf oder so einsteigen?
00:19:07: Ja!
00:19:08: Das habe ich dann gemacht und da musste ich noch einen Wahlfach wählen oder mich entscheiden für eins und das war dann darstellendes Spiel.
00:19:18: Das hatte ich auch.
00:19:19: Da schon im Spiel im Unterricht.
00:19:20: Genau, genau!
00:19:21: Und ich dachte, so hattest du mal hier immer aus Fann, das ist ganz lustig so nebenbei und da war dann eine ganz tolle Lehrerin Christa und die kam dann irgendwann auf mich zu und hat dann gesagt, Patrick, guck mal, ich hab dich jetzt ein bisschen beobachtet und so.
00:19:40: und ich glaube also irgendwie habe ich das Gefühl... Du könntest, wenn du willst, könntest du das irgendwie professionell machen.
00:19:48: Und ich hatte damals überhaupt keine Ahnung.
00:19:49: Ich hätte einfach keine Ahnung, dass man das überhaupt studieren kann?
00:19:54: Dass das überhaupt eine Option ist die in mein Leben passen könnte?
00:19:59: Also ich war da einmal als Vierundzwanzig jetzt sogar und ich hatte überhaupt... also no way!
00:20:04: Und ich war das glaube ich auch mit ihr, also mit dem Theaterkurs des ersten Mal im Theater generell, mit Vierunzwanziger.
00:20:11: Das ist ja eigentlich schon crazy, finde ich jedenfalls.
00:20:14: Und das hat mich aber sofort begeistert und ich habe über die Idee nachgedacht, die sie mir da so eingeflüßt hat und ich wollte ja eigentlich in Holland Business Management Studien also IGMS International Business and Management Studies, hieß der Studiengang und ich war auch schon eingeschrieben dafür Und ich habe mir gedacht, komm, weißt du was?
00:20:34: Ich probiere es jetzt einfach mal aus.
00:20:37: Weil Christa hat einen Treffen organisiert mit einer Schauspielerin vom Schauspiel Frankfurt und diese Schausspielerin hat dann gesagt naja also wenn du das wirklich machen willst Kannst du da in Mainz gibts ne Schauspielschule?
00:20:49: Du bist ja schon ein bisschen älter, hat sie mir damals gesagt.
00:20:51: Sie hätte mir natürlich auch sein können dass ich nach Frankfurt ging.
00:20:53: Hätte sie auch machen können.
00:20:55: Hättet
00:20:55: ihr sie machen können?
00:20:56: Hätte
00:20:56: es nicht gemacht.
00:20:57: Hat direkt dir auf Mainz vorgestanden oder ja schon etwas älters.
00:20:59: Genau
00:21:00: genau genau.
00:21:01: Aber ich hatte mal gut... Ich hätte mich selber informieren können aber ich komme halt aus keiner Familie oder ich kam nicht aus einem Kreis auch irgendwie wo man einfach das so oft haben wie sagt man im Auf dem Schimmer.
00:21:17: Genau, aufm Schimmer!
00:21:18: So dass man das gibt und so... Und was
00:21:20: es alles gibt?
00:21:21: Weil das ist ja auch, dass es das dann gibt okay, dann hat man davon mal gehört aber das is' ja wirklich eine eigene Welt für sich.
00:21:27: Absolut.
00:21:28: Ja genau.
00:21:29: Wenn man da nicht reingeboren wurde oder damit groß geworden ist, dann ist das ein bisschen aus einem Buch mit sieben Siegeln.
00:21:34: Oder in der Schule halt weil ich kenne viele Freunde von mir die jetzt mittlerweile Schauspieler sind mit ihrer Klasse regelmäßig ins Theater gefahren sind und sich da Theater angeguckt haben.
00:21:49: Und dann mit Schauspielern auch gesprochen haben usw.
00:21:52: Ich habe das nie gemacht, hab ich es noch nie!
00:21:55: Keine Ahnung davon.
00:21:56: Jedenfalls hab ich das gemacht und ich hab dann überlegt naja gut also Business könnte ich theoretisch auch noch in drei vier Jahren machen so.
00:22:04: Das ist total möglich.
00:22:05: und dass mit dem Schauspielen das kann ich entweder jetzt machen oder wahrscheinlich nie jedenfalls nicht professionell.
00:22:11: Es gab halt einen Moment in der Schule noch, also auf dem Abendgimnasium.
00:22:15: Da mussten wir so einen Art abschlossigen Stück gemacht und da haben wir relativ realistische Proben gehabt.
00:22:23: Also wie es jetzt im Theater eben auch ist, also morgens von zehn bis vierzehn Uhr und dann von acht zu zwanzig Uhr.
00:22:32: Und das hatten wir eine Woche lang durch und ich glaube am dritten Tag habe ich so zu Christa gesagt zu meiner Lehrerin Beruf machen kann.
00:22:41: Das ist ja eigentlich das größte Geschenk ever, weil ich saß da auf der Probe abends und hab dann gespielt habe mir das auch angeguckt was die KollegInnen nun so gemacht haben und dachte mir einfach es ist so großartig irgendwie dass also im Kopf zu haben Ich werde gerade bezahlt dafür diesen Spaß a zu erleben und be mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen Und und dann zäh auch noch etwas zurückzugeben.
00:23:04: und irgendwie weiß ich nicht Teil von etwas Größerem zu sein oder irgendwie vor einem Austausch.
00:23:10: Und das hat mich halt krass fasziniert.
00:23:11: Das war das, was mich auch überhaupt nicht befriedigt hat in meiner Arbeitsstelle oder in meinem Beruf als Cost-Controller und so, weil ich fand es einfach... ...das habe ich so genervt und gelangweilt.
00:23:23: Einfach dieses Reporting and no one gives a shit!
00:23:27: Deswegen habe ich das probiert ab der vorgesprochene Mannschaft und dann hat es doch noch relativ schnell geklappt.
00:23:33: Nach einem Jahr habe ich dann verstanden was das für eine Schule ist, generell wie die Strukturen allgemein sind im Theater und auch mit den Schauspielschulen hat dann diese Abstufungen verstanden.
00:23:48: Und habe mich dann aber entschieden in Mainz einfach zu bleiben weil ich das ganz toll fand da.
00:23:53: Ich fand die Dozierenden super!
00:23:55: Ich fand meine Klasse ganz großartig und das ist ja ein riesiger Teil.
00:23:59: Ganz wichtiger Teil vor allem.
00:24:02: Das heißt du hast... sehr positive Erinnerungen an deine Schauspielschulzeitung?
00:24:05: Auf jeden
00:24:06: Fall.
00:24:06: Ja, auf jeden Fall!
00:24:07: Also ich würde schon sagen das ist einer der extremsten Zeiten war die ich in meinem Leben erlebt habe weil das Witzige war ja... also ich fand diese Zeit mit meinem Abendgymnasium als ich es quasi absolviert habe, das war unfassbar anstrengend weil ich hab gearbeitet von acht bis sechsunddreißig und dann von siebzehn drei bis zwanzig Uhr war ich in der Schule quasi.
00:24:31: Das habe ich dann, hab ich anderthalb Jahre gemacht und ich war so durch einfach und war aber so sauer auf den Job weil ich dachte es kann nicht sein dass ich irgendwie da arbeite und irgendwie so eine Nullerfüllung habe und irgendwie... Und ich dachte wenn ich das aufgebe alles und dann in die Kunst wechsle, dass sich denn dort so eine Erfüllungen kriege auch vor allem der Erleichterung eine andere Gelassenheit so.
00:24:54: Aber das Gegenteil war der Fall!
00:24:56: Das absolut ging.
00:24:57: Es war noch krasser, noch extremer Eyeopening und so.
00:25:02: Und diese Auseinandersetzung mit mir selbst, mit meinen Themen, mit meiner Psyche... Mit meinen Ängsten auch ganz oft.
00:25:10: Das war unfassbar stressig.
00:25:13: Aber gleichzeitig auch unglaublich bereichernd.
00:25:16: Wenn man diese Phase mal überwunden hat, das wird ja jeder Wissen in diesem Beruf irgendwie gelernt oder ausübt oder am Lernen ist, dann wird es besser.
00:25:24: Dann macht's noch Spaß!
00:25:25: Ja, da kann man den Spaß auch richtig fühlen und genießen
00:25:27: können,
00:25:28: dass wir von immer alle reden.
00:25:30: Ihr müsst Spaß haben.
00:25:34: Und hattest du irgendwie so ein Lieblingsfach, Hassfach?
00:25:37: Irgendwas... Ja ja ich hatte auf jeden Fall einen Hassfach.
00:25:39: Was war das?
00:25:40: Es waren Patumime.
00:25:45: Ich meine also man muss uns der Verteidigung des Dutzenden rollen.
00:25:52: Der ist ein ganz großartiger Typ.
00:25:55: Der hat das irgendwie in Frankreich gelernt.
00:25:57: bei einem ganz bekannten Pantomime sagt man das so.
00:26:01: Ich glaube schon, ne?
00:26:02: Bei so einem ganz... Sorry Rolf!
00:26:07: Ich weiß es einfach nicht mehr.
00:26:08: Es tut mir so leid, Rolf.
00:26:09: I just don't know.
00:26:10: Jedenfalls und der war echt unglaublich skilled.
00:26:14: Der konnte das so toll und er war auch ein ganz toller Dozent.
00:26:17: aber es hat mich niemals interessiert.
00:26:22: Körperbeherrschung, ja.
00:26:24: Das ist wichtig und es ist auch wichtig irgendwie über diese Kunstformen Bescheid zu wissen.
00:26:30: aber ich werde niemals in meinem Leben Pantomime machen.
00:26:35: also auf der Bühne habe ich mir gedacht und das interessiert mich einfach nicht.
00:26:38: und dann eine Kurio.
00:26:39: Ich hab mich immer gedrückt Und ich sagte, mein erstes Gast-Engagement war sich am Staatsjahr Tavis Baden.
00:26:47: Was muss ich da machen?
00:26:48: Pantomime?
00:26:48: – Exakt!
00:26:49: Aber
00:26:51: da schaut er dann räuft und kann nicht da durchgehen.
00:26:53: Er
00:26:54: war so schlecht
00:26:56: einfach.
00:26:57: Ich werde niemals Pantomimen auf der Biede machen.
00:26:58: Das ist Gastengagement.
00:27:01: Auf geht's abgehend.
00:27:02: So
00:27:03: ein Stab, das kann doch nicht euer Lebensernste sein.
00:27:08: Aber das war auf jeden Fall mein Hassfachum.
00:27:10: Mein lieblingsfach war Sprechen.
00:27:15: Also ich hab das...
00:27:16: Deswegen auch die Logopäden.
00:27:18: Die Logopää?
00:27:18: Ja, ja gut da habe ich immer... Ich hatte früher gedacht, ich habe ein S-Fehler und so.
00:27:22: Esfähler ist glaube ich so ein Ding!
00:27:24: Das krieg' ich immer wieder von so Kommilitonen in den ganzen Freunden gespiegelt, dass denen immer einen S-fehler attestiert wird.
00:27:31: Ich hab das Gefühl, es ist mal das erste was einem irgendwie
00:27:35: drauf
00:27:36: zu gehen.
00:27:37: Ja, das Ding ist ... Es haben so viele Menschen S-Fehler.
00:27:40: Und es gibt ja so viele Abstufungen von einem S-Fehlern was das bedeutet und so.
00:27:44: Das heißt nicht nur Listbillen zum Beispiel?
00:27:46: Nee.
00:27:46: Da ist auch irgendwie scharfes S. Stimmloses Stimmhaftes.
00:27:52: Genau, stimmloses Stimmhaftes und so zu unterscheiden richtig in der Sprache.
00:27:56: Also dann wird einem ja auch das quasi schon so unterstellt dass man ein S-fehler hat.
00:28:01: aber ich personally, nachdem ich mich ganz viel zu viel damit beschäftigt habe, aber das ist ungewischert.
00:28:08: Anymore!
00:28:10: Aber ich würde sagen dass ich auch relativ viel investiert habe, dass es irgendwie auf eine Art und Weise klingt wie es mir gefällt.
00:28:17: Und dementsprechend du das dann auch so verkaufen kannst?
00:28:20: Exakt, genau.
00:28:24: Man trifft ja auf der Bühne und generell in dem Beruf viele unterschiedliche Menschen und Schauspieler und Stile.
00:28:33: Und du hörst, ich hab schon Leute lispeln auf der Bühne hören.
00:28:36: Ich habe Leute auf der bühne irgendwie so scharfes Essen.
00:28:40: Stimmloses, stimmhaftes und also das ist...
00:28:43: Ja, die Leute wo du den Dialekt immer hörst obwohl er nicht rausgeht ne?
00:28:48: Ja, es dauert halt ein bisschen bis man irgendwie checkt.
00:28:50: dass die Sprache jetzt nicht so klar sprach ist wichtig.
00:28:53: Man sollte es in den Mastern und so aber es ist nichts.
00:28:56: Aber du bist nicht direkt outgesourced, wenn dein Ess
00:29:00: nicht perfekt
00:29:02: nach
00:29:04: Lehrbuch und... Ja.
00:29:06: Es gibt verschiedenste Herangehensweisen an dem Beruf.
00:29:09: Manche Leute sind da total fixiert drauf auf das Sprechen und es ist ja auch in Ordnung.
00:29:14: Und manche Menschen sind's halt nicht und auch das ist in Ordnungen.
00:29:16: Ich finde am wichtigsten ist die Situation, die man spielt.
00:29:20: Klar kann die Sprache da einen unglaublich unterstützen, wenn man halt dadurch irgendwie klarer machen kann, worum es gehen könnte.
00:29:29: Aber wenn der Fokus von dir selbst als Spielender irgendwie halt verrutscht und du nicht... Und dann nur noch auf die Sprachen?
00:29:36: Genau!
00:29:36: Es ist auch so eine Dessonanz.
00:29:38: Ja genau weil dann man spürt dann einfach dass da keine Dichte in dem Kontakt ist mit der... Mit den anderen Personen, mit denen man spielt.
00:29:47: Weil
00:29:47: dann ist dein Fokus nur auf der Sprache und das kommt sehr prägnant auch raus?
00:29:52: Warst du schon immer fasziniert von Sprachen oder kam das so?
00:29:55: Das kam
00:29:57: dadurch mit der Zeit.
00:29:59: Ich habe am Schauspiel Frankfurt es mir schon aufgefallen dass die halt eine unglaubliche Präsenz mit der Sprach haben einfach so unglaublich versatile sind damit.
00:30:13: Und das war schon toll, zu sehen wie man auch einen Alltags-Sprech irgendwie so unglaubliche Schönen gestalten kann mit so wenigen Mitteln die man natürlich kennen muss und beherrschen muss.
00:30:26: Das hat mich schon total fasziniert.
00:30:29: aber ich kann jetzt im Nachhinein sagen dass es also als ich's gesehen habe wusste nicht warum es so fasziniert ist Aber jetzt weiß ich es war vor allen Dingen auch die Sprache.
00:30:39: Würdest du sagen, das ist auch so ein Ding.
00:30:42: Wenn du selber spielst, wo du Fokus drauf legst dann?
00:30:47: Also was heißt Fokus?
00:30:48: Aber wenn du eh sagst, sprache das begeistert dich.
00:30:52: Das ist was, wo Du hinhörst und bei anderen feststellst oder es irgendwie etwas Besonderes.
00:31:00: Dass Du das nutzt für Dich in Deinem Spiel...
00:31:05: Ich glaube schon!
00:31:06: Es wird mir auf jeden Fall oft gespiegelt so, dass ich dann eine Kombination habe anscheinend von der Sprache und meinem Körper.
00:31:15: Wie ich damit umgehe und das es eine Wirkung erzeugt?
00:31:18: Ich hab mich wie gesagt sehr viel damit beschäftigt und hatte auch einen Hyperfokus darauf gehabt.
00:31:23: Das muss man kann man auch sagen.
00:31:25: aber es hat mich dann irgendwann genervt, dass sich dann irgendwie damit so beschäftigt war auch beim Spielen weil mich das einfach behindert.
00:31:32: Und das fand ich einfach kack!
00:31:35: Es hat dann einfach sehr lange gebraucht um das wieder abzulegen.
00:31:39: Und jetzt versuche ich es auch gar nicht mehr so zu benennen, als irgendwie da achte ich jetzt extrem drauf weil in meinem Kopf dann vielleicht irgendwelche Schalter so umgelegt werden dass ich mich damit beschäftige was ich nicht tun will.
00:31:54: aber klar ich übe sehr viel jeden Tag beschäftige ich mich mit meiner Stimme und auch mit meinen Sprechen Und danach leg ich es aber weg, weil ich auf der Bühne mein Staff machen will und wenn ich andere Leute mir anschaue oder Sachen mehr anschauen.
00:32:10: Klar habe ich dann auch auf das Gesamtpaketen dazu gehört eben die Sprache und so.
00:32:15: Mir fällt auf jeden Fall auf, wenn Leute tolle Stimmen haben oder eine besondere Art und Weise zu sprechen, eine besonderen Artikulation.
00:32:24: Dann finde ich das schon durchaus ansprechend dabei eher ... Spannend die Kombination.
00:32:30: Also wenn ich so bald merke, da ist eine gewisse Eitelkeit dahinter weil ich das quasi nach draußen hinstelle irgendwie übrigens nicht ganz toll sprechen und sowas.
00:32:40: Das klingt dann ganz großartig was ich gerade sagen und so weiter.
00:32:43: Dann interessiert mich das
00:32:44: nicht mehr.
00:32:44: Ja voll.
00:32:45: Da kann es ja trotzdem technisch gut gemacht sein aber... Genau.
00:32:47: Es ist halt
00:32:49: irgendwie uninteressant.
00:32:51: Voll.
00:32:52: Hast du mal über Herbuchsprechen nachgedacht?
00:32:54: Oder so Synchron oder so.
00:32:56: Weil
00:32:56: du hast wirklich eine tolle Stöber, also... Bei Antonius und Cleopatra aufgefallen am Schauspiel Leipzig.
00:33:06: Das war ganz beeindruckend!
00:33:11: Danke, das war ne crazy Produktion auf jeden Fall.
00:33:14: Und
00:33:15: vor allen Dingen es war halt so Shakespeare weil es ist halt eh ein Klassiker und Antonis und Cleo Patra jetzt auch nicht.
00:33:22: vielleicht lehne ich mich nicht so weit aus dem Fenster, aber auch nicht so in der Motorromie und Julia hörst du immer mal wieder irgendwo Hamlet oder so.
00:33:28: Dann Tonys um Cleopatra ist schon eher... Nein, das ist nicht gekannt!
00:33:30: ...auch außergewöhnlich?
00:33:31: Ja ja, es macht man selten.
00:33:33: Macht man ganz selten, deswegen.
00:33:34: Und dann noch quasi, also Shakespeare zu spielen, uns da ehemalige musste sich legitimieren, warum müssen wir denn heute nach die Klassiker spielen?
00:33:40: Und dann nimmst du halt ein kleines unbekanntes Anfängsstrich mit einem Shakespeare-Stück und inszeniert das.
00:33:46: Inszenier's das, und das fand ich irgendwie... Aber es ist so im Gedächtnis geblieben.
00:33:50: Also war ganz krass.
00:33:52: Aber es ist glaubt, also was ihr daraus gemacht habt auch und eben diese Figuren die ihr geschaffen habt und eben auch dieses anschaulich mit der Sprache das ich folgen konnte.
00:34:06: Ja, so... Das ist die Kombi?
00:34:08: Also das ist
00:34:08: das
00:34:08: was mich halt gerade bei dieser Sprache auch interessiert.
00:34:12: wie kann ich das irgendwie... Ich meine es ist immer so ein Ding weil klar ich kann jetzt sagen wie kann zugänglich ist, was da gesagt wird.
00:34:22: Aber es ist nicht für alle zugängliche.
00:34:25: Das ist nicht möglich?
00:34:25: Es ist nicht wirklich vergennet und so... aber trotzdem kann ich ja einen Anspruch setzen irgendwie auf eine Art und Weise damit umzugehen dass das irgendwie nicht der typische Shakespeare-Sprech ist.
00:34:40: Wird's immer bleiben weil es ist das Fersemaß und das möchte ich auch immer wahren in Anfangsstrichen, aber ich möchte sie auf einer Art und Weise irgendwie eine Wirkung erzeugen die halt auch was mit den Menschen macht und dazu gehört irgendwie, damit gelassen umzugehen.
00:34:55: Auch das auf eine gewisse Art und Weise zu greifen, dass sich das so wie wir jetzt miteinander unterhalten, dass es auch so einen Stil kriegen kann.
00:35:07: Ja weil ich glaube nur so kriegst du das auch anschaulich dann eben an die Menschen, dass sie auch folgen können?
00:35:12: Also
00:35:12: dass die Sprache fließt durch mich durch einerseits und andererseits erzeugt es dann in mir meinem Körper automatisch auch diese Emotionen, die da drin eingeschrieben sind oder sagen wir verdichtet sind.
00:35:29: Und nochmal kurz zurückzukommen was du meintest auf mit Hörbuch und so weiter.
00:35:35: Ja habe ich nachgedacht und so und danke noch mal fürs Kompliment.
00:35:39: aber das ist so schwer in diese Industrie rein zu kommen und man muss auch relativ viel dafür tun.
00:35:45: Man braucht ein Portfolio von verschiedenen Sprech-Demos von dir, Werbung.
00:35:54: Dies synchron dann irgendwie Hörbeispiele von einem Hörbuch und so weiter.
00:35:57: Und das zu produzieren auf einem Level wo es überhaupt irgendwie präsentierbar ist ist relativ aufwendig Genau und dann ist es auch nicht gut bezahlt.
00:36:07: Also synchron habe ich ein paar mal gemacht schon und hör spielen jetzt auch Für den Bayerischen Rundfunk hab' ich mal mit Nils Beinkart zusammen einen toller Redakteur da haben Weil beim bayerischen rundfunkt haben wir mal Der macht immer so einen Podcast.
00:36:23: Serie, die heißt Buchgefühl und dort stellt er immer verschiedene Autor-Innen vor mit ihren aktuellen Büchern Und da lädt er dann auch immer Schauspieler ein, die das dann quasi lesen.
00:36:37: Also quasi ausgewählte Passagen aus dem Buch und das habe ich gemacht da auch.
00:36:42: Das war ganz toll und so.
00:36:43: aber wie gesagt insgesamt ist es sehr zeitaufwendig.
00:36:46: und wenn du jetzt kein sehr guter Primavista-Laser bist, also Primavister quasi kriegst einen Text und siehst ihn das erste Mal und liest ihn quasi vom Blatt präsentierbar vor.
00:36:58: Dann ist das relativ aufwändig in der Vorbereitung.
00:37:02: Das ist halt so ein eigenes Business.
00:37:04: dann nochmal für sich.
00:37:07: Vielleicht noch einmal auf das Thema Theater heute, wie du das wahrnimmst?
00:37:14: Ich habe vorhin schon mal ganz kurz gesagt wir sind junge Menschen, so Gen Zee und ich hab das Gefühl dass wir jungen Menschen schon interessiert sind an Politik, an Gesellschaften, an Themen.
00:37:28: oder wir sagen es geht uns was an interessiert an Kultur.
00:37:34: und ich finde schon, also ich gehe auch viel ins Theater.
00:37:37: Da sieht man schon dass das Publikum Tendenzler auch jünger wird und man auch junge Menschen wieder ins Theater zieht und es eben nicht ist.
00:37:45: ach ja da sind nur die alten Menschen und es ist nur für Intellektuelle und das geht mich nichts an.
00:37:51: Also das ist schon quasi ein bisschen aufgericht aber eben nicht komplett.
00:37:55: Man hört trotzdem immer wieder Nee, Theater, da gehe ich nicht hin.
00:37:58: Da kann ich nichts mit
00:37:59: anfangen.".
00:38:00: Trotzdem ist es aber sehr natürlich Netflix zu schauen ins Kino zu gehen, Serien zu gucken und so weiter und sofort.
00:38:06: Letztendlich ist es in Theater... Also was heißt es Theater?
00:38:09: Nichts anderes.
00:38:10: Es ist ein anderes Medium.
00:38:11: Aber auch da werden Geschichten erzählt.
00:38:13: Da wird irgendwie etwas ausgehandelt.
00:38:15: Genau das, was im Medium-Fernsehen oder so ja auch passiert.
00:38:21: Nur eben auf einer Anrat und Weise wie nimmst du das wahr?
00:38:26: So vom Publikum her hat sich da was geändert.
00:38:29: Wie sind so die Feedbacks, die du vielleicht auch bekommst?
00:38:35: Keine Ahnung, du hast in Leipzig-Antonis und Cleopatra gespielt als Shakespeare-Klassiker jetzt hier am Residenztheater Romeo & Julia wo man ja auch mal unter diesem Druck ist so Ja, Klassiker, Shakespeare von der Sechzehundert Schlachmichtot das interessiert uns doch nicht und das geht uns doch alle nix an.
00:38:51: Was ist so deine Meinung dazu?
00:38:54: Warum findest du das wichtig, warum ist... was gibt dir das persönlich als Spieler?
00:38:58: und was gibt es aber vielleicht auch... Du guckst ja selber auf Theater.
00:39:02: Was gibt dir da auch immer noch irgendwie ein Klassiker sich anzuschauen?
00:39:08: Was für Chancenmöglichkeiten.
00:39:10: Und was willst du da so jungen Menschen die dann dir so begegnen und sagen so Ja nee also Theater kann ich nicht interessiert mich nicht.
00:39:17: Kann nichts mit anfangen.
00:39:21: Also ich habe ja noch die Hoffnung, dass irgendwann oder das bald... ...die Menschen dem Handy, also dass wir mal der Möglichkeit alles online zu konsumieren.
00:39:37: Dass wir Fed-up sind und keine Kapazitäten mehr dafür haben.
00:39:42: Und dann merken, dass wir was anderes brauchen wirklich.
00:39:46: Also dass wir das Live Event brauchen!
00:39:51: Und ich glaube, das ist klar ein anderer Aufwand.
00:39:54: Weil ich kann jetzt mein Handy oder mein Laptop in die Hand nehmen und da irgendwie schnell mir was reinfahren und es tut dann so eine Wirkung.
00:40:03: gleichzeitig habe ich denn... Ich hab jedenfalls das Gefühl wenn ich was konsumiere meistens dass mir das keinen richtigen positiven Effekt gibt sondern dass sich dann halt einfach mich zu zugemüllt habe mit etwas, also gerade wenn ich jetzt irgendwie den Fast-Consumer auf YouTube oder Instagram und so.
00:40:24: Und wenn ich im Theater bin oder auf dem Konzert so oder bei einem Poetry Slime oder was auch immer oder irgendwie alles was eben Tanzveranstaltung, whatever irgendwas, Opa oder Ballett bin dann hab' ich da... Da bin ich umgeben von Menschen und sehe Menschen die etwas beformen auf der Bühne und diese Austausch von den Menschen auf der Bühne und die Menschen, die im Theater sind.
00:40:53: Dadurch entsteht eine Atmosphäre im Raum, dadurch entsteht ein Gespräch einfach auf verschiedensten Ebenen.
00:41:02: Und das hat immer für mich jedenfalls so eine nachhaltige positive Wirkung auf mich, auf mein Gemüt, auf meine Psyche – und das ist glaube ich unersetzlich!
00:41:14: Also diese Erfahrung.
00:41:16: Und das kann kein Film und auch kein Short Instagram-Short oder YouTube-Shorts oder TikTok, aber da kann es nicht ersetzen.
00:41:29: Das gehört zu unserer Kultur oder zum Menschsein.
00:41:33: dazu der Austausch.
00:41:34: Ja!
00:41:34: Und das ist unglaublich wichtig.
00:41:37: Und meiner Meinung nach hat das einfach... Auch wenn es um du hast es von der Politik gesprochen warum ich das so interessant finde ist.
00:41:44: Ich habe das Gefühl, dass ich Teil davon sein kann als Spieler auf der Bühne von dem Austausch und gleichzeitig kann ich meine Gedanken und meine Haltung zu unserer aktuellen politischen Lage einfach teilen.
00:42:00: Und wenn ich sie nicht in Wort- und Spracheteile dann teile ich sie quasi subtil durch die Atemweise wie ich eben auf der bühne stehe als Person.
00:42:13: Und das finde ich eine unglaubliche Möglichkeit, es zu tun.
00:42:16: Das ist ein totales Privileg, das überhaupt tun zu können und dafür bezahlt zu werden.
00:42:21: Das finde ich unglaublich attraktiv und bin auch sehr dankbar dafür.
00:42:25: Deswegen plädiere ich auch immer also ich dafür dass wir das uns irgendwie erhalten weil wir brauchen das.
00:42:31: Wir können uns nicht isolieren und wir brauchen die Gemeinschaft und Theater und diese ganzen Orte die ich eben aufgezählt habe sind einfach.
00:42:41: Das sind Happenings, wo wir diesen Austausch oder diese Gesellschaft dieses Gefühl miteinander teilen können.
00:42:52: Dass wir eben noch zusammen sind und dass wir nicht nur was sich nicht abgeschottet da für uns unseren Scheiß konsumieren.
00:43:02: Und wenn es darum geht wie nämlich das war mit den jungen Menschen, weil du gesagt hast also im Publikum Ich kann ja irgendwie mal meinen Eindruck schildern.
00:43:11: Es hat ganz viel damit zu tun, wo man im Theater ist.
00:43:15: Also zum Beispiel hier in Münchenamtsgefühl.
00:43:18: Das ist da wirklich so wie bei verschiedenen Fußballvereinen.
00:43:22: Jeder Verein hat seine Fanbase und es gibt's auch.
00:43:25: Also das Resi hat seine fanbase und das Volkstheater die Kamerspiele präzerierten Theater.
00:43:32: Und so haben alle ihre Leute, die da kommen.
00:43:34: Klar gibt sie auch irgendwie immer so eine Mix von den Leuten und auch junge Leute.
00:43:41: Aber ich hab das Gefühl, abhängig von der Struktur der Stadt zum Beispiel des Volkstheater, da war ich jetzt ein, zwei Mal hier in München, haben wir was angeguckt und da waren wirklich überwiegend junge Leute da.
00:43:55: Das fand ich total super!
00:43:57: Weil es für die Anscheinend der Ort ist, wo sie sich wohlfühlen und im Resi ist das halt gemixt.
00:44:04: Da hast du alle Generationen da und ich würde aber lügen... Wenn ich jetzt behaupten würde, da sind sehr viele junge Menschen.
00:44:11: Das ist just not the truth!
00:44:12: Aber mir ist es immer ein großes Anliegen, war's schon immer gewesen irgendwie alle Menschen ins Theater zu kriegen und besonders Leute die halt mit Theater erst mal nichts am Hut haben weil sie sich davon ausgeschlossen fühlen durch die Art und Weise wie sie erzogen wurden oder die Klasse der Sie sich vermeintlich befinden oder aus anderen Gründen jedenfalls... Mir ist es dann einfach ein hohes Anliegen, diese Menschen auch irgendwie dazu zu motivieren ins Theater zu gehen.
00:44:41: Weil ich mache Theater auch für die.
00:44:43: Weil Theater startlich subventioniert und
00:44:46: das... Dann alle zum Start?
00:44:47: Genau!
00:44:47: Gehören alle dazu.
00:44:49: Und ja, ich
00:44:51: z.B.,
00:44:53: überall wo ich bin, wenn ich Basketball spiele, ich spiele viel Basketball hier in München, Pineapple Park oder Amasmal Park und so.
00:44:58: Wenn ich wieder am Zocken oder Olympiapark und immer wenn ich da in den Austausch gehe mit den Leuten so habe ich immer safe eins, zwei Leute die hier sind ein paar Wochen später im Theater sitzen und die normalerweise nichts damit am Boot gehabt hätten.
00:45:11: Das ist cool, wow!
00:45:12: Ist ja
00:45:14: auch
00:45:14: eine Geldfrage natürlich auch nicht?
00:45:16: Ja das
00:45:16: ist
00:45:16: glaube ich ein ganz großer Punkt.
00:45:18: Theaters meistens teurer als Kino oder andere Medien.
00:45:23: Also es ist nicht nur der Zugang, der Bildungszugang oder der Ausschluss.
00:45:29: Dadurch das Theater vermeintlich zur Hochkultur gehört und dementsprechend so etwas... Ich höre immer mit Leuten ins Theater, verstehe ja nichts.
00:45:39: Warum soll ich ins Theater gehen?
00:45:41: Das hat doch nix mit mir zu tun usw.
00:45:43: Doch!
00:45:44: Du wirst was verstehen.
00:45:47: Nur weil es gibt dann quasi diese Haltung.
00:45:50: Ich muss verstehen, was die gemeint haben.
00:45:54: Das ist aber nicht der Fall!
00:45:55: Du musst für dich verstehen, dass du verstehen
00:45:57: willst.
00:45:58: Hast du zum Abschluss noch eine Empfehlung für eine geile Inszenierung?
00:46:02: Für ein gutes Theaterstück... Also jetzt gut wir sind es gerade in München deswegen hier im Munich-Bound, aber auch irgendwo anders
00:46:11: aufgefallen ist.
00:46:13: Ich guck gerade so wenig Theater.
00:46:15: Aber das kannst du auch von was erzählen?
00:46:18: Was ich auf jeden Fall empfehlen kann, hier in München jedenfalls ist das Kärtchen von Heilbronn.
00:46:29: Das hat Elsa-Sophie Yach inszeniert mit der Hausregisseurin vom Residenztheatern, mit der ich schon an Leipzig gearbeitet habe und eben auch einigermaßen in Münche mittlerweile Und das Kärtchen von Heilbronn, von Vincent Zulinden gespielt.
00:46:45: Das ist wirklich eine ganz großartige Inszenierung.
00:46:47: Also muss man sich, glaube ich, angucken und auf jeden Fall auch Götz von Berlichingen, von Güte.
00:47:01: Soll ich mich am Arsch lecken?
00:47:02: Das musst
00:47:02: du hier
00:47:03: in der sechsten Klasse lesen.
00:47:04: Ach, das hast du gelesen!
00:47:05: Ja,
00:47:06: in der Sechstenklasse mussten wir das lesen und das... Wir haben alle darauf auf diese Stelle hingefiebert.
00:47:10: So richtet ihm aus er solle nicht an Arsche lecken und wir waren so ja endlich!
00:47:15: Richte ihn raus, also will ich am Arsche lecken.
00:47:18: Und jetzt sagt er sogar
00:47:20: im Arsch.
00:47:21: Im Arsch?
00:47:21: Ich
00:47:21: glaube im Arse lecken sogar.
00:47:25: Der Götz wird da gespielt vom Lukas Rüttel hier im Haus, und das ist auch wirklich ein ganz toller Schauspieler.
00:47:33: Also hands down!
00:47:35: Ganz tolle Inszenierung, Alexander Eisenach... Auch Hausregie hier am Resi & Goddess jetzt.
00:47:42: Das sind meine Empfehlungen ansonsten.
00:47:45: Hier anderen so deutschsprachigen Raum bin ich gerade wie gesagt nicht so on the road Aber ich selber halt hier gerade gebunden bin.
00:47:53: Ja,
00:47:53: das ist total fine!
00:47:55: Dafür kann ich schon mal nochmal ein Shoutout geben an keine Aufstiegsgeschichte am Ernst-Deutsch-Theater und Marco Damrani.
00:48:03: Genau.
00:48:03: Shout
00:48:03: out an ihm.
00:48:06: Mein
00:48:06: Brader.
00:48:07: Den sehen wir übernächste Woche.
00:48:09: Ja
00:48:10: ganz der kommt wie gesagt er kommt ja bald hierher mit Radikal.
00:48:13: Junges ist offizielles darf man schon sagen.
00:48:16: Der ist ja eingeladen worden Das er gemacht hat am Gorki und da bin ich schon ganz gespannt, anders hätte ich mal zu sehen.
00:48:24: Ja voll sehr cool!
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